23. February 2026

Mops Komplett-Guide 2026: Charakter, Gesundheit, Pflege & Ernährung

14 Min. Lesezeit

Der Mops ist eine der beliebtesten Hunderassen Deutschlands – und eine der umstrittensten. Liebevoll, anhänglich und mit einem unverwechselbaren Charakter ausgestattet, hat der Mops seit Jahrhunderten Herzen erobert. Doch seine markante Kurzschnäuzigkeit bringt gesundheitliche Herausforderungen mit sich, die jeder Besitzer kennen sollte. Dieser Komplett-Guide zeigt dir alles über den Mops 2026: Charakter, Gesundheit, Ernährung, Pflege und was du wirklich wissen musst, bevor du dich für diese Rasse entscheidest.

Rasseporträt: Der Mops auf einen Blick

Merkmal Details
Ursprung China (ca. 2.000 Jahre alt), über die Niederlande nach Europa
FCI-Gruppe Gruppe 9 – Gesellschafts- und Begleithunde
Größe 25–33 cm Schulterhöhe
Gewicht 6–8 kg (Idealgewicht), häufig übergewichtig
Fell Kurz, glatt, dicht – Farben: Silber, Apricot, Fawn, Schwarz
Lebenserwartung 12–15 Jahre (bei guter Gesundheit)
Charakter Fröhlich, charmant, eigensinnig, menschenbezogen
Bewegungsbedarf Moderat – 2× 20–30 Min. täglich
Geeignet für Familien, Senioren, Stadtbewohner, Ersthundebesitzer

Geschichte: Vom kaiserlichen Palast ins Wohnzimmer

Die Geschichte des Mops reicht über 2.000 Jahre zurück. Ursprünglich in China als Begleithund des Kaiseradels gezüchtet, galten Möpse als Statussymbol der Oberschicht. Im 16. Jahrhundert brachten niederländische Händler die Rasse nach Europa, wo sie schnell die Herzen des europäischen Adels eroberte.

In den Niederlanden wurde der Mops zum Nationalhund, nachdem ein Mops namens Pompey das Leben von Wilhelm von Oranien gerettet haben soll, indem er ihn vor einem nächtlichen Überfall warnte. Auch Queen Victoria war eine begeisterte Mops-Züchterin und trug wesentlich zur Popularisierung der Rasse in England bei.

Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich der Mops vom Aristokraten-Hund zum Familienhund für alle. Seine kompakte Größe, sein unkompliziertes Wesen und sein ausdrucksstarkes Gesicht machten ihn zum idealen Begleiter für das Stadtleben. Heute gehört der Mops in Deutschland, Großbritannien und den USA zu den Top 20 der beliebtesten Rassen.

Charakter und Wesen: Mehr Persönlichkeit als Hund

Wer einen Mops kennt, weiß: Diese Rasse hat Charakter. Und zwar jede Menge davon.

Stärken

  • Menschenbezogen wie kaum eine andere Rasse – der Mops will bei dir sein, immer und überall. Er ist kein Hund für den Garten, sondern ein Hund für die Couch (und dein Bett, und dein Homeoffice)
  • Humorvoll und charmant – Möpse sind natürliche Entertainer. Ihre Mimik, ihre Geräusche, ihre Art sich zu bewegen – alles an ihnen bringt dich zum Lachen
  • Kinderfreundlich – geduldig, nicht aggressiv, robust genug zum Spielen. Einer der besten Familienhunde überhaupt
  • Anpassungsfähig – ob Stadtwohnung oder Landhaus, Einzelperson oder Großfamilie – der Mops passt sich an
  • Geringer Jagdtrieb – du musst dir keine Sorgen machen, dass dein Mops einem Hasen hinterherjagt. Dafür ist er zu… pragmatisch

Herausforderungen

  • Eigensinnig – Möpse sind intelligent, aber sie haben ihren eigenen Kopf. „Sitz" versteht er perfekt. Ob er es macht, ist eine andere Frage
  • Trennungsangst – als extrem menschenbezogene Rasse leidet der Mops, wenn er allein gelassen wird. Längere Abwesenheiten müssen langsam trainiert werden
  • Geräuschkulisse – Schnarchen, Grunzen, Schniefen, Schmatzen. Ein Mops ist kein leiser Mitbewohner. Das gehört dazu und hat seinen eigenen Charme
  • Futterneid – die meisten Möpse fressen alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Das macht Übergewicht zur größten Alltagsgefahr

Typisch Mops: Er wird dir beim Kochen folgen, dir beim Fernsehen den Platz streitig machen, neben dir schnarchen, während du arbeitest, und dich mit einem Blick ansehen, der gleichzeitig sagt: „Ich liebe dich" und „Hast du noch was zu essen?" Das ist kein Hund – das ist ein Mitbewohner mit Fell.

