15. März 2026

Tierarztkosten Hund 2026: GOT-Tabelle, Spartipps & Versicherung

13 Min. Lesezeit
Tierarztkosten fuer den Hund — GOT-Tabelle und Versicherungstipps

Tierarztkosten für einen Hund liegen 2026 zwischen rund 30 Euro für eine allgemeine Untersuchung und bis zu 5.000 Euro für eine Not-OP wie die Magendrehung. Grundlage ist die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die den 1-fachen bis 3-fachen Satz erlaubt: Die allgemeine Untersuchung kostet danach 23,62 bis 70,86 Euro. Ein gesunder Hund kostet beim Tierarzt etwa 300 bis 500 Euro pro Jahr. Seit der GOT-Novelle vom November 2022 sind viele Gebührensätze um 20 bis 60 Prozent gestiegen. Mehr dazu in unserem Hundefutter-Kostenvergleich 2026.

Die Rechnung liegt auf dem Tresen. 387 Euro für eine Ohrentzündung, Blutbild und Medikamente. Du schluckst. Dein Hund wedelt mit dem Schwanz, ihm geht es besser. Dir geht es schlechter, zumindest finanziell. Das kommt Dir bekannt vor? Du bist nicht allein. Tierarztkosten sind für viele Hundehalter die größte laufende Ausgabe nach dem Futter. Und seit der GOT-Novelle 2022 sind sie nochmal deutlich gestiegen.

Was ist die GOT und warum bestimmt sie Deine Tierarztkosten?

Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ist eine bundesweit gültige Rechtsvorschrift, die den Rahmen für tierärztliche Honorare festlegt. Kein Tierarzt darf weniger als den 1-fachen Satz verlangen, und nur in begründeten Ausnahmefällen mehr als den 3-fachen Satz. Die letzte große Novelle trat am 22. November 2022 in Kraft, mit teilweise erheblichen Preissteigerungen.

Was viele nicht wissen: Der Tierarzt berechnet jede einzelne Position separat, nie nur eine Sammelleistung. Eine „Kastration“ auf der Rechnung ist mehr als der reine Eingriff, da steht: Allgemeine Untersuchung + Beratung + Narkose + chirurgischer Eingriff + Medikamente + Verbandsmaterial + Nachkontrolle. Jede Position hat ihren eigenen GOT-Satz. Deshalb weicht die Rechnung oft stark vom „Grundpreis“ ab, den Du im Internet findest.

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Tierarztkosten Hund 2026: Die große Kostenübersicht

Alle Angaben basieren auf der GOT-Novelle vom November 2022, die auch 2026 gilt. Die Evaluierung der GOT läuft, Ergebnisse werden Ende 2026 erwartet. Quelle: Bundestierärztekammer (BTK).

Behandlung 1-facher Satz 2-facher Satz 3-facher Satz Typisch (gesamt)
Allgemeine Untersuchung 23,62 EUR 47,24 EUR 70,86 EUR 30-70 EUR
Schutzimpfung (ohne Impfstoff) 11,50 EUR 23,00 EUR 34,50 EUR 50-80 EUR (mit Impfstoff)
Jährliche Vorsorge (Untersuchung + Impfung) n. a. n. a. n. a. 100-200 EUR/Jahr
Kastration Rüde (nur Eingriff) 70,60 EUR 141,20 EUR 211,80 EUR 150-400 EUR (gesamt)
Kastration Hündin (nur Eingriff) 192,00 EUR 384,00 EUR 576,00 EUR 300-600 EUR (gesamt)
Blutuntersuchung (Organe) n. a. n. a. n. a. 50-150 EUR
Röntgen (1 Aufnahme) 32,07 EUR 64,14 EUR 96,21 EUR 80-200 EUR (mit Befund)
Zahnsteinentfernung 40,97 EUR 81,94 EUR 122,91 EUR 150-400 EUR (mit Narkose)
Kreuzband-OP n. a. n. a. n. a. 2.500-3.500 EUR
Magendrehung (Not-OP) n. a. n. a. n. a. 1.500-5.000 EUR

Hinweis: GOT-Einzelsätze zeigen nur die reine Leistung. In der Praxis kommen Narkose, Materialien, Medikamente und Nachsorge hinzu. Deshalb ist die „typisch (gesamt)“-Spalte realistischer. Die genauen Kosten hängen vom Schweregrad, der Region und dem GOT-Satz des Tierarztes ab.

Wann wird der 2-fache oder 3-fache Satz berechnet?

Der Tierarzt wählt den Satz nach eigenem Ermessen. Faktoren: Schwierigkeitsgrad der Behandlung, Zeitaufwand, Ortszuschläge (Großstadt vs. Land) und Notdienst. Nachts, am Wochenende oder an Feiertagen wird mindestens der 2-fache Satz berechnet. Oft sogar der 3-fache. Dazu kommt eine Notdienstgebühr von 59,50 EUR. Ein nächtlicher Notfall kann also schnell 200-500 EUR kosten, bevor überhaupt behandelt wird.

Was kostet ein Hund beim Tierarzt pro Jahr?

Rechne mit 300-500 EUR jährlich für einen gesunden Hund. Das beinhaltet:

  • Jährliche Vorsorgeuntersuchung + Impfung: 100-200 EUR
  • Entwurmung (4x/Jahr): 40-80 EUR
  • Zeckenschutz (Spot-On oder Tabletten): 80-150 EUR
  • 1-2 ungeplante Besuche (Durchfall, kleine Verletzung): 100-300 EUR

Bei älteren Hunden, Rassen mit Prädisposition für bestimmte Krankheiten oder chronisch kranken Hunden steigt das schnell auf 800-2.000 EUR pro Jahr. Brachyzephale Rassen wie Möpse oder Französische Bulldoggen haben durch ihre Anatomie häufiger Atemwegs- und Hautprobleme. Das spiegelt sich in den Tierarztkosten wider.

