Hund trinkt viel 2026: Ursachen, Futter-Check & wann zum Tierarzt
Ein Hund braucht rund 50 bis 100 ml Wasser pro kg Körpergewicht am Tag. Trinkt dein Hund deutlich mehr, liegt es oft am stark verarbeiteten Trockenfutter mit nur rund 8 % Wasser. Frisches, rohes BARF bringt rund 70 % Feuchtigkeit direkt in den Napf, eine einzige klar deklarierte Proteinquelle, ohne Getreide und Füllstoffe. Hier erfährst du, welche Trinkmenge normal ist, welche 7 Ursachen dahinterstecken und wann du zum Tierarzt musst.
Dein Hund steht alle 20 Minuten am Napf und trinkt, als hätte er gerade einen Marathon hinter sich? Der Wassernapf ist abends leer, obwohl er morgens randvoll war? Dann hast du recht, genauer hinzuschauen. Vermehrtes Trinken, von Tierärzten Polydipsie genannt, ist eines der häufigsten Symptome, das Hundehalter zum Googeln bringt. Und das ist gut so. Denn in vielen Fällen steckt hinter dem erhöhten Wasserkonsum eine einfache Ursache, die du selbst angehen kannst. In manchen Fällen aber ist es ein Frühwarnsignal, das du nicht ignorieren darfst.
Dieser Artikel gibt dir ein klares System: Wie viel ist normal? Welche 7 Ursachen stecken hinter dem Durst? Was kannst du selbst tun, und wann muss der Tierarzt ran? Dazu zeigen wir dir, warum die Wahl des Futters bei der häufigsten Ursache (zu trockene Nahrung) den größten Unterschied macht. Dogs Supreme liefert dir die Fakten und die passenden Produkte, ab 79,99 € versandkostenfrei.
Wie viel Wasser ist normal? Die Trinkmengen-Tabelle
Bevor du dir Sorgen machst, brauchst du eine Baseline. Die Faustformel: Ein gesunder Hund trinkt rund 50 bis 100 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Die Spanne ist groß, weil Aktivität, Temperatur und Futterart den Bedarf stark beeinflussen. Ein Hund, der nur trockene Nahrung bekommt, trinkt automatisch mehr als einer mit feuchtem Futter, weil er den Wasseranteil aus dem Futter nicht mitbekommt.
| Körpergewicht | Normale Trinkmenge / Tag | Achtung ab |
|---|---|---|
| 5 kg (Chihuahua, Yorkshire Terrier) | 250-500 ml | über 500 ml |
| 10 kg (Dackel, Jack Russell) | 500-1.000 ml | über 1.000 ml |
| 20 kg (Beagle, Cocker Spaniel) | 1-2 Liter | über 2 Liter |
| 30 kg (Labrador, Golden Retriever) | 1,5-3 Liter | über 3 Liter |
So misst du die Trinkmenge: Morgens den Napf mit einer abgemessenen Menge Wasser füllen (zum Beispiel 1 Liter). Abends den Rest messen. Differenz = Trinkmenge. Mach das über 3 Tage, um einen Durchschnitt zu bekommen. Denk daran: Wasser aus Pfützen, dem Gartenteich oder dem Klo zählt auch, auch wenn es schwer zu messen ist.
Wichtig: Die Tabelle zeigt die Gesamt-Wasseraufnahme, also Trinkwasser plus Wasser aus dem Futter. Ein Hund, der feuchtes Futter mit hohem Wasseranteil bekommt, deckt einen großen Teil seines Bedarfs bereits übers Futter. Ein Hund mit reiner Trockennahrung (rund 8 % Wasseranteil) muss fast seinen gesamten Bedarf über den Napf decken. Das ist der entscheidende Unterschied, und oft die einfachste Erklärung für "mein Hund trinkt so viel".

7 Ursachen, warum dein Hund so viel trinkt
Erhöhter Durst hat immer eine Ursache. Manche sind harmlos und einfach anzugehen, andere brauchen den Tierarzt. Hier die sieben häufigsten, sortiert von harmlos bis medizinisch.
