Getreidefreies Hundefutter 2026: Testsieger & Vergleich
Getreidefreies Hundefutter ist 2026 mehr als ein Trend, es ist die Antwort auf Allergien, Verdauungsprobleme und den Wunsch nach artgerechter Ernährung. Welches getreidefreie Futter wirklich hält, was es verspricht, zeigt unser Vergleich.
Der Markt für getreidefreies Hundefutter ist in den letzten drei Jahren um 40 % gewachsen. Mit dem Wachstum kam die Verwirrung: Dutzende Marken, hunderte Sorten, Versprechen von „naturbelassen" bis „wolfsgerecht". Die Realität ist nüchterner. Nicht jedes getreidefreie Futter ist automatisch gut, und nicht jeder Hund braucht es. Was zählt, sind Zusammensetzung, Proteinquelle und Verarbeitungsqualität, nicht das Marketing.
Was bedeutet „getreidefrei" eigentlich?
Getreidefreies Hundefutter verzichtet auf Weizen, Mais, Gerste, Roggen, Hafer und Reis. Stattdessen kommen alternative Kohlenhydratquellen zum Einsatz: Kartoffel, Süßkartoffel, Erbsen, Linsen oder Tapioka. Die Proteinquelle bleibt tierisch. Geflügel, Fisch, Lamm, Ente oder neuartige Quellen wie Insekten.
Wichtige Unterscheidung: Getreidefrei ist nicht dasselbe wie kohlenhydratfrei. Jedes Trockenfutter braucht eine Stärkequelle für die Kroketten-Bindung. Die Frage ist nicht ob Kohlenhydrate, sondern welche. Kartoffel und Süßkartoffel liefern Energie und Ballaststoffe, ohne die Verdauungsprobleme, die Weizen und Mais bei empfindlichen Hunden auslösen können.
Auch nicht verwechseln: Getreidefrei und glutenfrei. Reis ist glutenfrei, aber ein Getreide. Ein Futter mit Reis ist glutenfrei, aber nicht getreidefrei. Für Hunde mit Weizen-Allergie reicht glutenfrei. Für Hunde mit Getreide-Unverträglichkeit muss es komplett getreidefrei sein.

Für welche Hunde ist getreidefreies Futter sinnvoll?
Nicht jeder Hund braucht getreidefreies Futter. Aber für diese Gruppen ist es die bessere Wahl:
Hunde mit Futtermittelallergien. Weizen und Mais gehören zu den häufigsten Allergenen bei Hunden. Wer die Eliminationsdiät hinter sich hat und Getreide als Auslöser identifiziert hat, braucht dauerhaft getreidefreies Futter. Besonders betroffen: Französische Bulldoggen, West Highland Terrier, Labrador Retriever.
Hunde mit empfindlicher Verdauung. Blähungen, weicher Stuhl, häufiger Kotabsatz, wenn konventionelles Futter diese Symptome verursacht, ist der Wechsel zu getreidefrei oft die Lösung. Getreide, besonders Weizen, enthält schwer verdauliche Proteine (Gluten), die die Darmschleimhaut reizen können.
Aktive und sportliche Hunde. Getreidefreies Futter hat oft einen höheren Proteinanteil (28-32 % statt 22-26 %). Für Hunde mit hohem Energiebedarf. Arbeitshunde, Sporthunde, sehr aktive Rassen, liefert das die nötige Muskelmasse und Regeneration.
Ältere Hunde mit nachlassender Verdauung. Im Alter wird die Verdauung empfindlicher. Ein leicht verdauliches, getreidefreies Futter mit hochwertiger Proteinquelle entlastet den Magen-Darm-Trakt und verbessert die Nährstoffaufnahme.
Getreidefreies Hundefutter 2026: Der Vergleich
Wir vergleichen fünf getreidefreie Trockenfutter, die im deutschen Markt erhältlich sind, nach den Kriterien Proteingehalt, Proteinquelle, Kohlenhydratquelle, Fettgehalt und Besonderheiten.
| Futter | Protein | Fett | Proteinquelle | Kohlenhydrat |
|---|---|---|---|---|
| Josera Duck & Potato | 26 % | 16 % | Ente | Kartoffel |
| Josera Salmon & Potato | 26 % | 16 % | Lachs | Kartoffel |
| Josera High Protein Sea Fish | 30 % | 20 % | Seefisch | Kartoffel |
| Josera MINI Duck & Potato | 27 % | 16 % | Ente | Kartoffel |
| Josera Hypoallergenic | 24 % | 12 % | Insektenprotein | Kartoffel |
Die Testsieger im Detail
Bestes Allround-Futter: Josera Duck & Potato
Josera Duck & Potato ist der Allrounder unter den getreidefreien Futtersorten. Ente als Proteinquelle ist gut verträglich, selten allergen und liefert hochwertiges tierisches Protein. Kartoffel als Kohlenhydratquelle ist leicht verdaulich und frei von Gluten.
