Mops Übergewicht: Erkennen, vermeiden & abnehmen
Mops Übergewicht ist eines der häufigsten Gesundheitsprobleme der Rasse, laut einer britischen Studie der Royal Veterinary College (2021) sind rund 66 % aller Möpse zu schwer. Du erkennst es am fehlenden Tailleneinschnitt, an nicht fühlbaren Rippen und an einer deutlichen Fettschicht über dem Brustkorb.
Aber: Dein Mops muss nicht dick bleiben. Mit der richtigen Fütterung, angepasster Bewegung und etwas Konsequenz bei den Leckerlis bekommst du das Gewicht in den Griff. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du das Idealgewicht bestimmst, woran du Übergewicht erkennst und was wirklich beim Abnehmen hilft.
Wie schwer darf ein Mops sein, was ist das Idealgewicht?
Der VDH und die FCI geben für den Mops ein Idealgewicht von 6,3 bis 8,1 kg (Rüde) und 6,0 bis 8,0 kg (Hündin) an. Diese Werte gelten für ausgewachsene, gesunde Tiere ab etwa 12 Monaten.
Was viele nicht wissen: Schon 500 Gramm über dem Idealbereich können beim Mops einen Unterschied machen. Bei einem 7-kg-Hund entsprechen 700 Gramm Übergewicht bereits 10 % des Körpergewichts, das wäre, als würdest du bei 75 kg dauerhaft 7,5 kg extra mit dir herumtragen.
| Alter | Rüde (kg) | Hündin (kg) |
|---|---|---|
| 3 Monate | 2,0, 3,0 | 1,8, 2,8 |
| 6 Monate | 4,5, 6,0 | 4,0, 5,5 |
| 12 Monate (adult) | 6,3, 8,1 | 6,0, 8,0 |
| Senior (ab 8 Jahre) | 6,5, 8,5* | 6,0, 8,0* |
*Senioren neigen zu leichter Gewichtszunahme durch reduzierten Stoffwechsel. Ein Wert am oberen Rand ist noch vertretbar, sollte aber beobachtet werden.
Schon im Welpenalter wird die Basis gelegt: In unserem Ratgeber zum Mops-Welpen findest du, wie du von Anfang an ein gesundes Gewicht förderst, denn ein übergewichtiger Welpe wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein übergewichtiger erwachsener Hund.

Wie erkenne ich, ob mein Mops zu dick ist?
Die Waage allein reicht nicht. Ein muskulöser Mopsrüde mit 8,3 kg kann schlanker sein als eine wenig aktive Hündin mit 7,5 kg. Entscheidend ist der Body Condition Score (BCS).
Der BCS nutzt eine Skala von 1 bis 9, entwickelt von der Tufts University. Ideal ist ein Score von 4 bis 5. Die Prüfung dauert keine zwei Minuten:
Rippen-Test: Lege deine Handflächen flach auf den Brustkorb deines Mopses. Du solltest die Rippen unter einer dünnen Fettschicht spüren können, ähnlich wie die Knöchel auf deinem Handrücken. Fühlst du stattdessen ein weiches Polster, das die Rippen verdeckt? Dann liegt der BCS bei 7 oder höher.
Taille von oben: Stell dich über deinen Mops und schau von oben auf seinen Körper. Hinter den Rippen sollte eine leichte Einbuchtung sichtbar sein, die Taille. Sieht der Körper dagegen tonnenförmig aus, ohne jede Kurve? Klares Zeichen.
Bauchprofil seitlich: Von der Seite betrachtet sollte der Bauch nach den Rippen leicht nach oben verlaufen. Hängt er stattdessen schwer nach unten oder bildet eine gerade Linie? Dann ist dein Mops über dem Idealgewicht.
Unser Mops Bruno (9,2 kg, 5 Jahre, leicht übergewichtig) hatte bei seiner ersten BCS-Prüfung in unserer Beratung einen Score von 7. Die Rippen waren kaum tastbar, die Taille nicht erkennbar, und sein Bauch hing seitlich deutlich durch. Nach 4 Monaten gezielter Umstellung: 7,8 kg, BCS 5. Die Rippen wieder fühlbar, die Taille zurück.
Warum werden Möpse so leicht dick?
Drei Faktoren machen den Mops zur Risikorasse für Übergewicht, und keiner davon ist Zufall.
Faktor 1: Brachyzephalie. Die kurze Schnauze begrenzt die Atemkapazität. Bei einer Studie der Universität Cambridge (2015) zeigten 50 % der untersuchten Möpse Anzeichen von BOAS (Brachyzephales Obstruktives Atemwegssyndrom). Die Folge: Dein Mops ermüdet schneller, bewegt sich weniger, verbrennt weniger Kalorien. Ein Teufelskreis. Mehr zu den Risiken bei Hitze findest du in unserem Artikel Mops bei Hitze und im Sommer, denn Übergewicht und hohe Temperaturen sind für brachyzephale Hunde eine gefährliche Kombination.
