Fellpflege und Grooming: das richtige Werkzeug für dein Fell
Welche Bürste dein Hund braucht, entscheidet sein Fell, nicht sein Preis. Kurzhaar braucht etwas anderes als Unterwolle, und gegen Verfilzungen hilft keine Bürste, sondern ein Kamm oder eine Harke.
Welches Werkzeug zu welchem Fell
- Kurzes Fell ohne Unterwolle: eine weiche Bürste mit Naturborsten oder Nylon. Sie nimmt loses Haar mit und verteilt das Hautfett, mehr braucht es nicht.
- Dichte Unterwolle: Striegel und Zupfbürste. Sie holen die abgestorbene Unterwolle heraus, die sonst unter dem Deckhaar liegen bleibt und filzt.
- Langes Fell, das neigt zu Knoten: Kamm und Entwirrungsharke. Der Kamm zeigt dir den Knoten, die Harke öffnet ihn Strähne für Strähne.
- Bereits verfilzt: Entfilzungskamm oder Entfilzungsharke mit Klinge, die den Filz aufschneidet statt ihn herauszureißen.
- Rauhaar: Trimmmesser und Trimmstriegel zum Auszupfen der reifen Haare.
Die Werkzeuge gibt es in mehreren Größen und Zahnabständen, von 13 bis 20 cm Arbeitsbreite. Für einen kleinen Hund ist das schmale Modell handlicher, für einen großen spart das breite Zeit.
So gehst du vor
Erst mit der Hand durchs Fell, um Knoten zu finden. Dann mit dem groben Werkzeug in Wuchsrichtung arbeiten, immer nur kleine Abschnitte, und den Hund dabei stehen lassen statt ihn festzuhalten. Ein Knoten wird von unten geöffnet, also von der Haarspitze zur Haut, nie umgekehrt. Wer an der Haut ansetzt, zieht.
Bei kurzem Fell reicht einmal pro Woche. Dichte Unterwolle im Fellwechsel will fast täglich durchgearbeitet werden, sonst sammelt sie sich schneller, als du hinterherkommst.
Pfoten, Ohren und Krallen
Zur Fellpflege gehört, was an ihren Rändern passiert. Eine kleine Schere mit abgerundeter Spitze kürzt das Haar zwischen den Ballen, dort sammeln sich Streusalz, Grannen und Eisklumpen. Ohrentücher nehmen Schmutz aus der Ohrmuschel auf, ohne in den Gehörgang zu gehen. Eine Krallenzange gehört ins Haus, auch wenn dein Hund sich auf Asphalt viel ablaufen sollte.
Baden, und wie selten das sein darf
Hundehaut hat einen anderen pH-Wert als deine, deshalb gehört gewöhnliches Shampoo nicht ins Bad. Alle sechs bis acht Wochen reicht meist, öfter nur bei starker Verschmutzung. Zwischendurch tun Feuchttücher denselben Dienst für Pfoten, Falten und Schnauze.
Häufige Fragen zur Fellpflege
Wie oft soll ich bürsten?
Kurzes Fell einmal die Woche, dichte Unterwolle im Fellwechsel fast täglich, langes Fell alle zwei bis drei Tage.
Meine Bürste kratzt. Woran liegt das?
Meist am Druck, nicht am Werkzeug. Das Werkzeug führt sich über das eigene Gewicht, drücken macht die Haut wund.
Was hilft gegen Verfilzungen?
Ein Entfilzungswerkzeug mit Klinge, in kleinen Abschnitten und von der Haarspitze aus. Sitzt der Filz direkt auf der Haut und lässt sich nicht öffnen, gehört er geschoren, nicht aufgerissen.
Und wenn mein Hund die Prozedur hasst?
Kurze Einheiten von zwei Minuten, an einer unempfindlichen Stelle anfangen, und aufhören, bevor er unruhig wird. Fellpflege gegen den Widerstand des Hundes wird bei jedem Mal schwieriger.