Was kostet BARF? Die Monatsrechnung nach Hundegewicht 2026
BARF kostet je nach Hundegewicht zwischen 33 und 542 Euro im Monat, gerechnet mit fertigen Mixen und einem Kilopreis von 10,95 bis 15,49 Euro. Die Spanne ist so groß, weil die Menge linear mit dem Gewicht steigt. Ein 5-kg-Hund frisst 100 bis 150 g am Tag, ein 55-kg-Hund über anderthalb Kilo.
Die Formel dahinter ist einfach: Tagesmenge mal Kilopreis mal 30. Alles andere sind Details. Hier findest Du die Rechnung für Dein Gewicht, die drei Stellen, an denen die meisten sich verrechnen, und was sich wirklich sparen lässt.
BARF Kennenlern-Box
Erst testen, dann rechnen. In dieser Reihenfolge.
Die teuerste Variante ist ein Monatsvorrat, den Dein Hund nicht frisst. Fünf Sorten à 400 g kosten einmalig 39,95 EUR und ersparen Dir genau diesen Fehler.
Die pflanzlichen Bestandteile werden nach einem patentierten Fermentationsverfahren behandelt, das Fleisch bleibt roh und wird schockgefrostet. Hergestellt in der Manufaktur von Metzgermeister Thomas Schurig in Plauen.
Passt, wenn Du die Zahlen im Kopf hast und jetzt wissen willst, mit welchem Kilopreis Du rechnest.
39,95 EUR für 5 × 400 g. Grundpreis 19,98 EUR je Kilogramm. Stand August 2026.
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Die Formel in einem Satz
Die übliche Faustregel beim Barfen lautet: 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts pro Tag. Ruhige Hunde eher am unteren Rand, sehr aktive am oberen. Multipliziert mit dem Kilopreis und 30 Tagen ergibt das die Monatsrechnung.
Beispiel: 20 kg Hund, 2,5 Prozent, also 500 g am Tag. Bei 10,95 Euro je Kilogramm sind das 5,48 Euro täglich und rund 164 Euro im Monat. Mehr Mathematik braucht es nicht.
Was BARF nach Hundegewicht kostet
Gerechnet mit 2,5 Prozent des Körpergewichts, also einem normal aktiven Hund, und dem Kilopreis unserer 1-kg-Packung. Preise Stand August 2026.
| Hundegewicht | Menge am Tag | Rind oder Pute, 10,95 EUR/kg | Kaninchen, 15,49 EUR/kg |
|---|---|---|---|
| 5 kg | 125 g | 41 EUR | 58 EUR |
| 10 kg | 250 g | 82 EUR | 116 EUR |
| 15 kg | 375 g | 123 EUR | 174 EUR |
| 20 kg | 500 g | 164 EUR | 232 EUR |
| 30 kg | 750 g | 246 EUR | 349 EUR |
| 40 kg | 1.000 g | 329 EUR | 465 EUR |
| 55 kg | 1.375 g | 452 EUR | 639 EUR |
Für einen ruhigen Hund rechnest Du mit 2 Prozent, dann sinken alle Werte um ein Fünftel. Für einen sehr aktiven Hund mit 3 Prozent steigen sie um ein Fünftel.
Die Zahlen gelten für hundert Prozent Rohfütterung mit fertigen Mixen. Wer selbst zusammenstellt und beim Metzger einkauft, kommt günstiger weg, investiert dafür aber Zeit, Planung und Tiefkühlplatz.
Kilopreis erst nach dem Test festlegen ›Drei Stellen, an denen sich fast alle verrechnen
Die Formel ist einfach. Die Fehler liegen woanders.
Der erste Fehler ist der Packungspreis. Eine 200-g-Packung für 3,49 Euro wirkt günstig, entspricht aber 17,45 Euro je Kilogramm. Dieselbe Sorte kostet im Kilo-Beutel 10,95 Euro. Das sind 59 Prozent Aufschlag, nur weil die Einheit kleiner ist. Bei einem Hund, der ohnehin mehrere hundert Gramm am Tag frisst, gibt es dafür keinen Grund außer beim ersten Ausprobieren.
Der zweite Fehler sind die Extras. Leckerli, Kauartikel und Zusätze tauchen in keiner Barf-Rechnung auf und summieren sich trotzdem auf zweistellige Beträge im Monat. Zieh sie von der Tagesration ab, statt sie obendrauf zu geben.