Die Zusammensetzung ist ausgewogen: 26 % Protein und 16 % Fett eignen sich für normal aktive Hunde aller Rassen. Omega-3-Fettsäuren aus Lachsöl unterstützen Fell und Haut. Die Krokettengröße ist mittel, passend für Hunde ab 10 kg. Für kleine Rassen gibt es die MINI-Variante mit kleineren Kroketten.
Bestes High-Protein-Futter: Josera High Protein Sea Fish
Für aktive Hunde, Sporthunde oder Rassen mit hohem Proteinbedarf ist das High Protein Sea Fish die erste Wahl. 30 % Protein und 20 % Fett liefern die Energie, die ein arbeitender Hund braucht. Seefisch als Proteinquelle bringt natürliches Omega-3 mit, gut für Gelenke, Fell und Gehirn.
Die höhere Energiedichte bedeutet: Weniger Futter pro Mahlzeit nötig. Das entlastet den Verdauungstrakt und reduziert die Kotmenge. Nicht geeignet für Hunde mit Neigung zu Übergewicht oder für wenig aktive Rassen. Wer einen Hund hat, der viel Energie verbrennt, sei es durch Sport, Jagd oder einfach genetisch bedingten Bewegungsdrang, findet hier die optimale Versorgung ohne Getreide-Ballast.
Bestes Futter für Allergiker: Josera Hypoallergenic
Der Spezialist unter den getreidefreien Futtersorten. Josera Hypoallergenic nutzt Insektenprotein, eine Proteinquelle, mit der kaum ein Hund jemals in Kontakt gekommen ist. Das macht es zur idealen Basis für eine Eliminationsdiät und als Dauerfutter für Allergiker.
24 % Protein und 12 % Fett sind bewusst moderat gehalten. Bei Allergikern ist ein niedrigerer Fettgehalt oft besser verträglich. Die Zutatenliste ist kurz, weniger Zutaten bedeuten weniger potenzielle Auslöser.
Bestes Futter für kleine Rassen: Josera MINI Duck & Potato
Die MINI-Variante des Duck & Potato ist speziell für kleine Rassen unter 10 kg formuliert. Kleine Hunde haben einen höheren Stoffwechsel pro Kilogramm Körpergewicht und brauchen energiedichteres Futter in kleineren Kroketten. Die Kroketten sind so dimensioniert, dass auch Chihuahuas, Dackel und Möpse sie problemlos kauen können.
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Worauf beim Kauf achten?
Fleisch als erste Zutat. Die Zutatenliste ist nach Gewicht sortiert. Wenn Kartoffel oder Erbsen vor der Fleischquelle stehen, enthält das Futter mehr Pflanzliches als Tierisches. Hochwertiges getreidefreies Futter hat Fleisch oder Fisch an Position 1.
Proteingehalt über 24 %. Unter 24 % Protein hat ein Trockenfutter zu wenig tierischen Anteil. Optimal für die meisten Hunde: 26-30 %. Über 32 % ist für Sporthunde gedacht, nicht für den Familienhund.
Keine versteckten Getreide-Ersatzstoffe. Manche Hersteller ersetzen Getreide durch Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen) in großen Mengen. Diese liefern pflanzliches Protein, das die tierische Proteinzahl auf dem Etikett aufbläst. Prüfe: Stehen mehrere Hülsenfrüchte in der Zutatenliste? Dann ist der tatsächliche Fleischanteil niedriger als der Proteinwert suggeriert.
Transparente Deklaration. „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ist eine offene Deklaration, du weißt nicht, was drin ist. „Entenmehl (26 %), getrocknete Kartoffel (18 %)" ist eine geschlossene Deklaration, du weißt exakt, was und wie viel. Bevorzuge geschlossene Deklaration.
Omega-3-Fettsäuren prüfen. Gutes getreidefreies Futter enthält Lachsöl oder Fischöl als Omega-3-Quelle. EPA und DHA unterstützen Haut, Fell, Gelenke und Gehirn. Ein Gehalt von mindestens 0,3 % Omega-3-Fettsäuren ist ein Qualitätsindikator. Pflanzliche Omega-3-Quellen (Leinöl) liefern ALA, das der Hund kaum in EPA/DHA umwandeln kann, weniger effektiv als tierische Quellen.
