29. November 2025

Hunderasse Französische Bulldogge (2026)

7 Min. Lesezeit

Die Französische Bulldogge – ein Steckbrief

Frenchie, Bully, Fledermaus, Batman. Es gibt viele Namen für die Französische Bulldogge. Dieser kleine bis mittelgroße Hund hat sich in den letzten Jahren in die Herzen vieler Menschen geschlichen. Influencer, Promis, Werbung, Serien und Filme, überall ist die Französische Bulldogge zu sehen.

Woran liegt es? Dem wollen wir in diesem Beitrag in den folgenden Abschnitten einmal auf den Grund gehen.

Warum ist die Französische Bulldogge so beliebt?

Ein Herzensbrecher auf vier Pfoten, das trifft es wohl ganz gut. Der Frenchie guckt einen aus seinen großen Knopfaugen an und man kann ihm schlichtweg nicht widerstehen. Er hat ein treues und liebevolles Wesen und ist am liebsten immer ganz nah bei seinen Menschen. Ganz nah nimmt er wörtlich. Am liebsten mit auf dem Sofa und auf dem Schoß. Er ist lustig, verspielt, gelehrig und hat einen ausgeglichenen Charakter. Wir werden darauf noch genauer eingehen.

Geschichte – wo hat der Frenchie seinen Ursprung?

Die Geschichte reicht weit zurück. Etwa im 15. Jahrhundert wird in England zum ersten Mal der Name „Bulldogge“ erwähnt. Hier geht es um große Tiere, die mit ihrem stämmigen Körperbau und kurzem Fang ideal für Schaukämpfe gegen Bären und Bullen geeignet sind. Als im 18. Jahrhundert Tierkämpfe verboten werden, werden die Hunde zu kleineren und liebevolleren Tieren weitergezüchtet. Die sogenannten Toy-Bulldoggen kommen im Zuge der industriellen Revolution nach Frankreich. In der weiteren Zucht entstehen die Fledermausohren, die den französischen Bully auszeichnen und ihn zum Liebling der Pariser Bohème machen. Aus der englischen Bulldogge ist ein lebenslustiger Familien- und Begleithund geworden.

Was für einen Charakter haben Französische Bulldoggen?

Erst einmal haben sie ein Herz aus Gold! Es sind herzensgute kleine Hunde, die eigentlich nur gefallen wollen und viel Liebe, Aufmerksamkeit und Zuwendung brauchen. Sie sind aber auch agil, verspielt, sportlich und energiegeladen und brauchen Bewegung. Gerade ein gesunder Bully kann viel mehr als man ihm zutraut. Die Französische Bulldogge ist intelligent, aber auch stur und hat im wahrsten Sinne des Wortes einen Dickkopf. Sie lernt schnell, aber will nicht immer. Da braucht man einen langen Atem…

Französische Bulldoggen Welpen – was ist beim Kauf zu beachten?

Mit großen Augen und Schlappohren gucken einen die Frenchie Welpen an. Zwischen 6 und 10 Wochen ungefähr richten sich die Ohren allmählich auf. Wer kann da schon stark bleiben? Mit ca. 9 Wochen können die Welpen dann auch von ihrer Mutter getrennt werden und ihr neues Zuhause beziehen.

Aber gerade, weil die Frenchies so beliebt sind und zum Modehund geworden sind, solltest Du sehr genau auf seine Herkunft schauen. Immer mehr so genannte Vermehrer – oft aus dem Ausland – bringen viel zu kleine, viel zu früh von der Mutter getrennte Welpen auf einen boomenden Markt. Die Tiere haben häufig Krankheiten, sind in schlechtem Zustand, nicht sozialisiert und die Muttertiere werden unter erbärmlichen Bedingungen gehalten.

Also schau Dir unbedingt genau die Umstände an. Über Verbände kannst Du seriöse Züchter finden. Diese werden immer bereit sein, Dir auch die Mutter und nach Möglichkeit auch den Vater des Welpen zu zeigen, Du kannst „Deinen“ Welpen schon vor dem Auszug besuchen und er wird bereits beim Züchter verschiedene Umweltreize kennenlernen und es erfolgt eine Anfangssozialisierung. In einer seriösen Zucht sollten auch genetische Erkrankungen ausgeschlossen sein. Gerade beim Frenchie, der eher als anfällig gilt, ein wichtiges Thema.