Der dritte Fehler ist der Vergleich mit der falschen Größe. Viele stellen die Barf-Rechnung neben den Preis eines Sacks Trockenfutter. Ein Sack hält bei einem 40-kg-Hund aber nur ein Viertel so lange wie bei einem 10-kg-Hund. Vergleichbar wird es erst über den Preis je Kilogramm oder über die Monatsausgabe.
Was BARF im Vergleich zur bisherigen Fütterung kostet
Bevor Du die Zahl aus der Tabelle bewertest, rechne Deine aktuelle Fütterung zusammen. Futter, Leckerli, Kauartikel, Zusätze, alles für einen vollen Monat.
Viele Halter landen dabei höher, als sie erwartet haben, weil die Extras nie mitgezählt wurden. Die Differenz zur Rohfütterung fällt dann kleiner aus als die nackte Tabellenzahl vermuten lässt. Bei kleinen Hunden ist der Unterschied oft gering, bei großen Hunden bleibt er deutlich.
Ehrlich bleibt: Für einen Hund über 30 kg ist hundert Prozent Rohfütterung mit fertigen Mixen eine echte Budgetentscheidung. Wer das vorher weiß, plant anders und hört seltener nach ein paar Wochen wieder auf.
Vier Wege, die Rechnung zu senken
Keiner davon heißt „billigeres Fleisch kaufen“.
Erstens die Sortenwahl. Rind und Pute liegen bei 10,95 Euro je Kilogramm, Kaninchen bei 15,49 Euro. Kaninchen ist ein selten gefüttertes Fleisch und im Einkauf teurer. Als tägliche Basis nimmst Du die günstigere Sorte, das seltene Fleisch hebst Du Dir für Abwechslung auf oder für den Fall, dass etwas nicht vertragen wird.
Zweitens die Packungsgröße. Der Kilo-Beutel statt der 200-g-Packung spart bei derselben Sorte rund ein Drittel. Das ist die größte Einzelstellschraube in der ganzen Rechnung.
Drittens der Mischweg. Eine Mahlzeit roh, eine als Fertigfutter mit klarer Deklaration. Der Hund bekommt weiterhin frisches Fleisch, die Rohfutter-Rechnung halbiert sich fast. Das ist keine Notlösung, sondern für viele Halter großer Hunde die Variante, die dauerhaft trägt.
Viertens die Bestellrhythmik. Wer die Versandkostenfrei-Schwelle im Blick behält und größere Mengen seltener bestellt, spart Versandkosten. Das lohnt sich aber nur, wenn der Tiefkühlplatz da ist.
Warum Welpen teurer sind, als die Tabelle zeigt
Die Tabelle oben gilt für ausgewachsene Hunde. Beim Welpen stimmt sie nicht.
Ein junger Hund braucht bezogen auf sein Körpergewicht deutlich mehr als ein erwachsener, und der Anteil sinkt erst mit den Monaten. In der Wachstumsphase liegt der Bedarf je nach Alter zwei- bis dreimal so hoch wie die 2,5 Prozent aus der Tabelle. Gleichzeitig wiegt der Welpe weniger, die beiden Effekte heben sich also teilweise auf.
Praktisch heißt das: Rechne beim Welpen nicht mit dem aktuellen Gewicht, sondern plane mit dem zu erwartenden Endgewicht. Sonst überrascht Dich die Rechnung im sechsten Monat. Und lass Dir den Rationsplan für die Wachstumsphase einmal fachlich durchrechnen, gerade das Verhältnis von Calcium und Phosphor ist hier wichtiger als der Preis.
Beim älteren Hund geht der Energiebedarf zurück, der Eiweißbedarf bleibt. Die Menge sinkt also leicht, die Rechnung mit ihr, aber nicht proportional.
Die Anschaffungskosten im ersten Monat
Im ersten Monat kommen einmalige Posten dazu, die später wegfallen. Wer sie einplant, erlebt keine böse Überraschung.
Eine Küchenwaage mit Grammanzeige ist Pflicht, wenn Du die Menge im Griff behalten willst. Ein eigenes Schneidebrett und ein eigenes Messer für die Rohware kosten wenig und ersparen Diskussionen in der Küche. Beides zusammen bleibt im unteren zweistelligen Bereich.
Der größere Posten ist der Tiefkühlplatz. Wer bereits eine Truhe hat, zahlt nichts extra. Wer keine hat und trotzdem monatlich bestellen will, muss eine anschaffen. Das ist eine Einmalausgabe und gehört nicht in die Monatsrechnung, sollte aber in der Entscheidung auftauchen.