Gesundheit: Was du unbedingt wissen musst

Die Gesundheit ist das Thema beim Mops. Seine Beliebtheit hat leider zu einer Zucht geführt, die Aussehen über Funktion gestellt hat – mit Konsequenzen, die jeder verantwortungsvolle Besitzer kennen sollte.

Brachycephales Obstruktives Atemwegssyndrom (BOAS)

Das größte Gesundheitsthema beim Mops. Die verkürzte Schnauze führt zu verengten Atemwegen, was bedeutet:

  • Erschwertes Atmen, besonders bei Hitze und Anstrengung
  • Schnarchen und Röcheln (auch im Wachzustand)
  • Eingeschränkte Thermoregulation – der Mops kann nicht so effizient hecheln wie langschnäuzige Rassen
  • Erhöhtes Risiko für Hitzeschlag im Sommer

Was du tun kannst:

  • Tierarzt-Check: BOAS-Schweregrad beurteilen lassen (Grad 1–3). Bei Grad 2–3 kann eine OP die Lebensqualität massiv verbessern
  • Gewicht halten: Jedes Gramm zu viel verschlimmert die Atemprobleme
  • Hitze meiden: Ab 22–24 °C wird es für Möpse kritisch. Gassi nur morgens und abends
  • Geschirr statt Halsband: Ein Halsband drückt auf die ohnehin belastete Trachea. Ein Geschirr verteilt den Zug auf Brust und Rücken

Augenprobleme

Die großen, hervorstehenden Augen des Mops sind charmant – aber empfindlich:

  • Hornhautverletzungen durch die exponierte Position (Gras, Äste, andere Hunde)
  • Trockene Augen (Keratoconjunctivitis sicca) – die Augen produzieren zu wenig Tränenflüssigkeit
  • Entropium – das Lid rollt nach innen und die Wimpern reizen die Hornhaut
  • Pigmentkeratitis – dunkle Flecken auf der Hornhaut als Stressreaktion

Vorsorge: Tägliche Augenkontrolle, bei Rötung oder Trübung sofort zum Tierarzt. Spezielle Augentropfen können Trockenheit vorbeugen.

Hautfalten-Infektionen

Die charakteristischen Gesichtsfalten des Mops sind ein Brutgebiet für Bakterien und Hefepilze, wenn sie nicht regelmäßig gereinigt werden. Besonders die tiefe Nasenfalte ist anfällig für:

  • Intertrigo (Falten-Dermatitis) – gerötete, nässende, unangenehm riechende Haut in den Falten
  • Hefepilz-Infektionen (Malassezia)
  • Bakterielle Sekundärinfektionen

Vorsorge: Falten 2–3× pro Woche mit einem feuchten Tuch reinigen und anschließend gründlich trocknen. Bei Rötung oder Geruch: Tierarzt.

Übergewicht – die stille Gefahr

Über 60 % aller Möpse in Deutschland sind übergewichtig. Das ist keine Statistik – das ist eine Epidemie. Übergewicht bei Möpsen ist besonders gefährlich, weil es:

  • Die ohnehin eingeschränkte Atmung weiter verschlechtert
  • Gelenke belastet (Patellaluxation, Hüftprobleme)
  • Das Risiko für Diabetes und Herzerkrankungen erhöht
  • Die Lebenserwartung um 2–3 Jahre verkürzen kann

Idealgewicht: 6–8 kg. Du solltest die Rippen leicht ertasten (nicht sehen!) können. Wenn du von oben schaust, sollte eine Taille erkennbar sein. Bei Unsicherheit: Tierarzt fragen.

