BARF-Wochenplan erstellen 2026: Mengen, Sorten und Auftau-Rhythmus
Ein BARF-Wochenplan besteht aus drei Entscheidungen. Der Tagesmenge, der Reihenfolge der Sorten und dem Auftau-Rhythmus. Alles andere ergibt sich daraus. Wer diese drei Punkte einmal festlegt, braucht danach fünf Minuten in der Woche statt täglicher Überlegung.
Die meisten scheitern nicht an der Theorie, sondern am Alltag. Abends steht der Napf da, das Fleisch liegt gefroren in der Truhe, und dann kommt doch die Trockenfutter-Tüte. Genau das verhindert ein Plan.
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Fünf Sorten testen, bevor Du sie in den Wochenplan schreibst.
Ein Plan mit einer Sorte, die stehen bleibt, ist kein Plan. Die vier Wochen Einführungsphase aus diesem Artikel lassen sich mit diesen fünf Beuteln genau so durchlaufen, wie sie beschrieben ist.
Die pflanzlichen Bestandteile werden nach einem patentierten Fermentationsverfahren behandelt, das Fleisch bleibt roh und wird schockgefrostet. Hergestellt in der Manufaktur von Metzgermeister Thomas Schurig in Plauen.
Passt, wenn Du den Plan bauen willst, aber noch nicht weißt, welche Sorten hineingehören.
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Zuerst legst Du die Tagesmenge fest
Die übliche Faustregel liegt bei 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts pro Tag. Ruhige Hunde eher unten, sehr aktive oben. Wieg Deinen Hund und rechne einmal aus, danach bleibt die Zahl für Wochen gleich.
| Hundegewicht | 2 Prozent | 2,5 Prozent | 3 Prozent | Wochenbedarf bei 2,5 Prozent |
|---|---|---|---|---|
| 10 kg | 200 g | 250 g | 300 g | 1,75 kg |
| 20 kg | 400 g | 500 g | 600 g | 3,5 kg |
| 30 kg | 600 g | 750 g | 900 g | 5,25 kg |
| 45 kg | 900 g | 1.125 g | 1.350 g | 7,9 kg |
Die letzte Spalte ist die eigentlich nützliche. Sie sagt Dir, wie viel Du je Woche aus der Truhe holst und wie viel Du nachbestellen musst.
Teile die Tagesmenge auf zwei Mahlzeiten. Bei kurznasigen und bei großen, tiefbrüstigen Hunden ist das die ruhigere Variante als eine einzelne große Portion.
Dann entscheidest Du, welche Sorten in welcher Reihenfolge kommen
Der häufigste Anfängerfehler ist zu viel Abwechslung zu früh. Wer täglich die Sorte wechselt, weiß bei einer Reaktion nicht, woran es lag.
Halte es in den ersten Wochen bewusst langweilig. Eine Sorte für eine ganze Woche, dann die nächste. Erst wenn Du drei bis vier Sorten durch hast und weißt, dass alle vertragen werden, lohnt sich Rotation innerhalb der Woche.
Ein einfacher Plan für die Einführungsphase sieht so aus.
| Woche | Sorte | Worauf Du achtest |
|---|---|---|
| 1 | Rind | Kotkonsistenz, Fressverhalten |
| 2 | Rind plus Pute im Wechsel | Verträgt er den Wechsel innerhalb der Woche? |
| 3 | dazu Huhn | Juckreiz, Ohren, Pfoten |
| 4 | dazu Ente oder Kaninchen | ob eine seltene Sorte besser ankommt |
Nach vier Wochen hast Du eine Liste dessen, was funktioniert. Ab da darfst Du frei rotieren. Zwei bis drei Sorten in der Woche sind üblich, mehr braucht kein Hund.
Sorten für Woche eins bis vier wählen ›Zuletzt kommt der Auftau-Rhythmus
Hier scheitern die meisten Pläne, nicht an der Ernährungslehre.
Eine Tagesportion braucht im Kühlschrank zwölf bis vierundzwanzig Stunden, je nach Menge. Bei über einem Kilo rechnest Du mit einem vollen Tag. Das heißt: Du legst nicht die Portion für morgen nach unten, sondern die für übermorgen.
Der praktische Trick ist ein fester Handgriff zur immer gleichen Zeit. Viele machen es beim Abendspaziergang: Truhe auf, Beutel raus, in den Kühlschrank, fertig. Nach zwei Wochen denkst Du nicht mehr darüber nach.
