06. März 2026

Was kostet ein Welpe? Alle Kosten im ersten Jahr (2026)

8 Min. Lesezeit
Welpe Portrait in einem hellen skandinavischen Wohnzimmer

Ein Welpe kostet im ersten Jahr zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Anschaffungspreis nicht eingerechnet. Die größten Posten: Futter (400-1.000 €/Jahr), Tierarzt (300-600 € im ersten Jahr inkl. Impfungen), Erstausstattung (200-500 €) und Versicherung (180-600 €/Jahr). Große Rassen kosten mehr als kleine, vor allem beim Futter.

„Was kostet ein Hund?", die Frage, die dir dein Herz nicht stellt, dein Konto aber schon. Du willst einen Welpen, das steht fest. Aber du willst auch ehrlich wissen, was auf dich zukommt. Nicht die geschönten „ab 50 Euro im Monat"-Angaben von Züchter-Websites, sondern die echten Zahlen.

Dieser Artikel rechnet das erste Jahr mit einem Welpen komplett durch. Mit konkreten Zahlen für 2026, aufgeschlüsselt nach klein, mittel und groß. Inklusive der Kosten, die gerne vergessen werden. Hundeschule, Haftpflicht, die kaputte Couch.

Was kostet die Anschaffung eines Welpen?

Der Kaufpreis schwankt enorm, abhängig davon, woher dein Welpe kommt:

Herkunft Kosten (2026) Was ist enthalten
Tierheim / Tierschutz 150-350 € Schutzgebühr, oft geimpft, gechipt, kastriert
Seriöser Züchter (VDH) 1.000-2.500 € Stammbaum, Gesundheitstests, Grundimpfung, Chip
Modische Rassen (Frenchie, Pomsky) 2.000-4.000 € Hohe Nachfrage treibt den Preis
Privatverkauf / Kleinanzeigen 300-1.500 € Oft ohne Papiere, Gesundheitscheck unsicher

Die Warnung muss sein: Welpen unter 500 Euro von Privatanbietern sind fast immer ein Risiko. Illegale Welpenhändler (der Deutsche Tierschutzbund warnt seit Jahren vor dem Geschäft) sparen an Impfungen, Sozialisierung und Gesundheitstests. Was du am Kaufpreis sparst, zahlst du dreimal beim Tierarzt.

Und ja, die Preise sind in den letzten Jahren gestiegen. Laut VDH lag der Durchschnittspreis für einen Rassewelpen 2024 bei etwa 1.800 Euro. Beliebte Rassen wie Französische Bulldogge, Labrador oder Golden Retriever liegen eher bei 2.000-2.500 Euro. Seltene Farben (Merle, Blue) treiben den Preis weiter hoch, ohne dass der Hund dadurch gesünder wäre. Im Gegenteil: Merle-Verpaarungen bergen ernsthafte genetische Risiken.

Was kostet die Erstausstattung für einen Welpen?

Zwischen 200 und 500 Euro, je nachdem ob du beim Discounter oder beim Fachhandel kaufst. Hier die realistische Aufstellung:

Posten Günstig Premium
Geschirr + Leine 25 € 60-90 €
Hundebett / Box 30 € 80-150 €
Näpfe (2x) 10 € 30 €
Transportbox 30 € 80 €
Spielzeug (Grundset) 15 € 40 €
Pflegeprodukte 20 € 50 €
Kotbeutel, Feuchttücher 10 € 20 €
Gesamt ~140 € ~460 €

Unsere ehrliche Empfehlung bei Dogs Supreme: Beim Geschirr nicht sparen, ein schlecht sitzendes Geschirr kann bei Welpen Haltungsschäden verursachen. Beim Hundebett hingegen reicht am Anfang die günstige Variante, der Welpe kaut es ohnehin an.

Was viele vergessen: Welpen wachsen schnell. Ein Geschirr für einen 8-Wochen-Welpen passt mit 5 Monaten nicht mehr. Mitwachsende Geschirre mit verstellbaren Gurten sparen langfristig Geld. Die Transportbox sollte gleich in der finalen Größe gekauft werden, für die Autofahrt reicht am Anfang ein Trennwand-Einsatz. Die komplette Ausstattungsliste findest du in unserer Erstausstattung-Checkliste.

