Ab 25 °C wird es für Hunde kritisch, ab 30 °C gefährlich – besonders für brachycephale Rassen wie Mops und Französische Bulldogge. Dieser Guide zeigt dir die 12 wichtigsten Maßnahmen, um deinen Hund sicher durch den Sommer 2026 zu bringen: von Gassi-Zeiten über Pfotenschutz bis zum Erkennen eines Hitzeschlags.
Warum Hunde im Sommer besonders gefährdet sind
Hunde können nicht schwitzen – jedenfalls nicht so wie wir. Ihre einzige Möglichkeit der Thermoregulation ist das Hecheln: Sie atmen schnelle, flache Atemzüge und verdunsten Feuchtigkeit über Zunge und Atemwege. Dazu kommen ein paar wenige Schweißdrüsen an den Pfotenballen. Das war's.
Bei Temperaturen über 25 °C reicht dieses System oft nicht mehr aus, vor allem wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Der Körper heizt sich auf, die Organe geraten unter Stress, und im schlimmsten Fall droht ein Hitzeschlag – eine lebensbedrohliche Notfallsituation mit einer Sterblichkeit von bis zu 50 %, selbst bei sofortiger Behandlung.
Besonders gefährdet sind:
- Brachycephale Rassen (Mops, Französische Bulldogge, Englische Bulldogge, Pekinese) – ihre verkürzten Atemwege machen das Hecheln weniger effizient
- Übergewichtige Hunde – Fettgewebe isoliert und verhindert Wärmeabgabe
- Senioren und Welpen – weniger effiziente Thermoregulation
- Hunde mit dichtem, dunklem Fell – absorbieren mehr Sonnenstrahlung
- Hunde mit Herz- oder Atemwegserkrankungen – eingeschränkte Kompensationsfähigkeit
Die gute Nachricht: Mit den richtigen Vorkehrungen kannst du deinen Hund zuverlässig schützen. Kein teures Equipment nötig – aber Wissen und Konsequenz.

Die richtige Gassi-Zeit: Wann raus, wann nicht
Die wichtigste Regel im Sommer ist gleichzeitig die einfachste: Verlege Spaziergänge auf die kühlen Tageszeiten.
| Uhrzeit | Temperatur (typisch Juli/Aug) | Empfehlung |
|---|---|---|
| 05:00–08:00 | 16–20 °C | Ideale Gassi-Zeit – ausgedehnte Runde |
| 08:00–10:00 | 20–25 °C | Kürzere Runde, Schatten bevorzugen |
| 10:00–17:00 | 25–35+ °C | Nur kurze Pinkelpausen, kein Sport |
| 17:00–19:00 | 25–30 °C | Asphalt-Test! Nur wenn Boden kühl genug |
| 19:00–22:00 | 20–25 °C | Zweite Hauptrunde – Schatten, Wasser mitnehmen |
Der 7-Sekunden-Asphalt-Test: Lege deinen Handrücken 7 Sekunden auf den Asphalt. Wenn du nicht durchhältst, ist es für Hundepfoten definitiv zu heiß. Asphalt kann bei 30 °C Lufttemperatur bis zu 60 °C heiß werden – das verbrennt Pfotenballen in Sekunden.
Tipp: Im Sommer lohnt es sich, den Wecker eine Stunde früher zu stellen. Dein Hund wird es dir danken – und die morgendliche Stille hat auch für dich ihren Reiz.
Pfotenschutz: Verbrennungen vermeiden
Verbrannte Pfotenballen gehören zu den häufigsten Sommer-Verletzungen beim Hund. Das Tückische: Hunde zeigen den Schmerz oft erst, wenn die Verletzung bereits da ist.