Bedenke auch, dass der Frenchie ein plattnasiger Hund ist – in der Fachsprache Brachyzephalie. Dieses führt zu dem Schnarchen, das man Französischen Bulldoggen gern als typisch oder niedlich nachsagt. Tatsächlich kriegen die Hunde aber einfach schlecht Luft, was in keinster Weise niedlich ist. Auch hier versuchen inzwischen viele Züchter, „gesündere“ Bullys zu züchten. Mit längerer Schnauze und weiter geöffneten Nasenlöchern. Informiere Dich gründlich, Dein Frenchie dankt es Dir tausendmal!!

Vom Züchter erfährst Du auch, welches Futter Dein Welpe bereits kennen- und lieben gelernt hat. Er kann Dir Empfehlungen für die weitere Fütterung geben. Zunächst wird Dein Welpe auf jeden Fall welpengerechtes Futter bekommen. Achte auf hochwertige Inhaltsstoffe und die Mengenangaben.

Was die Pflege Deines Welpen angeht, solltest Du bei einer Französischen Bulldogge – und auch beim erwachsenen Tier – regelmäßig die Augen- und Nasenfalten, die Ohren und auch die Zähne reinigen. Für ein glänzendes Fell musst Du ihn nicht häufig baden, eher im Gegenteil. Es gibt aber verschiedene Nahrungszusätze, z. B. Kokosöl, die zu einem schönen Fell verhelfen können.

Dein Tierarzt, der auch alle für den Welpen erforderlichen Impfungen vornimmt, kann Dir sicher alle Fragen dazu beantworten.

Und was auf alle Welpen zutrifft – sie sind wie Babys oder kleine Kinder und wissen einfach erstmal nicht, was Du willst und wie sie sich richtig verhalten. Sie sind nicht stubenrein und das kann auch dauern. Sie beißen vielleicht Deine liebsten Schuhe kaputt, sie können noch nicht allein sein, sie sind teuer – nicht nur beim Kaufpreis, sondern ein Leben lang! Und die Französischen Bulldoggen Welpen sind sehr anhänglich und am allerglücklichsten, wenn sie ganz dicht bei ihren Menschen sind. 

Frage Dich vor dem Welpenkauf, ob Du die Zeit, die Geduld und auch die finanziellen Mittel hast, um einen Hund sein ganzes Leben lang bei Dir aufzunehmen und ihm gerecht zu werden.

Wie groß werden Französische Bulldoggen und wann sind sie ausgewachsen?

Die Rüden werden meist etwas größer und vor allem auch breiter und schwerer als die Hündinnen. Die Schulterhöhe eines ausgewachsenen Frenchies liegt zwischen 25 und 40 cm, das Gewicht ungefähr zwischen 10 und 20 kg.

Dein Frenchie ist mit ca. 12 Monaten ausgewachsen in Bezug auf seine Größe. Bis zum dritten Lebensjahr wird sich aber der Körperbau und der Kopf noch verändern und etwas breiter, eben „bulliger“ werden. Sie kriegen dann immer mehr den bullytypischen Körperbau: relativ kurze, aber kräftige Beine, breiter Brustkorb und breiter Kopf.

Zwischen 6 und 12 Monaten kommt Deine Französische Bulldogge in die Pubertät. Eine Hündin wird dann auch das erste Mal läufig. So oder so hast Du in der Zeit einen hormongesteuerten Teenie zu Hause. Du kannst mit einigen Verhaltensänderungen rechnen. Unausgeglichenheit, Jaulen oder Bellen, Ein Rüde wird vielleicht jeder vierbeinigen Dame nachstellen und extrem lebhaft sein, aggressiv anderen Rüden gegenüber sein. 

Auch eine Hündin wird während der Läufigkeit vielleicht anderen Hunden gegenüber abweisender oder sogar aggressiv. Vielleicht wird sie auch während der ersten Zeit der Läufigkeit lustlos und noch anhänglicher sein als sonst.

Du kannst versuchen, sie mit Spielen abzulenken und ihr ansonsten ihre Bedürfnisse einfach lassen. Einen sehr aufgedrehten Hund kannst Du vielleicht schon vor dem Spaziergang zu Hause mit etwas Kopf- bzw. Nasenarbeit auslasten. Verstecke ein paar Leckerlis und lasse ihn mal danach suchen, das strengt den Bullykopf ganz schön an.