1. Hitze und hohe Temperaturen
Die offensichtlichste Ursache: Wenn es draußen 30 Grad sind, trinkt dein Hund mehr. Genau wie du. Hunde können nicht schwitzen (außer minimal über die Pfotenballen), sie regulieren ihre Körpertemperatur über Hecheln, und das kostet Wasser. An heißen Sommertagen kann sich der Wasserbedarf verdoppeln bis verdreifachen. Ein 20-kg-Hund, der normalerweise 1,5 Liter trinkt, kann im Hochsommer problemlos 3 Liter leeren. Das ist normal und kein Grund zur Sorge.
Was tun: Immer frisches, kühles Wasser bereitstellen. Mehrere Näpfe in der Wohnung verteilen. Auf Spaziergängen Wasser mitnehmen. Mittagshitze meiden. Wenn der erhöhte Durst nur bei Hitze auftritt und danach wieder nachlässt, ist alles normal.
2. Trockene Nahrung als alleinige Fütterung
Die am meisten unterschätzte Ursache, und gleichzeitig die, bei der du am meisten in der Hand hast. Stark verarbeitetes Trockenfutter enthält nur rund 8 % Wasser. Frisches, rohes BARF bringt dagegen rund 70 % Feuchtigkeit direkt in den Napf, gereiftes Nassfutter im Glas rund 80 %. Das ist ein Faktor von fast 10. Ein 20-kg-Hund, der 400 g Trockennahrung pro Tag frisst, nimmt darüber nur rund 32 ml Wasser auf. Derselbe Hund, der eine feuchte Ration mit hohem Wasseranteil bekommt, nimmt mehrere hundert Milliliter allein übers Futter auf. Die Differenz muss er bei reiner Trockennahrung zusätzlich aus dem Napf trinken.
Viele Hundehalter wundern sich, warum ihr Hund "so viel trinkt", ohne zu bedenken, dass die trockene Nahrung fast kein Wasser liefert. Der Hund gleicht das selbstständig aus, sein Körper fordert das fehlende Wasser ein. Das ist kein Zeichen einer Krankheit, sondern ein Zeichen dafür, dass der Hund seinen Job macht: den Flüssigkeitshaushalt regulieren.
Was tun: Eine feuchte Ration in den Speiseplan holen. Frisches, rohes BARF aus einer klar deklarierten Proteinquelle bringt von Natur aus rund 70 % Feuchtigkeit mit, dein Hund nimmt mit jeder Mahlzeit automatisch Wasser auf. Konkrete Empfehlungen findest du im Abschnitt "Die Futter-Brücke" weiter unten.
3. Salzige Nahrung oder Leckerlis
Klingt banal, passiert ständig: Der Hund bekommt regelmäßig Tischreste, salzige Snacks oder Leckerlis mit hohem Natriumgehalt. Salz bindet Wasser im Körper und erzeugt Durst, bei Hunden genauso wie bei Menschen. Ein paar Scheiben Wurst hier, etwas Käse dort, die Reste vom Grillabend, über den Tag kommt einiges zusammen.
Auch manche industriellen Leckerlis enthalten überraschend viel Salz. Lies die Zutatenliste, Natriumwerte über 0,5 % sind bei Snacks unnötig hoch. Luftgetrocknete Snacks aus einer einzigen, klar benannten Proteinquelle sind hier die ehrlichere Wahl, am besten passend zur Hauptfütterung.
Was tun: Tischreste konsequent streichen. Auf natriumarme, klar deklarierte Leckerlis umsteigen. Der Durst normalisiert sich meist innerhalb von 1 bis 2 Tagen. Einfache Sache.
4. Diabetes mellitus, Tierarzt erforderlich
Vermehrtes Trinken (Polydipsie) in Kombination mit vermehrtem Urinabsatz (Polyurie) ist eines der klassischen Frühsymptome von Diabetes beim Hund. Der Körper kann den Blutzucker nicht richtig verarbeiten, Glukose wird über den Urin ausgeschieden und zieht Wasser mit. Der Hund trinkt mehr, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Weitere Anzeichen: Gewichtsverlust trotz normalem oder gesteigertem Appetit, Mattigkeit, trübe Augen (grauer Star), häufige Harnwegsinfektionen. Diabetes tritt häufiger bei übergewichtigen Hunden, unkastrierten Hündinnen und bestimmten Rassen auf (Samojede, Australian Terrier, Zwergschnauzer, Zwergpudel).