Weitere Gesundheitsthemen

  • Patellaluxation – die Kniescheibe springt aus der Führungsrinne (häufig bei kleinen Rassen)
  • Hemivertebrae – Fehlbildungen der Wirbelsäule, bedingt durch die Korkenzieherrute
  • Mops-Enzephalitis (PDE) – eine rassetypische, entzündliche Hirnerkrankung. Selten, aber ernst
  • Allergien – Möpse neigen zu Futtermittel- und Umweltallergien

Wichtig: Kaufe niemals einen Mops ohne den Gesundheitsstatus der Elterntiere zu kennen. Ein seriöser Züchter testet auf BOAS, Patellaluxation, Augenerkrankungen und PDE. Und: Ein Mops mit längerer Nase (Retromops/Altdeutscher Mops) atmet besser. Die Zucht bewegt sich in die richtige Richtung – unterstütze sie.

Ernährung: Was der Mops wirklich braucht

Die Ernährung ist beim Mops entscheidend – nicht nur für die Gesundheit, sondern vor allem für das Gewicht. Ein Mops, der 1 kg zu viel wiegt, hat proportional so viel Übergewicht wie ein Mensch mit 10 kg zu viel.

Grundregeln der Mops-Ernährung

  • Strenge Portionskontrolle – wiege das Futter ab, schätze nicht. Möpse sind Meister im Betteln und fressen immer „noch ein bisschen"
  • Hochwertiges Protein – mindestens 25–30 % tierisches Protein. Kein Füllstoff-Futter mit Getreide als Hauptzutat
  • Moderate Fettmenge – 10–15 % Fett reichen. Möpse sind keine Schlittenhunde
  • Allergiker-freundlich – viele Möpse reagieren auf Weizen, Mais oder bestimmte Proteinquellen. Ausschlussdiäten können helfen
  • Nassfutter kann sinnvoll sein – enthält mehr Feuchtigkeit und hat bei gleichem Volumen weniger Kalorien als Trockenfutter. Ideal für übergewichtige Möpse

Fütterungsempfehlung (Erwachsener Mops, 7 kg, normalaktiv):

Futterart Menge pro Tag Aufteilung
Trockenfutter 100–130 g 2× täglich
Nassfutter 300–400 g 2× täglich
Mischfütterung 50 g Trocken + 150 g Nass 2× täglich

Ein hochwertiges Nassfutter mit einer einzigen Proteinquelle kann besonders für allergiegeplagte Möpse die richtige Wahl sein. Noch mehr Details zur optimalen Mops-Ernährung, Diät-Tipps und Futterempfehlungen findest du in unserem separaten Mops Ernährung & Diät Guide.

Das richtige Geschirr für deinen Mops

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Pflege: Weniger Aufwand, als du denkst

Die Mops-Pflege ist überschaubar – mit einer wichtigen Ausnahme: den Falten. Hier ist dein Pflege-Fahrplan:

Faltenpflege (2–3× pro Woche)

  1. Feuchtes Tuch oder spezielle Falten-Reinigungstücher
  2. Vorsichtig in jede Falte gehen, besonders die tiefe Nasenfalte
  3. Gründlich trocknen – Feuchtigkeit in den Falten = Infektionsrisiko
  4. Bei Bedarf: Zinksalbe oder spezielle Faltencreme (Tierarzt fragen)

Fellpflege (1× pro Woche)

Möpse haben kurzes Fell, aber sie haaren erstaunlich viel. Regelmäßiges Bürsten mit einem Gummi-Striegel oder Furminator reduziert die Haare auf deiner Couch erheblich. Im Fellwechsel (Frühling/Herbst) am besten täglich bürsten.

Augenpflege (täglich)

Kurze Kontrolle: Sind die Augen klar? Kein Ausfluss, keine Rötung? Mit einem feuchten, fusselfreien Tuch vorsichtig Sekret aus den Augenwinkeln entfernen.

Krallenpflege (alle 3–4 Wochen)

Möpse laufen weniger als sportliche Rassen, weshalb die Krallen sich nicht so stark ablaufen. Regelmäßiges Kürzen verhindert Fehlstellungen und Schmerzen.

Zahnpflege (3× pro Woche)

Kleine Rassen neigen zu Zahnproblemen. Zahnbürste + Hunde-Zahnpasta oder Zahnpflege-Snacks. Ab dem 3. Lebensjahr: jährliche Zahnkontrolle beim Tierarzt.