Faktor 2: Der Bettelblick. Möpse sind Meister der Manipulation. Diese großen, runden Augen, das leise Schnaufen, die Pfote auf deinem Knie. Das ist kein Zufall. Möpse wurden über Jahrhunderte als Gesellschaftshunde gezüchtet. Wer am erfolgreichsten bettelte, bekam das meiste Futter. Evolution at work.
Faktor 3: Fehlende Sättigung. Dr. Eleanor Raffan von der Universität Cambridge identifizierte 2016 eine Mutation im POMC-Gen, die bei bestimmten Rassen das Sättigungsgefühl beeinträchtigt. Möpse gehören nicht zu den am stärksten betroffenen Rassen (das sind Labradore), aber auch sie zeigen häufig ein gestörtes Hungersignal. Dein Mops fühlt sich selten wirklich „satt".
Welche Gesundheitsrisiken hat ein zu dicker Mops?
Übergewicht beim Mops ist kein kosmetisches Problem. Es kostet Lebenszeit.
Eine Langzeitstudie der University of Liverpool (2019) an über 50.000 Hunden zeigte: Übergewichtige Hunde leben im Schnitt 2,5 Jahre kürzer als normalgewichtige Artgenossen. Beim Mops, der ohnehin eine begrenzte Lebenserwartung von 11 bis 15 Jahren hat, ist das enorm.
- Atemwege: Jedes Kilogramm extra drückt auf den Brustkorb. Bei einem Mops, der ohnehin unter BOAS leiden kann, bedeutet das spürbar lauteres Schnarchen, Hecheln bei minimaler Belastung und im schlimmsten Fall nächtliche Atemaussetzer. Das feuchte, rasselnde Geräusch beim Atmen, viele Halter halten es für „normal beim Mops". Ist es nicht.
- Gelenke: Die kompakte Statur des Mopses belastet Knie und Hüfte. Extra-Gewicht beschleunigt Arthrose und Patellaluxation (eine beim Mops häufige Kniegelenksproblematik).
- Herz-Kreislauf: Das Herz muss mehr Gewebe versorgen. Bluthochdruck und Herzinsuffizienz treten bei übergewichtigen Möpsen deutlich häufiger auf.
- Hautfalten: Mehr Gewicht bedeutet tiefere Falten, besonders im Gesicht und an der Rute. Dort sammelt sich Feuchtigkeit, warm, dunkel, perfekter Nährboden für bakterielle Infektionen und Hefepilze. Der süßlich-muffige Geruch aus den Falten? Ein Warnsignal.
- Diabetes mellitus: Insulinresistenz durch dauerhaftes Übergewicht. Beim Mops seltener als beim Dackel, aber das Risiko steigt ab einem BCS von 7 spürbar an.
Wir empfehlen: Ab 10 % über dem Idealgewicht, also bei einem Rüden ab ca. 8,9 kg, solltest du einen Tierarzt aufsuchen. Auch bei plötzlicher Gewichtszunahme ohne Futteränderung, denn dann könnten Schilddrüsenprobleme (Hypothyreose) dahinterstecken.
Empfehlung der Redaktion
Gelenkschutz bei Übergewicht: Jedes Kilo mehr belastet Mops-Gelenke. GAG-Supplement unterstützt Knorpel und Sehnen.
Jetzt ansehen ›Wie sieht ein guter Diätplan für den Mops aus?
Weniger füttern ist der falsche Ansatz. Dein Mops braucht weniger Kalorien, nicht weniger Futter.
Der Unterschied ist entscheidend: Reduzierst du einfach die Futtermenge um 30 %, bekommt dein Mops auch 30 % weniger Nährstoffe. Vitamine, Mineralstoffe, Proteine. Das führt zu stumpfem Fell, Muskelverlust und einem hungrigen, unglücklichen Hund. Die bessere Lösung: Ein kalorienreduziertes Futter mit hohem Proteingehalt und viel Faser.
Schritt 1: Kalorienbedarf berechnen. Ein erwachsener Mops mit 8 kg Idealgewicht braucht circa 350 kcal pro Tag (Faustregel: 45-50 kcal pro kg Idealgewicht bei normalem Aktivitätslevel). Zum Abnehmen reduzierst du auf 80 % des Bedarfs, also rund 280 kcal täglich. Dein Tierarzt kann den genauen Wert anhand von Alter, Aktivität und aktuellem Gewicht bestimmen.