Wichtig: Diabetes ist KEINE Diagnose, die du selbst stellen kannst, und auch keine, die du über das Futter löst. Wenn dein Hund viel trinkt UND viel Urin absetzt UND dabei abnimmt, dann geh zum Tierarzt. Ein einfacher Bluttest und Urintest reichen für die Diagnose. Diabetes beim Hund ist mit Insulin gut behandelbar, wenn er früh erkannt wird.
5. Nierenerkrankung, Tierarzt erforderlich
Die Nieren filtern Abfallstoffe aus dem Blut und regulieren den Wasserhaushalt. Wenn die Nierenfunktion nachlässt, bei chronischer Niereninsuffizienz (CNI), können die Nieren den Urin nicht mehr richtig konzentrieren. Der Hund produziert verdünnten Urin in großen Mengen und trinkt mehr, um nicht zu dehydrieren.
CNI ist eine der häufigsten Erkrankungen bei älteren Hunden. Sie entwickelt sich schleichend, oft über Monate oder Jahre, und wird erst spät bemerkt, weil Hunde Nierenprobleme lange kompensieren. Wenn vermehrtes Trinken das erste Symptom ist, das dir auffällt, sind oft bereits 60 bis 75 % der Nierenfunktion verloren.
Weitere Anzeichen: Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, stumpfes Fell, Mundgeruch (urämisch, nach Ammoniak), Erbrechen. Bei älteren Hunden (ab 7 Jahren), die plötzlich deutlich mehr trinken, sollte eine Nierenkontrolle zum Standard gehören.
Wichtig: Lass deinen Tierarzt Blut abnehmen (Kreatinin, Harnstoff, SDMA) und den Urin untersuchen (spezifisches Gewicht). Eine besondere Ernährung bei Nierenerkrankung gehört zwingend in tierärztliche Hand, niemals als Selbstversuch. Die Diagnose muss vom Tierarzt kommen.
6. Cushing-Syndrom (Hyperadrenokortizismus), Tierarzt erforderlich
Beim Cushing-Syndrom produziert der Körper zu viel Cortisol, entweder durch einen Tumor in der Nebenniere oder in der Hirnanhangsdrüse. Überschüssiges Cortisol erhöht den Blutzucker und die Urinproduktion. Das Ergebnis: Der Hund trinkt und uriniert exzessiv. Cushing ist bei Hunden häufiger als viele denken und wird oft jahrelang nicht erkannt.
Typische Symptome neben dem vermehrten Trinken: Hängebauch (aufgeblähter Bauch durch Muskelschwäche und Fettumverteilung), Haarausfall (symmetrisch, oft am Rumpf), dünne Haut, Hecheln, Muskelabbau, Hautinfektionen. Betroffen sind vor allem Hunde ab 6 Jahren, bestimmte Rassen wie Pudel, Dackel, Boxer und Terrier häufiger als andere.
Wichtig: Cushing ist nicht mit einem einzelnen Bluttest erkennbar. Dein Tierarzt braucht spezielle Tests (ACTH-Stimulationstest oder Low-Dose-Dexamethason-Suppressionstest). Die Behandlung gehört in tierärztliche Hand und verbessert die Lebensqualität deutlich. Selbstdiagnose ist hier ausgeschlossen, und über das Futter lässt sich Cushing nicht beeinflussen.
7. Medikamente
Einige Medikamente erhöhen den Durst als Nebenwirkung. Die häufigsten Übeltäter:
- Kortison (Prednisolon, Dexamethason): Der Klassiker. Kortison steigert Durst und Appetit massiv. Hunde unter Kortisontherapie trinken oft das Doppelte bis Dreifache der normalen Menge
- Diuretika (Furosemid, Torasemid): Entwässerungsmittel treiben Flüssigkeit aus dem Körper, logisch, dass der Hund mehr trinkt
- Phenobarbital: Antiepileptikum, das bei vielen Hunden Polydipsie auslöst
- Herzmedikamente: Manche Herzmittel beeinflussen den Wasserhaushalt
Was tun: NICHT eigenmächtig Medikamente absetzen oder die Dosis ändern. Wenn dein Hund unter Medikamenten deutlich mehr trinkt, sprich deinen Tierarzt darauf an. Manchmal gibt es Alternativen mit weniger Nebenwirkungen, manchmal ist der erhöhte Durst der akzeptierte Kompromiss für die Behandlung. Immer frisches Wasser bereitstellen, den Zugang zum Wasser niemals einschränken, auch wenn die Trinkmengen extrem erscheinen.