Bei Zimmertemperatur geht das Auftauen schneller, aber dann steigt die Keimzahl an der Oberfläche. In der Mikrowelle taust Du gar nicht auf, das gart die Ränder an und macht aus rohem Futter etwas anderes.
Ein Beispielplan für eine Woche
Gerechnet für einen 20 kg schweren, normal aktiven Hund mit 500 g am Tag, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten à 250 g. Sorten frei tauschbar, sobald alle vertragen werden.
| Tag | morgens | abends | abends aus der Truhe holen |
|---|---|---|---|
| Montag | 250 g Rind | 250 g Rind | Portion für Mittwoch |
| Dienstag | 250 g Rind | 250 g Rind | Portion für Donnerstag |
| Mittwoch | 250 g Pute | 250 g Pute | Portion für Freitag |
| Donnerstag | 250 g Pute | 250 g Pute | Portion für Samstag |
| Freitag | 250 g Rind | 250 g Rind | Portion für Sonntag |
| Samstag | 250 g Kaninchen | 250 g Kaninchen | Portion für Montag |
| Sonntag | 250 g Rind | 250 g Rind | Portion für Dienstag |
Wochenbedarf: 3,5 kg. Davon rund 2 kg Rind, 1 kg Pute, 0,5 kg Kaninchen. Genau das ist Deine Einkaufsliste, und sie ändert sich nur, wenn sich Gewicht oder Aktivität ändern.
Wie Du daraus die Bestellung ableitest
Rechne den Wochenbedarf mal vier, dann hast Du den Monatsbedarf. Bei unserem Beispielhund sind das 14 kg im Monat.
Bestell in Kilo-Einheiten, nicht in kleinen Packungen. Der Kilo-Beutel kostet je Kilogramm deutlich weniger als die 200-g-Packung derselben Sorte. Kleine Einheiten lohnen sich nur in der Probierphase oder bei sehr kleinen Hunden, bei denen ein Kilo mehrere Tage offen stehen würde.
Plane den Tiefkühlplatz mit. 14 kg als Beutel gestapelt füllen etwa drei bis vier Schubladen eines normalen Gefrierschranks. Wer eng wohnt, bestellt lieber alle zwei Wochen. Was die Fütterung insgesamt kostet, haben wir im Beitrag BARF für Anfänger aufgeschlüsselt.
Vorportionieren spart die meiste Zeit
Wer einmal in der Woche eine halbe Stunde investiert, spart sie täglich wieder ein.
Nimm den Wochenbedarf aus der Truhe, lass ihn im Kühlschrank antauen, und teile ihn in Tagesportionen. In verschließbare Behälter, beschriftet mit Sorte und Datum. Zurück in die Truhe. Ab da holst Du abends nur noch einen Behälter heraus.
Das lohnt sich vor allem bei großen Hunden, wo die Tagesmenge ohnehin aus mehreren Beuteln kommt. Bei kleinen Hunden reicht es oft, einen Kilo-Beutel einmal aufzuteilen und wieder einzufrieren.
Ein eigenes Brett und ein eigenes Messer für die Rohware gehören dazu. Napf nach jeder Mahlzeit heiß ausspülen. Derselbe Umgang wie mit rohem Geflügel für Dich selbst, nicht mehr und nicht weniger.
Der Plan bei zwei Hunden im Haushalt
Mit zwei Hunden verdoppelt sich nicht die Arbeit, aber die Fehlerquellen.
Rechne beide Mengen getrennt aus, auch wenn die Hunde ähnlich aussehen. Zwei Kilo Gewichtsunterschied bedeuten bei 2,5 Prozent schon 50 g am Tag, und über einen Monat sind das anderthalb Kilo Futter. Wer aus einem Topf schöpft, füttert am Ende einen zu viel und einen zu wenig.
Portioniere getrennt und beschrifte die Behälter mit dem Namen. Das klingt übertrieben, ist aber der einzige Weg, bei dem Du nach vier Wochen noch sagen kannst, welcher Hund wie viel bekommen hat.
Und füttere getrennt, wenn einer schneller frisst als der andere. Bei Rohfütterung ist das genauso wichtig wie bei Fertigfutter, oft sogar mehr, weil die Portionen kleiner aussehen und schneller weg sind.
Was der Plan im Urlaub oder bei Betreuung braucht
Rohware braucht Kühlung, und genau daran scheitern Pläne, sobald jemand anderes füttert.