Heiße Oberflächen – eine Übersicht:
| Oberfläche | Temperatur bei 30 °C Luft | Risiko |
|---|---|---|
| Dunkler Asphalt | 55–62 °C | Verbrennung in 60 Sekunden |
| Heller Beton | 45–52 °C | Schmerzhaft nach 2–3 Minuten |
| Sand | 50–58 °C | Verbrennung möglich |
| Gras / Erde | 28–35 °C | Sicher |
| Waldweg | 22–28 °C | Ideal |
So schützt du die Pfoten:
- Gras und Waldwege bevorzugen – der naheliegendste und beste Schutz
- Pfotenbalsam auftragen – vor dem Gassi, schützt und pflegt die Ballen
- Hundeschuhe – bei unvermeidbaren Asphalt-Strecken (Tierarztbesuch, Stadtspaziergang)
- Pfoten nach dem Spaziergang kontrollieren – Risse, Rötungen, Blasen?
Woran du verbrannte Pfoten erkennst: Dein Hund humpelt, leckt intensiv an den Pfoten, will nicht weiterlaufen, oder die Ballen sind gerötet, rissig oder blasig. Bei Verdacht: sofort kühlen (fließendes, lauwarmes Wasser – nicht eiskalt!) und zum Tierarzt.
Wasser: Die wichtigste Sommer-Ressource
Ein Hund braucht im Sommer 50–100 % mehr Wasser als im Winter. Bei einem 10-kg-Hund sind das statt 500 ml schnell 800–1.000 ml pro Tag. An Hitzetagen auch mehr.
Trink-Strategie für den Sommer:
- Immer frisches Wasser bereitstellen – mehrmals täglich wechseln (wird im Sommer schnell warm und bakteriell belastet)
- Reisenapf mitnehmen – auf jedem Spaziergang. Faltbare Silikon-Näpfe wiegen nichts
- Trinkstationen einrichten – Napf in jedem Raum, einer draußen im Schatten
- Wasser schmackhaft machen – ein Schuss Brühe (ungesalzen!) oder Leberwurstbrühe motiviert trinkfaule Hunde
- Eiswürfel als Snack – ein paar Eiswürfel ins Wasser oder als Leckerli. Vorsicht: nicht zu viele auf einmal (Magenkrämpfe)
Warnsignal Dehydration: Die Hautfaltenprobe – ziehe vorsichtig eine Hautfalte im Nacken hoch. Wenn sie sich nicht sofort zurückfaltet, ist dein Hund dehydriert. Weitere Zeichen: trockene Nase, eingesunkene Augen, dunkler Urin, Lethargie.
Abkühlung: Was wirklich hilft (und was nicht)
Nicht jede Abkühlungsmethode ist gleich sinnvoll. Einige können sogar schaden.
Effektive Abkühlung:
- Nasses Handtuch auf den Bauch – dort sind die Blutgefäße nah an der Oberfläche. Effektiver als auf dem Rücken (Fell isoliert)
- Pfoten befeuchten – über die Pfotenballen wird tatsächlich Wärme abgegeben
- Planschbecken im Garten – flaches Wasser, handwarm, im Schatten
- Atmungsaktives Geschirr – statt schwerem Leder oder Nylon: Mesh-Materialien, die Luft an den Körper lassen
- Kühlmatte – druckaktivierte Gel-Matten, die ohne Strom funktionieren
- Ventilator – gut für Luft am Bauch, wenn der Hund auf kühlem Boden liegt
Was du NICHT tun solltest:
- Eiskaltes Wasser über den Hund gießen – kann einen Kreislaufschock auslösen. Immer lauwarm starten
- Hund komplett scheren – das Fell schützt auch vor Sonne! Höchstens trimmen, nie auf die Haut
- Nasses Handtuch auf dem Hund liegen lassen – wird warm und staut die Hitze. Regelmäßig austauschen
Atmungsaktiv durch den Sommer
Das Kühlgeschirr Air Mesh Pro ist aus temperaturregulierendem Mesh-Material – leichter und luftiger als jedes Standard-Geschirr. Für Spaziergänge an warmen Tagen.