Schritt 2: Futter umstellen. Light-Futter hat weniger Fett und mehr Rohfaser, sodass die Portion optisch gleich groß bleibt, aber weniger Kalorien enthält. Josera Light & Vital etwa kombiniert L-Carnitin (unterstützt die Fettverbrennung) mit einem erhöhten Ballaststoffanteil, dein Mops fühlt sich satt, obwohl er weniger Energie aufnimmt. Bei Dogs Supreme ist es eines der meistempfohlenen Futter für Möpse mit Gewichtsproblemen.
Empfehlung der Redaktion
Josera Light & Vital: Kalorienreduziert, mit L-Carnitin und viel Faser, ideal für Möpse, die abnehmen sollen.
Josera Light & Vital: Kalorienreduziert, mit L-Carnitin und viel Faser, ideal für Möpse, die abnehmen sollen.
Schritt 3: Tischreste streichen. Komplett. Keine Ausnahmen. Ein kleines Stück Käse (10 g Gouda) hat circa 35 kcal, das sind bei einem Mops auf Diät schon 12 % des Tagesbedarfs. Stell dir vor, du würdest zu jeder Mahlzeit ein halbes Brötchen extra essen. Jeden Tag. Monatelang.
Schritt 4: Fütterungszeiten festlegen. Zwei feste Mahlzeiten pro Tag, morgens und abends. Kein Futter stehen lassen. Dein Mops lernt: Es gibt Essenszeiten und Nicht-Essenszeiten. Das dauert 1-2 Wochen, dann hat er den Rhythmus.

Welche Leckerlis darf ein Mops auf Diät bekommen?
Gar keine wäre unrealistisch. Training braucht Belohnung, und dein Mops braucht Erfolgserlebnisse.
Die Lösung: Leckerlis, die fast keine Kalorien haben. Und ja, die meisten Möpse finden das tatsächlich gut. Unsere erprobten Alternativen:
- Karottenstücke, knackig, süßlich, 4 kcal pro Stück. Die meisten Möpse lieben das Knirschen zwischen den Zähnen.
- Gurkenscheiben, wasserreich, erfrischend, quasi kalorienfrei. Perfekt an warmen Tagen.
- Getrocknete Lungenstücke, proteinreich, kalorienarm (ca. 3 kcal pro kleinem Stück), intensiver Geruch. Dein Mops wird sie dem Industrieleckerli vorziehen.
- Gefrorene Blaubeeren, im Sommer ein Hit. 1 kcal pro Beere, und dein Mops ist beschäftigt.
Konsequenz bei Leckerlis ist auch ein Erziehungsthema. In unserem Erziehungs-Ratgeber für den Mops gehen wir darauf ein, wie du Belohnungen richtig einsetzt, ohne dass dein Mops jeden Snack durch Betteln erpressen kann.
Wichtig: Leckerlis vom Tagesbudget abziehen. Wenn dein Mops 280 kcal pro Tag bekommen soll und du 30 kcal für Leckerlis verwendest, gibst du nur 250 kcal als Hauptfutter.
Wie viel Bewegung braucht ein Mops zum Abnehmen?
Mehr als du denkst, aber anders als bei einem Labrador.
Ein Mops ist kein Marathonläufer. Das wird er auch durch Abnehmen nicht. Aber: 3 bis 4 kurze Spaziergänge täglich (je 15-20 Minuten) bewirken bei einem übergewichtigen Mops enorm viel. Mehr als ein langer 60-Minuten-Marsch, der ihn nur in Atemnot bringt.
Suchspiele drinnen: Verstecke 5-6 Stücke Trockenfutter (vom Tagesbudget!) in der Wohnung. Unter einer Decke, hinter dem Sofa, im Schuh. Dein Mops schnüffelt, bewegt sich, und das Gehirn arbeitet. 15 Minuten Nasenarbeit ermüden einen Mops ähnlich wie 30 Minuten Spaziergang, ohne die Atemwege zu belasten.
Schwimmen: Wenn dein Mops Wasser mag (und das ist ein großes Wenn), ist Schwimmen das beste Bewegungstraining. Gelenkschonend, ganzkörperlich, kalorienintensiv. Eine Hundeschwimmhalle mit flachem Einstieg ist ideal. Nie unbeaufsichtigt. Möpse sind durch ihren Körperbau keine starken Schwimmer.
Geschirr statt Halsband: Beim Spaziergang mit einem übergewichtigen Mops auf ein gut sitzendes Geschirr umsteigen. Der Zug am Halsband verengt die ohnehin belasteten Atemwege zusätzlich. In unserem Geschirr-Ratgeber für Möpse findest du Empfehlungen, die speziell auf die breite Brust und den kurzen Rücken des Mopses abgestimmt sind.