Wie alt werden Französische Bulldoggen?

Eine gesund gezüchtete Französische Bulldogge kann 12 Jahre oder älter werden. Tatsächlich haben die meisten Bullys aber eine kürzere Lebenserwartung, da sie mit einigen rassetypischen Erkrankungen zu kämpfen haben. Daher guck bitte unbedingt nach einem guten Züchter mit entsprechenden Erfahrungen und Kenntnissen!

Fazit 

Ein großes Herz, eine hohe Anpassungsfähigkeit, nähebedürftig und am liebsten immer mitten drin. Die meisten Frenchies glauben wahrscheinlich, dass sie selber kleine Menschen sind. Entsprechend stur und dickköpfig können sie sein und häufig sieht man ihnen an, dass sie denken „ich weiß genau, was Du von mir willst, aber ich will jetzt nicht“

Der perfekte kleine Familienhund, der aber auch Zeit, eine klare Rangordnung und Ausdauer bei der Erziehung braucht!

Mehr spannende Themen:

Was Du bei der Ernährung einer Französischen Bulldogge beachten solltest, erfährst Du hier 

Mehr zum Thema Allergien und Unverträglichkeiten bei Französische Bulldoggen findest Du hier 

Was Du bei der Pflege einer französischen Bulldogge beachten solltest, erklären wir Dir in diesem Artikel 

Schau Dir gern auch dieses Video zum Thema Französische Bulldoggen an.

Inhalt

Häufig gestellte Fragen.Alle Antworten auf einen Blick.

Warum ist die Französische Bulldogge so beliebt?
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Ihr anhänglicher Charakter macht sie zum idealen Familienhund, der Nähe sucht und gelehrig ist. Beliebtheit steigt durch Social-Media-Trends und Promi-Einfluss, doch achten Sie auf gesunde Zucht, um Qualzucht zu vermeiden. Im DACH-Raum sind Frenchies Top-Rasse, da sie stadtgeeignet sind, aber hitzeempfindlich – planen Sie kühle Spaziergänge.

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Was ist die Geschichte der Französischen Bulldogge?
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Aus englischen Toy-Bulldoggen gezüchtet, wurde sie in Frankreich zum Begleithund der Bohème. Heute ist sie FCI-anerkannt, mit Fledermausohren als Markenzeichen. Vermeiden Sie Mythen über Kampfhunde – moderne Frenchies sind friedlich, aber prüfen Sie Zuchtstandards auf Gesundheit.

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Welchen Charakter hat eine Französische Bulldogge?
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Sie sind intelligent, aber stur, brauchen konsequente Erziehung mit positiver Verstärkung. Als Anhänger sind sie ideal für Alleinstehende oder Familien, toleriert aber keine Langeweile – tägliche Spielzeiten stärken die Bindung. In DACH-Foren berichten Halter von ihrer Treue, warnen aber vor Trennungsangst.

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Was beachten beim Kauf von Französischer Bulldogge Welpen?
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Wählen Sie VDH-zertifizierte Züchter in Deutschland, Österreich oder Schweiz, die Elterntiere zeigen und Gesundheitstests (z. B. HD/ED) vorlegen. Vermeiden Sie Importe aus Tschechien – prüfen Sie offene Nasenlöcher gegen BOAS. Kosten: 1.500–3.000 €; besuchen Sie vorab für Sozialisierung.

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Wie groß werden Französische Bulldoggen und wann ausgewachsen?
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Rüden erreichen 25–35 cm Schulterhöhe und 9–14 kg, Hündinnen etwas kleiner. Ausgewachsen sind sie mit 12 Monaten, der Körperbau rundet bis Jahr 3 ab. Messen Sie regelmäßig, um Übergewicht zu vermeiden – kalorienarmes Futter hilft bei neuer Zucht auf längere Schnauzen.

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Wie alt werden Französische Bulldoggen?
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Gesunde Exemplare erreichen 10–14 Jahre, oft kürzer bei Atemproblemen. Neue 2024-Studien zeigen Verbesserungen durch gesündere Züchte – jährliche Checks und kühle Umgebung verlängern das Leben. In DACH-Tierkliniken steigen OP-Raten für BOAS, doch Prävention spart Kosten.

