Ausschlussdiät-Begleiter
Protokoll, Checklisten und Wochenzähler für die tierärztlich geführte Ausschlussdiät. Ohne Produktempfehlung, mit voller Konzentration auf saubere Dokumentation.
Eine Ausschlussdiät ist der strukturierte Weg, einem Verdacht auf Futterunverträglichkeit nachzugehen: Über einen längeren Zeitraum, häufig 8 bis 12 Wochen, bekommt der Hund ausschließlich die mit der Tierarztpraxis abgesprochene Kost, nichts anderes. Geplant und ausgewertet wird sie in der Praxis. Was du zu Hause beitragen kannst, ist Konsequenz und Dokumentation, und genau dabei hilft diese Seite.
Wichtig für die Einordnung: Ein Markenwechsel auf eigene Faust ist keine Ausschlussdiät, und ein Fertigfutter mit mehreren Zutaten taugt selten als Eliminationskost. Welche Kost im Einzelfall passt, entscheidet die Praxis. Deshalb findest du auf dieser Seite bewusst keine Produktempfehlung.
Die Störfaktoren-Checkliste
Die häufigste Falle sind nicht die Mahlzeiten, sondern das Drumherum. Alles auf dieser Liste kann die Auswertung verfälschen und gehört für den Protokoll-Zeitraum abgesprochen oder gestrichen:
- Leckerli und Trainings-Snacks, auch die „nur ganz kleinen“
- Kauartikel, Ochsenziemer, Schweineohren, Zahnpflege-Sticks
- Aromatisierte Medikamente und Wurmkuren (mit der Praxis abstimmen, nie eigenmächtig absetzen)
- Tischreste und heruntergefallenes Essen, auch von Kindern
- Futter anderer Tiere im Haushalt, offener Katzennapf inklusive
- Fundstücke beim Spaziergang
- Gefüllte Kongs, Schleckmatten, Reste im alten Napf
Passiert doch ein Ausrutscher: nicht vertuschen, sondern mit Datum ins Tagebuch. Ein dokumentierter Ausrutscher ist auswertbar, ein verschwiegener kostet Wochen.
Fragen für deinen Praxistermin
Zum Ausdrucken und Mitnehmen, damit im Termin nichts untergeht:
- Welche Kost füttern wir im Protokoll-Zeitraum, und wie viel davon?
- Dauer und Erfolgskriterien: Woran machen wir Besserung fest?
- Medikamente, Wurmkur, Zeckenschutz. Was davon läuft weiter, was pausiert?
- Ausrutscher passiert: von vorn beginnen oder weiterführen?
- Und danach? Der Ablauf der Provokationsprobe.
Dein Dokumentations-Werkzeug
Die tägliche Beobachtung hältst du am einfachsten im Futter-Tagebuch fest: vier Punkte, Futter-Notiz, Ausrutscher-Vermerk, Ausdruck für den Termin. Alle Werkzeuge findest du im Futterwechsel-Navigator.
Häufige Fragen
Kann ich eine Ausschlussdiät ohne Tierarztpraxis machen?
Davon raten wir ab. Ohne fachliche Planung fehlen passende Kost, Kontrollpunkte und die saubere Auswertung, und im Zweifel wird ein anderes Problem übersehen. Diese Seite begleitet die geführte Diät, sie ersetzt sie nicht.
Warum dauert das so lange?
Haut und Verdauung reagieren träge. Damit ein Ergebnis belastbar ist, braucht der Körper Zeit, deshalb nennen Praxen häufig 8 bis 12 Wochen. Den Rahmen für deinen Hund legt deine Praxis fest.
Was passiert nach dem Zeitraum?
Das entscheidet die Praxis anhand deines Protokolls, oft folgt eine gezielte Provokationsprobe. Je lückenloser Tagebuch und Wochenzähler geführt sind, desto mehr lässt sich daraus ablesen.