Wie viel kostet ein Hund im Monat?

Die laufenden monatlichen Kosten liegen für die meisten Hundebesitzer zwischen 100 und 250 Euro. Hier die Aufschlüsselung nach Hundegröße:

Kostenart Klein (<10 kg) Mittel (10-25 kg) Groß (>25 kg)
Futter 30-50 € 50-70 € 70-100 €
Snacks & Kauartikel 10-15 € 15-25 € 20-35 €
Haftpflichtversicherung 5-8 € 5-8 € 5-8 €
Krankenversicherung (optional) 20-40 € 25-50 € 30-60 €
Hundesteuer 5-15 € 5-15 € 5-15 €
Hundeschule (im 1. Jahr) 15-30 € 15-30 € 15-30 €
Rücklagen Tierarzt 15-25 € 20-30 € 25-40 €
Gesamt pro Monat 100-180 € 135-230 € 170-290 €
Gesamt pro Jahr 1.200-2.160 € 1.620-2.760 € 2.040-3.480 €

Der größte Einzelposten ist Futter. Und hier lohnt sich Qualität. Premium-Welpenfutter wie Josera YoungStar (getreidefrei, ab ca. 5 €/kg) oder Josera Kids (mit Geflügel und Reis, ab ca. 4 €/kg) kostet pro Tag zwischen 1 und 3 Euro je nach Rassegröße. Das klingt nach wenig, summiert sich aber über ein Jahr auf 400-1.000 Euro. Billiges Futter spart am falschen Ende, minderwertige Zutaten führen häufiger zu Allergien, Durchfall und Tierarztbesuchen. Die Rechnung geht selten auf. Unser Welpenfutter Ratgeber hilft bei der Auswahl.

Welche Tierarztkosten fallen im ersten Jahr an?

Das erste Jahr ist teurer als die Folgejahre, wegen Grundimmunisierung, Chip und eventueller Kastration.

Leistung Kosten (2026, GOT) Wann
Grundimmunisierung (3 Impfungen) 120-200 € Woche 8, 12, 16
Chip implantieren 30-50 € Oft schon beim Züchter
Entwurmung (4x im 1. Jahr) 40-80 € Alle 3 Monate
Gesundheitscheck (2x) 40-80 € Beim Einzug + mit 6 Monaten
Kastration (optional) 200-600 € Ab 6-12 Monaten
Unvorhergesehenes (Durchfall, Verletzung) 100-500 € Jederzeit
Gesamt ohne Kastration 330-910 €

Seit der Reform der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) 2022 sind die Mindestgebühren deutlich gestiegen, laut Bundestierärztekammer um durchschnittlich 20 %. In Großstädten wie München, Hamburg oder Berlin rechnen Praxen oft zum 2- oder 3-fachen GOT-Satz ab. Ein einfacher Gesundheitscheck, der auf dem Land 30 Euro kostet, kann in München-Schwabing bei 90 Euro liegen.

Der Punkt, der gerne übersehen wird: Kastration. Die Kosten hängen stark vom Geschlecht ab. Rüden: 200-350 Euro, Hündinnen: 400-600 Euro (Bauchoperation). Ob und wann kastriert wird, ist eine medizinische und persönliche Entscheidung, aber die Kosten sollten eingeplant sein. Ohne Kastration fallen dafür eventuell Kosten für Läufigkeitshosen oder erhöhte Hundesteuer an (manche Gemeinden erheben Aufschläge für unkastrierte Rüden). Rücklage bilden ist keine Option, sondern Pflicht.

Welche Kosten werden oft vergessen?