Geschirr statt Halsband: Warum das beim Mops Pflicht ist

Beim Mops gibt es keine Diskussion: Geschirr ist Pflicht, Halsband ist tabu.

Der Grund ist simpel: Der Mops hat bereits eingeengte Atemwege durch seine Brachycephalie. Ein Halsband, das bei Zug auf die Trachea (Luftröhre) drückt, verschlimmert diese Problematik massiv. Im schlimmsten Fall kann ein Halsband bei einem Mops zu akuter Atemnot führen.

Worauf du beim Mops-Geschirr achten solltest:

  • Y-Form: Der Brustgurt verläuft zwischen den Vorderbeinen und verteilt den Zug auf Brustbein und Rücken – nicht auf den Hals
  • Atmungsaktives Material: Mesh-Gewebe statt schweres Nylon. Möpse überhitzen leicht – das Geschirr sollte Luft durchlassen
  • Leichtgewicht: Je weniger Gewicht am Körper, desto weniger zusätzliche Wärme
  • Clip-Verschluss: Kein Overhead-Design, bei dem du das Geschirr über den Kopf ziehen musst. Möpse mögen das nicht, und es drückt auf die empfindlichen Augen
  • Reflektoren: Für sichere Abendspaziergänge – gerade im Winter, wenn es früh dunkel wird

Ein gutes Geschirr für den Mops kostet zwischen 35 und 50 €. Vergleiche dazu die Geschirr-Empfehlungen für kleine Hunde. Für den Sommer ist ein spezielles Kühlgeschirr eine sinnvolle Ergänzung – es kühlt durch Verdunstung und hilft dem Mops bei der Thermoregulation.

Bewegung und Training: Das richtige Maß finden

Der Mops ist kein Sportler – aber er ist auch kein Couchpotato (auch wenn er einen überzeugend gibt). Regelmäßige, moderate Bewegung hält ihn fit, schlank und geistig ausgelastet.

Bewegungsplan für den erwachsenen Mops

Aktivität Dauer/Häufigkeit Hinweis
Spaziergang 2× 20–30 Min. täglich Morgens + abends, Schatten bevorzugen
Spielzeit 10–15 Min. täglich Kurze Sessions, nicht bei Hitze
Schnüffelspiele 5–10 Min. täglich Geistige Auslastung ohne Überanstrengung
Training 2–3× 5 Min. pro Woche Kurze Einheiten, viel Belohnung

Wichtig: Achte auf die Temperatur. Ab 22–24 °C wird es für Möpse kritisch. Im Sommer gilt: Nur morgens und abends raus, tagsüber drinnen bleiben. Möpse können nicht effizient hecheln – ihre verkürzte Schnauze macht die Kühlung über die Atemwege um 30–50 % weniger effizient als bei langschnäuzigen Rassen.

Training: Mit Humor und Geduld

Möpse sind intelligent, aber eigensinnig. Das klassische „Sitz-Platz-Fuß" lernen sie schnell – ob sie es auch ausführen, hängt davon ab, was du ihnen dafür anbietest.

Trainingstipps für Möpse:

  • Positive Verstärkung: Leckerlis funktionieren beim Mops wie sonst bei kaum einer Rasse. Aber: Kalorien der Leckerlis von der Tagesration abziehen!
  • Kurze Einheiten: 5 Minuten sind perfekt. Nach 10 Minuten schaltet der Mops mental ab
  • Konsequenz: Was einmal gilt, gilt immer. Möpse testen Grenzen charmant, aber hartnäckig
  • Kein Drill: Strenge und Lautstärke funktionieren beim Mops nicht. Er wird beleidigt und unkooperativ

Der Mops als Familienhund

Wenn es eine Rasse gibt, die wie geschaffen für Familien ist, dann der Mops. Und das sind keine leeren Worte – es gibt handfeste Gründe:

  • Geduld mit Kindern: Möpse tolerieren Gezerre, lautes Spielen und die manchmal ungeschickte Zuneigung von Kleinkindern besser als die meisten Rassen
  • Keine Aggression: Möpse sind genetisch auf Gesellschaft gezüchtet, nicht auf Wachsamkeit oder Verteidigung. Aggressives Verhalten ist extrem selten
  • Verträglich mit anderen Tieren: Die meisten Möpse kommen gut mit Katzen, anderen Hunden und sogar Kleintieren zurecht
  • Pflegeleicht im Alltag: Kein extremer Bewegungsdrang, kein Jagdtrieb, keine Zerstörungswut bei Langeweile
  • Kompakte Größe: Ideal für Stadtwohnungen. Kein Garten nötig, solange die Spaziergänge stimmen

Aber: Erkläre Kindern, dass der Mops kein Spielzeug ist. Seine Augen sind empfindlich, sein Rücken soll nicht übermäßig belastet werden, und seine Atemwege brauchen Respekt. Kinder ab 6 Jahren können lernen, den Mops richtig zu tragen (eine Hand unter der Brust, eine unter dem Po) und seine Ruhepausen zu akzeptieren.

Mops und Mehrhundehaltung: Viele Mops-Besitzer entscheiden sich irgendwann für einen zweiten Hund – und das kann eine hervorragende Idee sein. Möpse sind gesellig und profitieren von einem Hundekumpel, besonders wenn du tagsüber arbeiten musst. Die Kombination Mops + Mops funktioniert oft am besten, aber auch mit anderen kleinen, nicht zu energischen Rassen wie Französischen Bulldoggen harmonieren Möpse hervorragend. Wichtig: Der zweite Hund sollte ein ähnliches Energielevel haben. Ein Border Collie als Mops-Partner – das wird für beide frustrierend.

Kosten: Was ein Mops wirklich kostet

Die Anschaffung ist nur der Anfang. Hier ist eine realistische Kostenübersicht:

Kostenart Betrag Häufigkeit
Anschaffung (seriöser Züchter) 1.500–2.500 € Einmalig
Erstausstattung (Geschirr, Napf, Bett, Spielzeug) 200–400 € Einmalig
Futter (hochwertig) 50–80 € Monatlich
Tierarzt (Vorsorge, Impfungen) 200–400 € Jährlich
Versicherung (OP + Haftpflicht) 30–60 € Monatlich
Pflege (Krallen, Augen, Falten) 20–40 € Monatlich
Gesamt 1. Jahr ca. 3.500–5.500 €
Folgejahre ca. 1.200–2.200 € Jährlich

Nicht eingerechnet: Mögliche BOAS-OP (1.500–3.000 €), Augen-OPs, Zahnsanierungen oder andere rassetypische Behandlungen. Eine gute OP-Versicherung ist beim Mops keine Luxus-Ausgabe, sondern eine Notwendigkeit.

Beim Futter lässt sich mit einem Futter-Abo 20 % sparen – das sind bei einem Mops ca. 120–190 € pro Jahr.

Mops kaufen: Worauf du achten musst

Die Wahl des richtigen Züchters ist beim Mops wichtiger als bei fast jeder anderen Rasse. Der Grund: Unseriöse Zucht hat die Gesundheitsprobleme des Mops massiv verschärft.

Zeichen eines seriösen Mops-Züchters:

  • VDH/FCI-Mitgliedschaft oder anerkannter Rassezuchtverein
  • Gesundheitstests der Elterntiere: BOAS-Grad, Patellaluxation, Augenuntersuchung, PDE-DNA-Test
  • Möpse mit längerer Nase (Retromops-Einkreuzung) – ein Zeichen moderner, gesundheitsorientierter Zucht
  • Welpen werden frühestens mit 8 Wochen abgegeben, gechipt, geimpft, entwurmt
  • Du darfst die Elterntiere sehen und ihren Atemzustand beurteilen
  • Der Züchter stellt Fragen an dich – wer seine Welpen jedem verkauft, ist kein guter Züchter

Finger weg bei:

  • Welpen unter 800 € (deckt nicht mal die Gesundheitstests)
  • „Seltene Farben" (Merle, Brindle bei Möpsen = Qualzucht-Kreuzungen)
  • Online-Anzeigen ohne Besichtigung
  • Züchter, die keine Papiere vorlegen können

Alternative: Erwäge die Adoption eines Mops aus dem Tierschutz. Organisationen wie „Mops in Not" oder „Mops & Co." vermitteln Möpse, die ein neues Zuhause suchen. Adoptierte Möpse sind oft schon stubenrein, sozialisiert und dankbare Begleiter.