Kühlgeschirr Air Mesh Pro entdecken →Hitzeschlag erkennen: Die Symptome, die du kennen musst
Ein Hitzeschlag ist ein medizinischer Notfall. Die Körpertemperatur steigt über 41 °C (normal: 38–39 °C), und die Organe beginnen zu versagen. Du hast Minuten, nicht Stunden.
Frühwarnzeichen (sofort reagieren!):
- Übermäßiges, lautes Hecheln
- Starkes Speicheln (zähflüssig, schaumig)
- Dunkelrotes Zahnfleisch und Zunge
- Unruhe, Taumeln, Orientierungslosigkeit
- Erbrechen oder Durchfall
Spätsymptome (lebensbedrohlich!):
- Kollaps, Bewusstlosigkeit
- Krämpfe
- Blaue oder graue Schleimhäute
- Blutiger Durchfall
Erste Hilfe bei Hitzeschlag:
- Sofort in den Schatten / kühlen Raum
- Lauwarmes (nicht eiskaltes!) Wasser über Bauch, Pfoten und Innenschenkel laufen lassen
- Wasser anbieten – aber nicht zwingen zu trinken
- Luft zufächeln – erhöht die Verdunstungskühlung
- SOFORT zum Tierarzt – auch wenn es besser aussieht. Organschäden zeigen sich erst Stunden später
Wichtig: Stecke den Hund NICHT in kaltes Wasser oder in eine Badewanne mit Eis. Der thermische Schock kann tödlich sein. Langsames Abkühlen rettet Leben.
Vorsorge-Tipp: Packe eine Sommer-Notfall-Tasche für unterwegs: faltbarer Wassernapf, Flasche Wasser, feuchtes Handtuch in einer Zip-Tüte, die Nummer deines Tierarztes und die nächste Tierklinik mit 24h-Notdienst. Im Ernstfall zählt jede Minute – und wer vorbereitet ist, handelt schneller.
Prävention durch Fitness: Ein gut trainierter, normalgewichtiger Hund kommt deutlich besser mit Hitze klar als ein übergewichtiger oder unsportlicher. Halte deinen Hund ganzjährig in Form, dann ist der Sommer nur eine Anpassung – kein Überlebenskampf. Besonders bei Rassen mit Neigung zu Übergewicht (Dackel, Beagle, Labrador) lohnt sich eine regelmäßige Gewichtskontrolle.
Auto im Sommer: Null Toleranz
Jedes Jahr sterben Hunde in überhitzten Autos. Jedes einzelne Mal war es vermeidbar.
| Außentemperatur | Innentemperatur nach 10 Min. | Nach 30 Min. |
|---|---|---|
| 22 °C | 32 °C | 40 °C |
| 26 °C | 36 °C | 48 °C |
| 30 °C | 42 °C | 56 °C |
| 35 °C | 48 °C | 65 °C |
Die Fakten:
- Ein leicht geöffnetes Fenster macht keinen relevanten Unterschied
- Im Schatten parken hilft minimal – die Sonne wandert
- Selbst bei 22 °C Außentemperatur kann ein Auto zur Todesfalle werden
- Schon nach 10 Minuten kann ein Hund Organschäden erleiden
Regel: Lasse deinen Hund NIE alleine im Auto. Nicht für 5 Minuten, nicht mit offenem Fenster, nicht im Schatten. Wenn du einen Hund in einem überhitzten Auto siehst: Polizei oder Feuerwehr rufen (110/112). In akuter Lebensgefahr darfst du die Scheibe einschlagen – dokumentiere die Situation vorher (Fotos, Zeugen).
Garten und Balkon: Sommer-Gefahren zu Hause
Nicht nur draußen lauern Gefahren – auch der eigene Garten und Balkon brauchen einen Sommer-Check.