Für die Hundebetreuung schreibst Du den Plan auf eine halbe Seite: Tagesmenge, Aufteilung, welche Sorte an welchem Tag, und wann welcher Behälter aus der Truhe kommt. Ohne diesen Zettel füttert die Nachbarin nach Gefühl, und das Gefühl ist bei Rohfutter meist zu großzügig.
Für Reisen ohne Kühlmöglichkeit ist ein kurzer Wechsel auf eine haltbare Alternative unproblematisch. Danach stellst Du wieder um, und zwar nicht in einem Schritt, sondern über zwei bis drei Tage. Ein einmaliger Wechsel schadet nicht, ein täglicher Wechsel schon.
Plane den Vorrat vor der Abreise herunter. Fleisch, das mehrere Wochen ungenutzt in der Truhe liegt, verliert zwar nicht die Sicherheit, aber die Qualität leidet mit der Zeit.
Was im Plan konstant bleibt und was rotiert
Zwei Dinge bleiben gleich: die Tagesmenge und die Aufteilung auf zwei Mahlzeiten. Beides änderst Du nur, wenn sich das Gewicht oder die Aktivität ändert.
Rotieren darf die Sorte. Das ist der Sinn eines Plans mit mehreren Fleischarten: Der Hund bekommt ein breiteres Spektrum, und Du hast im Fall einer Unverträglichkeit Ausweichmöglichkeiten.
Nicht rotieren solltest Du zwischen zwei völlig verschiedenen Fütterungsarten. Ein Tag roh, ein Tag Trockenfutter, ein Tag Dose bringt viele Hunde durcheinander. Wenn Du mischst, dann fest: eine Mahlzeit roh, eine Mahlzeit Fertigfutter, jeden Tag gleich.
Ein letzter Punkt zur Rotation: Wechsle nie Sorte und Menge gleichzeitig. Wenn Du die Ration anpasst, weil der Hund zugenommen hat, lass die Sorte in dieser Woche gleich. Sonst weißt Du bei einer Veränderung nicht, ob die Menge oder das Fleisch dahinter steckt. Eine Variable pro Woche, das ist die ganze Regel.
Wie Du den Plan kontrollierst
Ein Plan ohne Kontrolle ist eine Vermutung. Drei Dinge schaust Du Dir an.
Den Kot. Er wird bei Rohfütterung fester und kleiner. Bleibt er über mehrere Tage weich oder wechselt stark, notier Dir, welche Sorte an diesen Tagen im Napf war.
Das Gewicht. Nicht auf der Waage, sondern mit den Händen. Die Rippen sollten sich unter leichtem Druck ertasten lassen, ohne hervorzustehen. Alle vier Wochen genügt.
Das Fressverhalten. Ein Hund, der eine Sorte regelmäßig stehen lässt, sagt Dir etwas. Streich sie aus dem Plan, statt sie ihm weiter hinzustellen.
Notier Dir das in den ersten sechs Wochen. Danach kennst Du Deinen Hund, und der Plan läuft von selbst. Wie die einzelnen Bestandteile einer Ration zusammenspielen, steht im Beitrag Innereien richtig aufteilen.
Wann Du zuerst zum Tierarzt gehst
Ein Plan löst keine Erkrankung. Geh zuerst in die Praxis, wenn Dein Hund anhaltend Durchfall hat, wiederholt erbricht, deutlich abnimmt oder apathisch wirkt.
Dasselbe gilt bei Welpen im Wachstum. Dort entscheidet nicht nur die Menge, sondern das Verhältnis der Mineralstoffe zueinander, besonders Calcium und Phosphor. Lass Dir den Plan für diese Phase einmal fachlich durchrechnen.
Dieser Beitrag beschreibt, wie sich Rohfütterung im Alltag organisieren lässt. Er ersetzt keine tierärztliche Beratung und keine individuelle Rationsberechnung.
Unsere Empfehlungen
Häufig gestellte Fragen.Alle Antworten auf einen Blick.
Wie viele Sorten gehören in einen BARF-Wochenplan?
Muss ich jeden Tag eine andere Sorte füttern?
Wie lange dauert das Auftauen einer BARF-Portion?
Kann ich BARF für eine ganze Woche vorportionieren?
Wie viel BARF muss ich im Monat bestellen?
Was mache ich, wenn eine Sorte nicht vertragen wird?
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