Mops-Mythen: Was stimmt und was nicht

Mythos Wahrheit
„Möpse sind dumm" Falsch. Sie sind intelligent, aber eigensinnig. Das sieht manchmal gleich aus, ist es aber nicht.
„Möpse brauchen keine Bewegung" Falsch. Sie brauchen moderate, regelmäßige Bewegung. Ohne werden sie übergewichtig und krank.
„Möpse sind Qualzucht" Teilweise. Extrem kurzschnäuzige Möpse haben Gesundheitsprobleme. Retromöpse mit längerer Nase sind ein gesunder Kompromiss.
„Möpse können nicht schwimmen" Stimmt meistens. Ihre Körperform macht Schwimmen schwierig und gefährlich. Immer Schwimmweste und Aufsicht.
„Möpse stinken" Nur bei mangelnder Faltenpflege. Regelmäßige Reinigung = kein Geruch.

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Fazit: Der Mops – ein Hund mit Seele

Der Mops ist kein perfekter Hund. Er hat gesundheitliche Einschränkungen, er schnarcht, er haart, er bettelt um Futter und er wird dich mit seiner Sturheit manchmal zur Verzweiflung treiben.

Aber er ist ein Hund, der dich bedingungslos liebt. Der sich an dich kuschelt, wenn du traurig bist. Der dich mit seinem komischen Watschelgang zum Lachen bringt. Der für dich da ist – immer, egal was passiert.

Wenn du bereit bist, auf seine Gesundheit zu achten, sein Gewicht zu kontrollieren, seine Falten zu pflegen und ihm das richtige Geschirr zu geben – dann ist der Mops einer der loyalsten, charmantesten und liebenswertesten Begleiter, die du dir vorstellen kannst.

Achte auf verantwortungsvolle Zucht, investiere in gute Tierarztvorsorge und genieße jeden Tag mit deinem Mops. Er wird es dir mit einem Blick danken, der mehr sagt als tausend Worte.

Weiterführende Artikel

Alles zur optimalen Mops-Ernährung – Futtermenge, Gewichtskontrolle und Allergien – findest du in unserem Mops Ernährungs-Guide 2026.

Inhalt

Häufig gestellte Fragen.Alle Antworten auf einen Blick.

Wie alt wird ein Mops?
21:58
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Vorlesen

Ein gesunder Mops wird 12–15 Jahre alt. Die Lebenserwartung hängt stark von der Zuchtlinie, dem Gewicht und der tierärztlichen Vorsorge ab. Übergewichtige Möpse mit schwerer Brachycephalie haben eine deutlich geringere Lebenserwartung.

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Sind Möpse Qualzucht?
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Vorlesen

Extrem kurzschnäuzige Möpse mit schweren Atemproblemen gelten als Qualzucht. Die moderne Zucht bewegt sich jedoch in Richtung gesünderer Möpse mit längeren Nasen (Retromops). Achte beim Kauf auf VDH-Züchter, die auf BOAS testen.

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Welches Geschirr ist für Möpse am besten?
21:58
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Für Möpse eignet sich ein leichtes Y-Geschirr aus atmungsaktivem Mesh-Material am besten. Es verteilt den Zug auf Brust und Rücken statt auf den empfindlichen Hals. Ein Halsband ist beim Mops tabu.

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Wie viel kostet ein Mops vom Züchter?
21:58
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Ein Mops von einem seriösen VDH-Züchter kostet zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Finger weg von Angeboten unter 800 Euro – seriöse Zucht hat ihren Preis. Adoption über Mops-Rettungsorganisationen ist eine gute Alternative.

21:58
Wie pflege ich die Falten meines Mops?
21:58
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Die Gesichtsfalten sollten 2–3 Mal pro Woche mit einem feuchten, fusselfreien Tuch gereinigt und anschließend gründlich getrocknet werden. Besonders die tiefe Nasenfalte ist anfällig für Bakterien und Hefepilze.

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Vertragen sich Möpse mit Kindern und anderen Haustieren?
21:58
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Ja, Möpse sind hervorragende Familienhunde. Sie sind geduldig mit Kindern, nicht aggressiv und vertragen sich in der Regel gut mit anderen Hunden und Katzen.

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