Die Klassiker, die im Budget fehlen:

  • Hundesteuer: 60-180 € pro Jahr, je nach Gemeinde. In manchen Städten sind „Listenhunde" nochmal teurer. Anmeldung innerhalb von 2 Wochen nach Einzug Pflicht
  • Hundehaftpflicht: 60-100 € pro Jahr. In vielen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen) gesetzlich vorgeschrieben. Wir empfehlen sie überall, ein Unfall mit Personenschaden kann Millionen kosten
  • Hundeschule: 150-400 € im ersten Jahr (Welpenspielstunde + Grundkurs). Kein Luxus, sondern Investition in einen sozialverträglichen Hund. Einzelstunden beim Hundetrainer kosten 50-100 €/Stunde, bei Verhaltensproblemen summiert sich das schnell
  • Urlaubsbetreuung: Hundesitter (15-25 €/Tag) oder Hundepension (25-45 €/Tag). Zwei Wochen Urlaub: 200-630 €. Wer zwei Mal im Jahr verreist, hat schnell 500-1.200 € zusätzlich im Jahr
  • Zerstörung: Klingt lustig, kostet Geld. Schuhe, Kabel, Couchkissen, Teppiche. Im ersten Jahr kalkuliere 100-300 € für „Welpenschäden". Ein Tipp: Kabel mit Kabelkanälen sichern, Schuhe wegräumen, Couchkissen in den ersten Monaten in Sicherheit bringen. Prävention ist billiger als Ersatz

Wo kann man bei einem Welpen sparen, und wo nicht?

Sparen ja, aber an den richtigen Stellen. Drei Regeln, die sich in der Praxis bewähren:

Nicht sparen: Futter, Impfungen, Haftpflicht. Das sind die drei Posten, bei denen Billig-Optionen fast immer teurer werden, durch Tierarztkosten, Allergien oder fehlenden Versicherungsschutz. Premium-Welpenfutter wie Josera YoungStar kostet pro Tag zwischen 1 und 3 Euro. Das ist weniger als ein Kaffee. Und deutlich weniger als eine Allergie-Behandlung beim Tierarzt (150-500 Euro).

Clever sparen: Spielzeug, Hundebett, Pflegeprodukte. Alte Handtücher als Zerrspielzeug, eine Decke statt eines 80-Euro-Bettes (der Welpe zerkaut es sowieso), Kokosöl statt teurem Pfotenbalsam. Hundeschule: Gruppentraining statt Einzelstunden, kostet die Hälfte und ist für die Sozialisierung sogar besser.

Langfristig denken: Eine gute Hundehaftpflicht (60-100 €/Jahr) klingt nach einem Posten, der wegfallen könnte. Bis dein Welpe auf die Straße rennt und ein Fahrradfahrer stürzt. Personenschäden gehen in die Hunderttausende. Die 80 Euro pro Jahr sind die billigste Versicherung, die du je abschließen wirst.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Hund im ersten Jahr insgesamt?

Ohne Anschaffungspreis rechnen wir bei Dogs Supreme mit 2.000-3.500 € für einen mittelgroßen Hund im ersten Jahr. Mit Anschaffung (seriöser Züchter: 1.000-2.500 €) sind es 3.000-6.000 €. Kleine Rassen sind etwas günstiger (Futter, Medikamente), große Rassen teurer. Die größten Posten: Futter (400-1.000 €), Tierarzt (330-910 €) und Erstausstattung (200-500 €).

Was kostet ein Hund im Monat?

Laufende monatliche Kosten liegen für die meisten Hundebesitzer zwischen 100 und 250 Euro, je nach Hundegröße und ob du eine Krankenversicherung abschließt. Futter ist der größte Posten (30-100 €/Monat), gefolgt von Versicherungen und Rücklagen für den Tierarzt. Wer monatlich 150 € einplant, ist bei einem mittelgroßen Hund auf der sicheren Seite.

Ist eine Hundekrankenversicherung sinnvoll?

Für Welpen im ersten Jahr: ja. Die Grundimmunisierung ist planbar, aber ein Kreuzbandriss (OP: 1.500-3.000 €) oder eine Vergiftung (Intensivstation: 500-2.000 €) sind es nicht. Wer keine Versicherung will, sollte monatlich mindestens 30-50 € als Tierarzt-Rücklage zur Seite legen. Eine OP-Versicherung (10-25 €/Monat) ist ein guter Kompromiss zwischen Vollversicherung und Nichts.