Und dann ist da die Probierphase. Bevor Du kiloweise einkaufst, willst Du wissen, welche Sorte Dein Hund überhaupt annimmt. Das kostet einmalig etwas mehr je Kilogramm und spart Dir im Zweifel einen Monatsvorrat, den niemand frisst.
Was in der Rechnung oft vergessen wird
Zwei Posten stehen in keiner Tabelle und gehören trotzdem dazu.
Tiefkühlplatz. Ein 30-kg-Hund frisst rund 22 kg im Monat. Als Beutel gestapelt ist das etwa eine halbe Gefriertruhe. Wer noch keine hat, muss entweder eine anschaffen oder wöchentlich statt monatlich bestellen. Die Anschaffung ist eine Einmalausgabe, die Rechnung ändert sich dadurch nicht dauerhaft.
Zeit. Auftauen braucht Planung, nicht Aufwand. Eine Tagesportion liegt zwölf bis vierundzwanzig Stunden im Kühlschrank, je nach Menge. Wer das vergisst, greift abends doch zur Trockenfutter-Tüte, und genau so scheitern Umstellungen.
Lohnt sich Selbermachen?
Rechnerisch ja, praktisch kommt es darauf an.
Wer Fleisch, Innereien und Gemüse einzeln beim Metzger und auf dem Markt einkauft, liegt beim Kilopreis unter dem eines fertigen Mixes. Dafür brauchst Du eine Waage, einen Plan für die Nährstoffverteilung und regelmäßig Zeit für Einkauf und Portionierung.
Der fertige Mix nimmt Dir die Zusammenstellung ab. Fleisch, Innereien, Gemüse und Öle sind bereits enthalten, jede Sorte ist ein vollwertiges Alleinfuttermittel. Du zahlst also für Zusammenstellung und Verarbeitung, nicht nur für Fleisch. Wie eine Ration grundsätzlich aufgebaut ist, steht im BARF-Guide für Anfänger, die Aufteilung der Innereien im Beitrag Innereien richtig aufteilen.
Woran Du erkennst, wofür Du zahlst
Drei Dinge kannst Du selbst prüfen, ohne Laborbericht.
Die Deklaration. Steht auf der Rückseite „Rindermuskelfleisch, Pansen grün, Rinderleber“, weißt Du, was Du kaufst. Sammelbegriffe sind zulässig, sagen aber nichts über die tatsächlichen Bestandteile.
Die Kühlkette. Rohware wird schockgefrostet und bleibt es bis zu Dir. Angetaute und wieder eingefrorene Ware erkennst Du an Eiskristallen im Beutel.
Die Herkunft. Ein Teil des Kilopreises steckt in der Herstellung. Metzgermeister Thomas Schurig verarbeitet unsere Sorten in seiner eigenen Manufaktur in Plauen in Sachsen. Die pflanzlichen Bestandteile werden nach einem patentierten Fermentationsverfahren behandelt, ähnlich dem Prinzip, das man von Sauerkraut oder Kimchi kennt. Das Fleisch bleibt roh und wird schockgefrostet.
Wie Du Deine eigene Zahl in fünf Minuten ausrechnest
Nimm einen Zettel und geh die vier Schritte durch. Danach hast Du keine Schätzung mehr, sondern Deine Zahl.
(1) Wieg Deinen Hund. Nicht schätzen, das geht bei Hunden regelmäßig um mehrere Kilo daneben.
(2) Multipliziere das Gewicht mit 0,025 für einen normal aktiven Hund. Bei 18 kg sind das 450 g am Tag.
(3) Multipliziere die Tagesmenge mit dem Kilopreis der Sorte, die Du füttern willst. 0,45 kg mal 10,95 Euro ergibt 4,93 Euro.
(4) Mal 30. Macht rund 148 Euro im Monat.
Diese Zahl ist Deine Obergrenze für hundert Prozent Rohfütterung. Jeder Mischweg senkt sie, jede kleinere Packungsgröße hebt sie. Wenn Dir das Ergebnis zu hoch ist, geh zurück zu den vier Stellschrauben weiter oben, statt an der Qualität zu sparen.
Wann Du zuerst zum Tierarzt gehst
Kosten sind nicht der einzige Faktor. Geh zuerst in die Praxis, wenn Dein Hund anhaltend Durchfall hat, wiederholt erbricht, deutlich abnimmt oder apathisch wirkt. Dasselbe gilt bei Welpen im Wachstum und bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit.
Dieser Beitrag rechnet Mengen und Preise. Er ersetzt keine tierärztliche Beratung und keine individuelle Rationsberechnung.
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