Garten-Gefahren:
- Giftpflanzen: Oleander, Engelstrompete, Fingerhut, Goldregen und Eibe sind im Sommer in voller Blüte – und für Hunde potenziell tödlich. Prüfe deinen Garten und entferne giftige Pflanzen aus der Reichweite
- Dünger und Pestizide: Frisch gedüngter Rasen ist für Hunde tabu. Warte mindestens 48 Stunden nach dem Düngen, bevor dein Hund wieder auf den Rasen darf
- Grill: Heiße Kohle, herunterfallendes Fleisch, Grillspieße – halte deinen Hund vom Grill fern. Hühnerknochen vom Grill splittern und können den Darm perforieren
- Planschbecken: Gut als Abkühlung, aber Wasser täglich wechseln (Algenwachstum, Moskito-Larven). Kein stehendes Wasser über Nacht
- Insekten: Bienen- und Wespenstiche sind schmerzhaft und können bei allergischen Hunden lebensbedrohlich sein. Stiche im Maulbereich: sofort zum Tierarzt (Schwellungsgefahr der Atemwege)
Balkon-Sicherheit:
- Kein direkter Sonnenzugang ohne Rückzugsmöglichkeit in den Schatten
- Sonnensegel oder Markise schaffen kühle Zonen
- Balkonpflanzen auf Giftigkeit prüfen (Geranien und Lavendel sind sicher, Lilien nicht)
- Wassernapf permanent auf dem Balkon bereitstellen – im Schatten, nicht in der Sonne

Reisen mit Hund im Sommer
Sommerurlaub mit Hund erfordert Extra-Planung. Ob Autoreise an die Ostsee oder Wohnmobil-Tour durch Südeuropa – Hitze im Fahrzeug und am Urlaubsort ist das größte Risiko.
Autofahrt-Tipps:
- Klimaanlage: Auf 20–22 °C einstellen, Luftstrom nicht direkt auf den Hund richten
- Pausen alle 2 Stunden: Wasser anbieten, Beine vertreten – aber nur im Schatten
- Fahrt am frühen Morgen starten: Die kühlsten Stunden nutzen
- Sonnenschutz-Folie an den Seitenfenstern, wenn der Hund hinten liegt
- Transportbox kühlen: Feuchtes Handtuch über die Box legen (nicht komplett abdichten – Luftzirkulation!)
Am Urlaubsort:
- Unterkunft mit Klimaanlage oder kühlem Steinboden bevorzugen
- Strand-Regeln: Kein Salzwasser trinken lassen (Durchfall, Dehydration). Frisches Wasser mitnehmen. Sand kann Pfoten verbrennen – gleiche Regeln wie bei Asphalt
- Quallen und Seeigel meiden – Hunde schnüffeln neugierig an allem
- Lokale Tierarzt-Adresse vor Reiseantritt raussuchen und abspeichern – idealerweise eine Klinik mit Notdienst rund um die Uhr
Wichtig: In Südeuropa (Italien, Spanien, Griechenland) können Temperaturen von 40 °C+ auftreten. Für brachycephale Rassen ist das lebensbedrohlich – überlege, ob ein solches Reiseziel für deinen Frenchie oder Mops wirklich geeignet ist.
Fütterung im Sommer: Weniger ist mehr
Bei Hitze haben die meisten Hunde weniger Appetit – das ist normal und kein Grund zur Sorge. Der Körper fährt den Stoffwechsel herunter, um weniger Wärme zu produzieren.
Sommer-Fütterungstipps:
- Portionen leicht reduzieren – 10–15 % weniger als im Winter
- Auf Morgen- und Abendfütterung umstellen – nicht in der Mittagshitze füttern
- Nassfutter bevorzugen – enthält mehr Feuchtigkeit (70–80 % vs. 10 % bei Trockenfutter) und unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme
- Futter im Kühlschrank lagern – angebrochenes Nassfutter verdirbt im Sommer schneller
- Frisches Obst als Snack – Wassermelone (ohne Kerne), Gurke, Blaubeeren. Natürliche Erfrischung
- Gefrorene Kong-Füllung – Hüttenkäse, Banane und etwas Leberwurst einfrieren. Beschäftigt und kühlt
Wenn dein Hund ein Futter-Abo hat, musst du die Lieferintervalle im Sommer eventuell anpassen – kleinere Mengen, dafür häufiger, damit das Futter nicht zu lange offen steht.