Die Futter-Brücke: feuchte Fütterung gegen übermäßigen Durst
Wenn du nach dem Lesen der Ursachen-Liste bei Punkt 2 genickt hast, dein Hund bekommt hauptsächlich oder ausschließlich trockene Nahrung, dann ist der Hebel einfacher als du denkst. Du musst nicht zaubern. Eine feuchte Ration bringt den Wasseranteil zurück, den die Trockennahrung nicht liefert, und für viele Hunde ist sie ohnehin die angenehmere Fütterung.
Warum frisches Futter hier so wirksam ist: Ein hoher Wasseranteil bedeutet, dass dein Hund mit jeder Mahlzeit automatisch Flüssigkeit aufnimmt. Er muss weniger nachtrinken, der Napf steht nicht ständig leer. Besonders bei älteren Hunden ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Rohes, tiefgekühltes BARF, eine Proteinquelle, rund 70 % Feuchtigkeit
Das Ehrlichste, was du gegen die Trockenheit im Napf tun kannst, ist frisches, rohes BARF: rohes Muskelfleisch und Innereien aus einer einzigen, klar deklarierten Proteinquelle, kombiniert mit einem Gemüse-Anteil, getreidefrei, ohne Füllstoffe, ohne künstliche Zusätze. Nichts wird hocherhitzt, nichts versteckt. Der Wasseranteil liegt bei rund 70 %, dein Hund nimmt also mit jeder Mahlzeit von Natur aus Flüssigkeit auf. Verschiedene Proteinsorten stehen zur Auswahl, von Rind als Allrounder bis zu Ausweichproteinen wie Kaninchen, Pferd oder Rotwild für Hunde mit Verträglichkeitsfragen. Unser BARF entsteht nach unseren eigenen Rezepten und ist in dieser Form nur bei uns erhältlich. Du musst nur auftauen und servieren.
Hygiene beim Rohfüttern: Tiefkühlware durchgehend kühl halten und im Kühlschrank auftauen, nicht bei Raumtemperatur. Napf, Flächen und Hände nach jeder Mahlzeit gründlich reinigen. In Haushalten mit immungeschwächten Personen, Schwangeren oder Kleinkindern die Rohfütterung vorab ärztlich abklären (Hinweis des BVL, 2022).
Empfehlung bei erhöhtem Durst durch trockene Nahrung
BARF-Mix Rind, tiefgekühlt
Rohes Muskelfleisch und Innereien aus einer Proteinquelle, mit Gemüse vorkombiniert und gewolft, getreidefrei. Rund 70 % Feuchtigkeit pro Mahlzeit, dein Hund nimmt automatisch Wasser über die Nahrung auf und muss weniger aus dem Napf trinken. Rind ist der verträgliche Allrounder für die meisten Hunde. Roh, frisch, nach unserem eigenen Rezept, nur bei uns.
Kein Gefrierfach? Die gereifte Variante im Glas
Rohes Tiefkühl-BARF ist die nährstoffschonendste Basis, weil nichts erhitzt wird. Es braucht aber Platz im Gefrierfach und etwas Planung beim Auftauen. Wenn das nicht in deinen Alltag passt, etwa auf Reisen, im Sommer oder bei wenig Platz, ist unser gereiftes Nassfutter im Glas die ehrlichste verarbeitete Alternative: schonend zubereitet statt hocherhitzt, voll deklariert, mit rund 80 % Feuchtigkeit. Es ist schrankfähig und sofort servierbar, also genauso wirksam gegen den trockenen Napf, nur ohne Gefrierfach.
Die Alternative ohne Gefrierfach
Gereiftes Nassfutter im Glas
Schonend zubereitet, voll deklariert, rund 80 % Feuchtigkeit. Für Halter, die kein Gefrierfach nutzen oder viel unterwegs sind, und die den Wasseranteil im Napf trotzdem hoch halten wollen.
Tipp: trockene Nahrung einweichen
Du willst übergangsweise bei trockener Nahrung bleiben, aber die Flüssigkeitszufuhr erhöhen? Dann weiche das Futter mit warmem Wasser ein. 15 bis 20 Minuten quellen lassen, bevor du es deinem Hund gibst. Das Futter nimmt Wasser auf, wird weicher und liefert mehr Feuchtigkeit pro Portion. Warmes Wasser (nicht heiß!) verstärkt außerdem den Geruch, das kann bei mäkeligen Hunden helfen. Einziger Nachteil: Eingeweichtes Futter verdirbt schneller. Was nach 30 Minuten nicht gefressen wurde, entsorgen. Das ist eine Übergangslösung, dauerhaft bringt frisches Futter mit echtem Wasseranteil mehr.