Preis pro Kilogramm vergleichen. Der Beutelpreis täuscht. Ein 12-kg-Sack für 60 Euro (5 €/kg) ist günstiger als ein 2-kg-Beutel für 15 Euro (7,50 €/kg). Hochwertiges getreidefreies Futter liegt bei 4-7 €/kg. Unter 3 €/kg solltest du skeptisch sein, dann wird am Fleischanteil gespart. Über 8 €/kg zahlst du für Marketing, nicht für Qualität.
Falls dein Hund nicht nur getreidefrei, sondern auch hypoallergen fressen soll, hilft unser Ratgeber hypoallergenes Hundefutter.
Häufige Fragen zu getreidefreiem Hundefutter
Ist getreidefreies Hundefutter teurer als normales?
Ja, in der Regel 15-30 % teurer. Die alternativen Kohlenhydratquellen (Kartoffel, Süßkartoffel) kosten mehr als Weizen und Mais. Außerdem verwenden getreidefreie Futter oft hochwertigere Proteinquellen (Ente, Lachs statt Geflügelnebenerzeugnisse). Pro Tag sind das bei einem mittelgroßen Hund etwa 20-40 Cent Mehrkosten. Gemessen an den potenziellen Tierarztkosten durch Allergien und Verdauungsprobleme ist das eine sinnvolle Investition.
Kann getreidefreies Futter Herzprobleme verursachen?
Die FDA-Untersuchung von 2018-2019 zu einem möglichen Zusammenhang zwischen getreidefreiem Futter und dilatativer Kardiomyopathie (DCM) wurde 2022 ohne kausalen Nachweis abgeschlossen. Es gibt keinen bewiesenen Zusammenhang. Die verdächtigten Futter enthielten extrem hohe Mengen an Hülsenfrüchten als Hauptzutat, ein Problem der Formulierung, nicht des getreidefreien Konzepts an sich. Hochwertige getreidefreie Futter mit Fleisch als Hauptzutat und moderatem Hülsenfruchtanteil gelten als sicher.
Wie stelle ich auf getreidefreies Futter um?
Schrittweise über 7-10 Tage. Tag 1-3: 75 % altes Futter, 25 % neues. Tag 4-6: 50/50. Tag 7-9: 25 % alt, 75 % neu. Ab Tag 10: 100 % neues Futter. Bei empfindlichen Hunden den Zeitraum auf 14 Tage ausdehnen. Weicher Stuhl in den ersten 2-3 Tagen ist normal, der Darm stellt sich um. Wenn Durchfall länger als 3 Tage anhält: Tempo drosseln oder andere Sorte probieren.
Braucht mein gesunder Hund getreidefreies Futter?
Nicht zwingend. Wenn dein Hund konventionelles Futter gut verträgt, fester Stuhl, kein Juckreiz, glänzendes Fell, gibt es keinen medizinischen Grund für den Wechsel. Getreidefreies Futter hat Vorteile bei Allergien und Verdauungsproblemen, ist aber kein Muss für jeden Hund. Die Entscheidung sollte sich an den Bedürfnissen deines individuellen Hundes orientieren, nicht an Marketing-Versprechen.

Fazit: Qualität vor Label
Getreidefreies Hundefutter ist kein Allheilmittel und nicht für jeden Hund nötig. Aber für Allergiker, empfindliche Hunde und aktive Rassen ist es die bessere Wahl. Entscheidend ist nicht das Label „getreidefrei", sondern was stattdessen drin ist: hochwertige tierische Proteinquelle, verdauliche Kohlenhydrate, transparente Deklaration. Wer nach diesen Kriterien wählt, findet das richtige Futter, ob getreidefrei oder nicht.
Ein letzter Gedanke: Vertrau nicht auf Reviews und Sterne-Bewertungen im Internet. Jeder Hund ist anders. Das beste Futter für deinen Hund erkennst du an vier Dingen: fester Stuhl, glänzendes Fell, gute Energie und kein Juckreiz. Wenn alle vier stimmen, hast du das richtige Futter gefunden, egal was auf der Verpackung steht. Wenn eines dieser Kriterien nicht passt, experimentiere weiter. Die Suche nach dem perfekten Futter ist keine Schwäche, sondern verantwortungsvolle Hundehaltung.
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