Sind kleine Hunde günstiger als große?

Ja, vor allem beim Futter und bei Medikamenten. Ein Chihuahua frisst für 30-50 € im Monat, ein Labrador für 70-100 €. Auch Medikamente und Narkosen werden nach Gewicht dosiert und berechnet. Die Hundesteuer ist allerdings überall gleich hoch, und die Erstausstattung unterscheidet sich weniger als man denkt. Über ein Hundeleben (10-15 Jahre) summiert sich der Unterschied auf mehrere tausend Euro.

Fazit

Ein Welpe kostet Geld. Nicht so viel wie ein Auto, aber deutlich mehr als die meisten denken. Die Faustregel: Wer sich monatlich 150-250 Euro leisten kann und einen Notgroschen von 1.000 Euro hat, ist finanziell bereit für einen Hund. Wer das nicht kann, lieber warten als sich und den Hund in eine schwierige Lage zu bringen.

Die gute Nachricht: Die Kosten verteilen sich. Nach dem teuren ersten Jahr (Erstausstattung, Grundimmunisierung, Hundeschule) pendeln sich die laufenden Kosten ein. Ab Jahr 2 rechnen die meisten Hundebesitzer mit 100-200 Euro pro Monat, ohne große Überraschungen.

Am Futter zu sparen ist die schlechteste aller Sparstrategien, billiges Futter verursacht mehr Tierarztkosten als es einspart. Premium-Welpenfutter wie Josera YoungStar oder Josera Kids kostet zwischen 1 und 3 Euro am Tag. Das ist weniger als dein täglicher Kaffee. Und für alles, was du vor dem Einzug besorgen musst: Unsere Erstausstattung-Checkliste hat jedes Detail. Wer wissen will, was am ersten Tag mit dem Welpen wirklich passiert, und wie man typische Anfängerfehler vermeidet, findet dort unseren Stunden-Plan.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Auffälligkeiten konsultiere bitte deinen Tierarzt.

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Häufig gestellte Fragen.Alle Antworten auf einen Blick.

Was kostet ein Welpe im Monat?
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Ein Welpe kostet monatlich zwischen 100 und 300 Euro. Die größten Posten sind Futter (30–80 €), Versicherung (15–50 €), Tierarzt-Rücklagen (25–50 €) und Zubehör-Ersatz (10–30 €). Kleine Rassen wie Chihuahua oder Dackel liegen am unteren Ende, große Rassen wie Labrador oder Golden Retriever am oberen.

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Wie viel kostet ein Tierarztbesuch beim Welpen?
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Im ersten Jahr fallen Tierarztkosten von 300–600 Euro an. Darin enthalten: Grundimmunisierung (3 Impftermine à 50–80 €), Chip (30–50 €), Entwurmung (4× à 15–25 €), Kastration optional (300–600 €). Routinecheck ohne Behandlung: 30–50 Euro.

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Was kostet die Erstausstattung für einen Welpen?
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Die Erstausstattung kostet zwischen 200 und 500 Euro. Dazu gehören: Geschirr und Leine (25–90 €), Hundebett (30–150 €), Näpfe (10–30 €), Transportbox (30–80 €), Spielzeug (15–40 €) und Pflegeprodukte (20–50 €). Beim Geschirr lohnt sich Qualität — ein schlecht sitzendes Modell kann Haltungsschäden verursachen.

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Welche laufenden Kosten hat ein Hund pro Jahr?
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Die jährlichen laufenden Kosten liegen bei 1.200–3.500 Euro. Futter macht den größten Posten aus (400–1.000 €), gefolgt von Tierarzt (200–400 €), Versicherung (180–600 €), Hundeschule (100–300 €) und Zubehör-Ersatz (100–200 €). Große Rassen kosten etwa 30–50 % mehr als kleine.

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