Wann zum Tierarzt? Die Red Flags bei vermehrtem Trinken
Nicht jeder Hund, der viel trinkt, ist krank. Aber es gibt klare Warnsignale, die du nicht ignorieren darfst. Wenn eines oder mehrere der folgenden Zeichen auf deinen Hund zutreffen: Tierarzt-Termin machen, nicht abwarten, nicht googeln.
- Plötzliche, deutliche Zunahme der Trinkmenge: Dein Hund hat bisher immer normal getrunken und leert plötzlich den doppelten Napf? Plötzlichkeit ist das Alarmsignal. Schleichende Veränderungen sind schwerer zu bemerken, achte auf den Wassernapf-Pegel als täglichen Check
- Trinkmenge über 100 ml pro kg Körpergewicht pro Tag: Ein 20-kg-Hund, der über 2 Liter pro Tag trinkt, liegt über der Norm. Über 100 ml/kg ist die Grenze, ab der Tierärzte von Polydipsie sprechen und eine Diagnostik empfehlen
- Vermehrtes Trinken plus vermehrtes Urinieren: Die Kombination Polydipsie/Polyurie ist das Leitsymptom für Diabetes, Nierenerkrankungen und Cushing. Der Hund trinkt viel UND muss ständig raus, oder hat Unfälle in der Wohnung, obwohl er stubenrein ist
- Gewichtsverlust trotz normalem oder gesteigertem Appetit: Dein Hund frisst wie immer (oder sogar mehr) und nimmt trotzdem ab? In Kombination mit erhöhtem Durst ein starkes Signal für Diabetes oder andere Stoffwechselstörungen
- Appetitlosigkeit und erhöhter Durst: Wenn dein Hund viel trinkt aber das Fressen verweigert, kann das auf Nierenprobleme, Lebererkrankungen oder Infektionen hindeuten
- Erbrechen, Durchfall oder Lethargie: Begleitsymptome machen aus "wahrscheinlich harmlos" ein "lieber checken lassen". Je mehr Symptome zusammenkommen, desto dringender der Tierarzt-Besuch
- Hund ist älter als 7 Jahre: Bei Senioren sollte eine plötzliche Veränderung im Trinkverhalten immer abgeklärt werden. Eine Blutuntersuchung (großes Blutbild plus Organwerte) gibt Klarheit
Was der Tierarzt macht: Blutentnahme (Nierenwerte, Leberwerte, Blutzucker, Schilddrüse), Urinuntersuchung (spezifisches Gewicht, Glukose, Protein), Ultraschall bei Verdacht auf Organveränderungen. Die meisten Ursachen für vermehrtes Trinken lassen sich mit diesen Standard-Untersuchungen innerhalb eines Termins abklären. Vorbereitung: Bring eine frische Urinprobe mit (morgendlich aufgefangen mit einer sauberen Suppenkelle) und notiere die Trinkmenge der letzten 3 Tage. Das spart Zeit und hilft deinem Tierarzt bei der Einordnung.

FAQ: Häufige Fragen rund ums Trinkverhalten
Mein Hund trinkt viel und frisst wenig, was steckt dahinter?
Die Kombination "viel trinken, wenig fressen" kann harmlos sein, zum Beispiel bei Hitze oder nach einer anstrengenden Wanderung. Wenn es aber über mehrere Tage anhält, ohne dass eine offensichtliche Ursache vorliegt, solltest du zum Tierarzt. Nierenerkrankungen, Leberprobleme und Infektionen können genau dieses Muster zeigen. Dein Tierarzt kann mit einem Blutbild und Urintest schnell eingrenzen, ob eine organische Ursache dahintersteckt.
Sollte ich meinem Hund den Wasserzugang begrenzen, wenn er so viel trinkt?
Nein, niemals. Ein Hund, der viel trinkt, tut das aus einem Grund. Sein Körper braucht das Wasser. Wenn du den Zugang einschränkst, riskierst du eine Dehydration, und die kann lebensbedrohlich werden. Auch wenn die Trinkmengen absurd erscheinen: Wasser immer frei zugänglich lassen. Die richtige Reaktion ist, die Ursache zu finden und anzugehen, nicht das Symptom zu unterdrücken.