Bewegung und Sport: Runterschrauben, nicht streichen
Dein Hund braucht auch im Sommer Bewegung – aber anders als im Frühling oder Herbst.
Sommer-Bewegungsregeln:
- Intensives Training (Agility, Joggen, Radfahren) nur vor 8 Uhr oder nach 20 Uhr
- Schwimmen ist die perfekte Sommer-Aktivität – gelenkschonend und kühlend. Aber: auf Blaualgen achten (Warnschilder an Seen beachten!)
- Schnüffelspiele statt Rennspiele – geistige Auslastung produziert weniger Körperwärme
- Indoor-Training – Tricks üben, Suchspiele, interaktive Futterspielzeuge
- Kurze Runden, dafür öfter – 3× 15 Minuten statt 1× 45 Minuten
Achte besonders auf Hunde, die nicht von selbst aufhören: Retriever, Border Collies und Terrier laufen auch bei 35 °C dem Ball hinterher, bis sie umfallen. Du bist die Vernunft.
Wassersport als Alternative: Wenn dein Hund gerne schwimmt, ist der Sommer die perfekte Zeit. Seen, ruhige Flussabschnitte oder das Meer bieten natürliche Abkühlung bei gleichzeitiger Bewegung. Beachte aber: Nach dem Schwimmen in Salzwasser gründlich mit Süßwasser abspülen (Salz trocknet Haut und Fell aus). In stehenden Gewässern auf Blaualgen-Warnungen achten – die Toxine können für Hunde tödlich sein. Und: Nicht jeder Hund ist ein natürlicher Schwimmer. Manche Rassen (Dackel, Bulldoggen, Basset Hounds) haben einen ungünstigen Körperbau fürs Schwimmen. Eine Hunde-Schwimmweste gibt Sicherheit, bis du weißt, wie gut dein Hund im Wasser zurechtkommt.
Sonnenbrand beim Hund: Ja, das gibt es
Hunde mit heller Haut, dünnem Fell oder haarlosen Stellen (Nase, Ohrenspitzen, Bauch) können Sonnenbrand bekommen. Betroffen sind besonders:
- Dalmatiner, Bullterrier, Whippet, Weimaraner (helles Fell)
- Hunde mit Scherstellen oder narbigen Stellen
- Nasen- und Ohrenspitzen bei allen Rassen
Schutz: Spezielle Hunde-Sonnencreme (ohne Zinkoxid und Duftstoffe!) auf exponierte Stellen auftragen. Alternativ: ein leichtes UV-Schutz-Shirt für den Rumpf. Und: Mittagssonne meiden.
Das richtige Geschirr für den Sommer
Was viele nicht bedenken: Auch das Geschirr beeinflusst, wie gut dein Hund mit Hitze klarkommt. Ein schweres, eng anliegendes Geschirr aus Nylon oder Leder staut Wärme am Brustkorb – genau dort, wo der Hund sie loswerden muss.
Worauf es im Sommer ankommt:
- Atmungsaktives Material – Mesh-Gewebe lässt Luft zirkulieren und leitet Schweiß ab
- Geringes Gewicht – je leichter, desto weniger zusätzliche Wärme
- Helle Farben – reflektieren Sonnenlicht statt es zu absorbieren
- Schnelles An-/Ausziehen – Clip-Verschluss statt Overhead-Design
- Gute Belüftung am Bauch – der Bauch ist die natürliche Kühlfläche des Hundes
Wenn du für die Sommermonate ein dediziertes Kühlgeschirr suchst: Wir haben den Air Mesh Pro speziell für warme Tage optimiert – atmungsaktives 3D-Mesh, unter 100 g Gewicht, mit 360°-Reflektoren für abendliche Spaziergänge.