Steigere die Bewegung langsam. In der ersten Woche 10 Minuten pro Spaziergang, in der zweiten 15, ab der dritten 20. Dein Mops soll schwer atmen, aber nicht röcheln.
Wie schnell darf ein Mops abnehmen?
Langsam. 1-2 % des Körpergewichts pro Woche, nicht mehr.
Ein 9,5-kg-Mops sollte also maximal 95 bis 190 Gramm pro Woche verlieren. Das klingt wenig. Über 3 Monate sind das aber 1,2 bis 2,3 kg, und das ist ein komplett neues Lebensgefühl für deinen Hund. Plötzlich springt er wieder aufs Sofa. Die Treppen hoch, ohne danach 5 Minuten zu hecheln.
Zu schneller Gewichtsverlust birgt Risiken: Muskelverlust, Nährstoffdefizite, und bei Möpsen vor allem Leberprobleme (hepatische Lipidose). Wiege deinen Mops wöchentlich zur gleichen Uhrzeit, morgens vor der Fütterung gibt die genauesten Werte.
Ein realistischer Zeitplan: Von 9,5 kg auf 7,5 kg in 4 bis 6 Monaten. Das Fell wird glänzender, die Atmung ruhiger, die Falten trockener. Die Tierarztkosten sinken. Und dein Mops will plötzlich wieder spielen, dieses vergessene Funkeln in den Augen, wenn du den Ball holst.
Fazit: Dein Mops verdient sein Wohlfühlgewicht
Mops Übergewicht ist kein Schicksal. Es ist ein lösbares Problem, mit dem richtigen Futter, konsequenten Portionen und täglicher Bewegung. Du musst deinen Mops nicht hungern lassen. Du musst ihm nur die richtigen Kalorien geben.
Fang heute an: BCS prüfen, Leckerlis zählen, Futter umstellen. Dein Mops wird es dir danken, mit jedem Schritt, der ihm wieder leichter fällt.
Empfehlung der Redaktion
Josera Light & Vital hilft deinem Mops beim Abnehmen, kalorienreduziert, sättigend und mit allen Nährstoffen, die er braucht.
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Häufige Fragen zum Mops Übergewicht
Ab wann gilt ein Mops als übergewichtig?
Laut VDH-Rassestandard liegt das Idealgewicht des Mopses bei 6,3 bis 8,1 kg (Rüde) und 6,0 bis 8,0 kg (Hündin). Die Waage allein ist aber nicht ausreichend, der Body Condition Score (BCS) auf einer Skala von 1 bis 9 gibt ein verlässlicheres Bild. Ein BCS von 6 oder höher bedeutet Übergewicht. Dabei prüfst du, ob die Rippen noch fühlbar sind, ob von oben eine Taille erkennbar ist und ob der Bauch von der Seite betrachtet nach oben verläuft.
Kann mein Mops von normalem Trockenfutter abnehmen, oder brauche ich Light-Futter?
Normales Trockenfutter hat in der Regel 350 bis 400 kcal pro 100 g. Wenn du einfach weniger davon gibst, bekommt dein Mops auch weniger Proteine, Vitamine und Mineralstoffe, das führt zu Mangelerscheinungen. Light-Futter wie Josera Light & Vital hat einen niedrigeren Fettgehalt und mehr Rohfaser, sodass die Portion gleich groß bleibt, aber weniger Kalorien liefert. Dein Mops fühlt sich satt, nimmt aber ab. Bei Dogs Supreme beraten wir häufig Mopsbesitzer, die genau diesen Fehler gemacht haben.
Wie lange dauert es, bis mein Mops sein Idealgewicht erreicht?
Bei einer gesunden Abnahme von 1 bis 2 % des Körpergewichts pro Woche brauchst du je nach Ausgangsgewicht 3 bis 6 Monate. Ein Mops mit 9,5 kg, der auf 7,5 kg kommen soll, erreicht sein Ziel realistisch in 4 bis 5 Monaten. Schnellere Gewichtsabnahme birgt das Risiko von Leberproblemen (hepatische Lipidose) und Muskelverlust, also Geduld bewahren und wöchentlich wiegen, immer morgens vor der Fütterung.
Sind Karotten und Gurken wirklich als Leckerli-Ersatz geeignet?
Ja, und die meisten Möpse nehmen sie begeistert an. Karottenstücke haben rund 4 kcal pro Stück und bieten das befriedigende Knacken, das viele Hunde beim Kauen lieben. Gurkenscheiben sind mit über 95 % Wasseranteil fast kalorienfrei und eignen sich besonders an warmen Tagen. Wichtig: Neue Snacks langsam einführen und auf Verträglichkeit achten. Trauben, Rosinen, Zwiebeln und Schokolade sind dagegen absolut tabu, sie sind für Hunde giftig.
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