Trinkt mein Hund mehr, weil er nur trockene Nahrung bekommt?
Sehr wahrscheinlich ja. Trockene Nahrung hat nur rund 8 % Wasseranteil, frisches BARF rund 70 % und gereiftes Nassfutter im Glas rund 80 %. Ein Hund, der ausschließlich Trockennahrung frisst, muss seinen gesamten Flüssigkeitsbedarf über den Napf decken. Das ist nicht krankhaft, aber es bedeutet hohe Trinkmengen, die Halter oft verunsichern. Der einfachste Hebel: eine feuchte, frische Ration in den Speiseplan holen.
Hund trinkt plötzlich viel, ab wann ist es ein Notfall?
Ein Notfall wird es, wenn Begleitsymptome dazukommen: Erbrechen, Apathie, aufgeblähter Bauch, Blut im Urin, Zusammenbruch. "Nur" vermehrtes Trinken ohne weitere Symptome ist selten ein akuter Notfall, aber es gehört zeitnah abgeklärt. Faustregel: Wenn dein Hund über 100 ml pro kg Körpergewicht pro Tag trinkt (also ein 20-kg-Hund über 2 Liter), ist ein Tierarzt-Termin innerhalb der nächsten 1 bis 2 Tage sinnvoll. Bei Begleitsymptomen: sofort.
Mein Welpe trinkt sehr viel, ist das normal?
Welpen trinken relativ zu ihrem Körpergewicht oft mehr als erwachsene Hunde. Ihre Nieren reifen noch, sie sind aktiver und wachsen. Moderate Viel-Trinker unter Welpen sind meist völlig gesund. ABER: Welpen dehydrieren auch schneller als erwachsene Hunde. Wenn ein Welpe extrem viel trinkt UND gleichzeitig Durchfall, Erbrechen oder Lethargie zeigt, sofort zum Tierarzt. Bei Welpen ist das Zeitfenster kleiner.
Hilft ein Trinkbrunnen, damit mein Hund mehr trinkt?
Ein Trinkbrunnen kann Hunde motivieren, die zu WENIG trinken, das fließende Wasser weckt Neugier und schmeckt durch die Filterung frischer. Wenn dein Hund aber VIEL trinkt, löst ein Brunnen das nicht. Er macht nur die Wasseraufnahme bequemer. Trinkbrunnen sind sinnvoll bei Hunden, die zu wenig trinken, nicht bei denen, die zu viel trinken. Die Ursache für übermäßigen Durst liegt woanders, beim Futter oder beim Tierarzt.
Vermehrtes Trinken beim Hund ist in den meisten Fällen kein Grund zur Panik, aber immer ein Grund, genauer hinzuschauen. Die drei häufigsten Auslöser (Hitze, trockene Nahrung, Salz) kannst du selbst in den Griff bekommen. Bei allem, was darüber hinausgeht, Diabetes, Niere, Cushing, Medikamente, ist dein Tierarzt der richtige Ansprechpartner. Beobachte die Trinkmenge über 3 Tage, schreib sie auf, und geh mit diesen Zahlen in die Praxis. Das ist keine Überreaktion. Das ist verantwortungsvolle Hundehaltung.
Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei vermehrtem Trinken in Kombination mit Begleitsymptomen, plötzlicher Zunahme oder Trinkmenge über 100 ml/kg/Tag suche bitte einen Tierarzt auf. Die Futter-Hinweise basieren auf allgemeinen Erfahrungswerten, jeder Hund ist individuell, und dein Tierarzt kennt deinen Hund am besten.
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Verstärktes Trinken kann harmlos sein, aber auch ein Warnsignal für Niere, Diabetes oder Hormonstörungen. Steigt die Wassermenge spürbar oder bleibt sie über Tage erhöht, gehört das immer zuerst tierärztlich abgeklärt und nicht über das Futter gelöst. Wer beim Napf auf vollständig deklarierte, getreidefreie Zutaten, einen hohen Feuchtigkeitsanteil und eine klare Monoprotein-Basis achtet, findet das in unserem rohen, tiefgekühlten BARF, exklusiv nach unseren eigenen Rezepten hergestellt und in dieser Form nur bei uns.
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