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Welche gesundheitlichen Probleme haben Französische Bulldoggen?
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Häufig: BOAS (Atemnot, Schnarchen), Hautallergien, Wirbelsäulenfehler. 2025-Trends fordern engere Zuchtregeln – wählen Sie Hunde mit breiten Nasenlöchern. Tipps: Feuchte Tücher für Faltenreinigung, Vermeidung von Hitze über 20°C; Haustierkrankenversicherung deckt bis 50% der Therapien.

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Wie pflege ich eine Französische Bulldogge?
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Reinigen Sie täglich Augen-, Nasenfalten und Ohren mit milden Tüchern, bürsten Sie wöchentlich das kurze Fell. Badet nur bei Bedarf – Biotin-Supplements fördern Glanz. DACH-Halter berichten Erfolge mit Kokosöl gegen Trockenheit; Zahnreinigung verhindert Parodontose.

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Wie ernähre ich eine Französische Bulldogge?
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Füttern Sie hochwertiges Trockenfutter mit niedrigem Fettgehalt, portionieren Sie nach Gewicht (ca. 100–200 g/Tag). Vermeiden Sie Milchprodukte bei Allergien – BARF-Tests klären Verträglichkeiten. Neue 2023-Studien empfehlen Omega-3 für Haut; Tierarzt berät zu Unverträglichkeiten.

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Wie erziehe ich eine Französische Bulldogge?
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Beginnen Sie früh mit Clicker-Training für Grundgehorsam – Belohnung statt Strafe. Frenchies lernen schnell, aber ignorieren bei Überforderung; kurze Sessions (5–10 Min.) täglich. In deutschen Foren raten Experten zu Welpenschulen für Sozialisierung.

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Warum schnarcht meine Französische Bulldogge?
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Durch kurze Schnauze entsteht BOAS, was Luftknappheit verursacht – nicht niedlich, sondern riskant. Lösen Sie mit Nasenpflastern oder OP bei Starkfall; schlafen Sie erhöht. 2025-Richtlinien fordern Züchter zu längeren Nasen.

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Ist eine Französische Bulldogge hitzeempfindlich?
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Frenchies überhitzen schnell – nur Spaziergänge unter 20°C, mit Wasserpausen. Neue Studien (2024) zeigen Herzrisiken; kühlen Sie mit Matten. In DACH-Sommern: Morgens/Abends aktivieren, Indoor-Spiele priorisieren.

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Was tun bei Frenchie-Allergien?
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Symptome: Juckreiz, Rötungen – hypoallergenes Futter und Shampoos helfen. Testen Sie auf Milch/Unverträglichkeiten; Apoquel lindert akut. Tierärzte in Deutschland empfehlen Umweltanpassung, z. B. staubarm.

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Wie wirkt sich die Pubertät auf Französische Bulldoggen aus?
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Rüden werden territorial, Hündinnen läufig – ablenken mit Nasenarbeit. Kastration besprechen, aber nicht voreilig. Halter in Foren notieren mehr Bellen; konsequente Regeln stabilisieren.

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Sind Fluffy Frenchies gesünder?
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Fluffy Frenchies (L-FUR-Gen) haben ähnliche Atemprobleme, aber mehr Fellpflege. Keine Gesundheitsvorteile – wählen Sie getestete Züchter. Trends in DACH warnen vor höheren Allergien.

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Welche Kosten entstehen für eine Französische Bulldogge?
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Kauf: 1.500–3.000 €; jährlich Futter/Tierarzt: 800–2.000 € durch OPs. Versicherung deckt 80% – kalkulieren Sie BOAS-Kosten (bis 5.000 €). DACH-Halter sparen durch Prävention.

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Kann eine Französische Bulldogge mit Katzen leben?
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Frenchies sind tolerant, aber jagdtriebig – vorstellen Sie langsam. In städtischen DACH-Haushalten: Gemeinsame Spielzeiten aufbauen. Foren berichten Erfolge bei Welpen.

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Ist die Französische Bulldogge für Anfänger geeignet?
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Ihr Charme täuscht – Gesundheitsmanagement erfordert Wissen. Nehmen Sie an Kursen teil; 2025-Ratgeber betonen Verantwortung. Ideal für engagierte Halter.

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