Brachycephale Rassen: Extra-Vorsicht für Mops, Frenchie & Co.
Für Französische Bulldoggen, Möpse und andere kurzschnäuzige Rassen ist Hitze nicht nur unangenehm – sie ist potenziell lebensbedrohlich. Ihre verkürzten Atemwege bedeuten:
- Hecheln ist 30–50 % weniger effizient als bei langschnäuzigen Hunden
- Die Überhitzungs-Schwelle liegt 3–5 °C niedriger
- Bereits bei 22–24 °C können Atemprobleme auftreten
Extra-Maßnahmen für brachycephale Hunde:
- Gassi nur morgens und spätabends – mittags komplett drin bleiben
- Klimatisierter Raum – wenn möglich, Zugang zu einem kühlen Raum sicherstellen
- Kein Maulkorb bei Hitze – behindert das Hecheln zusätzlich
- Gewicht optimieren – jedes Kilo zu viel verschärft das Problem massiv
- Tierarzt-Check vor dem Sommer – Atemwege beurteilen lassen, ggf. OP-Optionen besprechen
Wenn dein Mops oder Frenchie bei Wärme auffällig laut röchelt, blaue Schleimhäute zeigt oder unruhig wird: sofort rein, kühlen, Tierarzt anrufen.
Sommer-Checkliste: Die 12 wichtigsten Regeln auf einen Blick
| # | Regel | Warum |
|---|---|---|
| 1 | Gassi vor 8 Uhr und nach 20 Uhr | Niedrigste Temperaturen + kühler Boden |
| 2 | 7-Sekunden-Asphalt-Test | Verhindert Pfoten-Verbrennungen |
| 3 | Immer Wasser mitnehmen | Dehydration vorbeugen |
| 4 | NIE im Auto lassen | Lebensgefahr ab 10 Minuten |
| 5 | Atmungsaktives Geschirr tragen | Wärmestau am Brustkorb verhindern |
| 6 | Bauch kühlen, nicht Rücken | Effektivste Kühlfläche des Hundes |
| 7 | Kein eiskaltes Wasser | Kreislaufschock-Risiko |
| 8 | Fell NICHT komplett scheren | Fell schützt auch vor Sonne |
| 9 | Futter-Menge reduzieren | Weniger Stoffwechsel = weniger Körperwärme |
| 10 | Sonnencreme auf helle Stellen | Hunde bekommen Sonnenbrand |
| 11 | Hitzeschlag-Symptome kennen | Minuten entscheiden über Leben und Tod |
| 12 | Brachycephale Rassen extra schützen | 30–50 % weniger effiziente Kühlung |
Sicher durch den Sommer – mit dem richtigen Geschirr
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Fazit: Sommer genießen – mit Plan
Der Sommer muss für deinen Hund keine Belastung sein. Mit ein paar einfachen Anpassungen – früher aufstehen, mehr Wasser, das richtige Geschirr, Pfoten schützen – wird die warme Jahreszeit zu einer guten Zeit für euch beide.
Die wichtigste Erkenntnis: Prävention schlägt Erste Hilfe. Wer die Temperatur-Grenzen kennt, die Gassi-Zeiten anpasst und sein Equipment auf den Sommer abstimmt, muss sich um Hitzeschläge keine Sorgen machen.
Und vergiss nicht: Der Sommer hat auch wunderschöne Seiten für dich und deinen Hund. Lange Abende im Park, frühmorgens an den See, Schwimmen im Fluss, gemeinsam auf der Terrasse chillen. Es geht nicht darum, deinen Hund einzusperren – es geht darum, die warmen Monate klug zu nutzen. Mit dem Wissen aus diesem Guide bist du bestens vorbereitet. Genieß den Sommer – dein Hund wird es dir mit glücklichem Schwanzwedeln danken.
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