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Was kostet die Behandlung wirklich?

Realistische Tierarztkosten als Schätzung nach der Gebührenordnung für Tierärzte. Wähle einen Eingriff aus. Der Rechner zeigt die übliche Spanne inklusive Diagnostik, Narkose und Nachsorge.

1. Eingriff oder Behandlung

2. Nähere Angabe

Notfall im NotdienstAußerhalb der Sprechzeiten, mit Notdienstgebühr

Wähle oben einen Eingriff, dann erscheint hier die realistische Kostenspanne.

Realistische Kostenspanne (Schätzung)

Das ist der realistische Gesamtbetrag inklusive Diagnostik, Narkose, Klinikaufenthalt und Nachsorge, nicht die einzelne GOT-Position.

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Versicherung oder lieber selbst zurücklegen?

Rechne ehrlich durch, was Dich Dein Hund über sein Leben kostet: Versicherungsbeitrag gegen eine eigene Rücklage. Alle Werte sind Schätzungen, keine Tarifempfehlung.

1. Wie alt ist Dein Hund?

2. Monatlicher Versicherungsbeitrag:

3. Alternativ monatlich selbst zurücklegen:

4. Wie läuft das Hundeleben?

Über das Hundeleben gerechnet (Schätzung)

Versicherungsbeiträge gesamt
Deine eigene Rücklage
Erwartbare Tierarztkosten

    Die teuersten Notfälle, und was sie wirklich kosten

    Kein Hundehalter will darüber nachdenken, aber diese Zahlen solltest Du kennen. Wenn es passiert, bist Du wenigstens vorbereitet.

    Magendrehung (Torsio ventriculi)

    Der absolute Albtraum für Besitzer großer Rassen. Deutsche Schäferhunde, Doggen, Berner Sennenhunde und andere tiefbrüstige Hunde sind besonders gefährdet. Der Magen dreht sich um die eigene Achse, die Blutversorgung wird abgeschnürt. Ohne sofortige OP stirbt der Hund innerhalb von Stunden. Kosten: 1.500-5.000 EUR je nach Klinik und Komplikationen. Dazu kommt der Notdienstzuschlag, denn Magendrehungen passieren nie während der Sprechstunde.

    Kreuzbandriss

    Besonders häufig bei Labradoren, Golden Retrievern und übergewichtigen Hunden. Die OP allein kostet 1.500-2.500 EUR (TPLO-Methode, die heute Standard ist). Dazu kommen Röntgen, Narkose, Nachsorge und Physiotherapie. Damit landest Du bei 2.500-3.500 EUR. Und in etwa 30-50 % der Fälle reißt irgendwann auch das andere Kreuzband.

    Fremdkörper verschluckt

    Socken, Spielzeug, Maiskolben, Steine: Hunde fressen Dinge, die sie nicht fressen sollten. Wenn der Fremdkörper nicht von allein rauskommt, muss operiert werden. Kosten: 800-2.500 EUR. Plus Bildgebung (Röntgen, Ultraschall): 100-300 EUR. Bei Junghunden der häufigste Grund für Notfall-OPs.

    Vergiftung

    Rattengift, Schokolade, Weintrauben, Xylitol in zuckerfreien Kaugummis: Die Liste der für Hunde giftigen Substanzen ist lang. Behandlung: Aktivkohle, Infusionen, Überwachung. Kosten: 300-2.000 EUR je nach Gift und Schweregrad. Bei Rattengift kann die Behandlung über Wochen gehen.

    Tierarztkosten nach Hunderasse, was Du wissen solltest

    Nicht jede Rasse kostet gleich viel beim Tierarzt. Manche Rassen sind genetisch vorbelastet, und das spiegelt sich in den jährlichen Kosten wider.

    Rasse Typische Probleme Geschätzte Mehrkosten/Jahr
    Französische Bulldogge Atemwege (BOAS), Hautprobleme, Allergien +300-800 EUR
    Mops Atemwege, Augenprobleme, Übergewicht +200-600 EUR
    Dackel Bandscheibenvorfall (Dackellähmung) +0-3.000 EUR (wenn OP nötig)
    Labrador HD, ED, Kreuzband, Übergewicht +200-500 EUR
    Dt. Schäferhund HD, ED, Magendrehung, Degenerative Myelopathie +300-600 EUR
    Cavalier King Charles Herzprobleme (MVD), Syringomyelie +400-1.000 EUR
    Mischling (mittelgroß) Generell weniger Prädispositionen +0-200 EUR

    Deshalb unser Tipp: Bevor Du Dich für eine Rasse entscheidest, informiere Dich über die typischen Gesundheitskosten. Die beliebtesten Hunderassen 2026 sind nicht immer die günstigsten in der Haltung. Ein gesunder Mischling vom Tierschutz kostet beim Tierarzt oft weniger als ein Rassehund vom Züchter, unterm Strich über ein Hundeleben gerechnet.

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    10 Tipps, um Tierarztkosten zu senken

    Du kannst Tierarztkosten nicht vermeiden. Aber Du kannst sie reduzieren. Der Hebel dafür heißt Prävention, nicht weniger Tierarztbesuche.

    1. Jährliche Vorsorge einhalten. Klingt kontraproduktiv: Geld ausgeben, um Geld zu sparen? Ja. Eine Früherkennung für 70 EUR ist günstiger als eine Not-OP für 3.000 EUR
    2. Impfplan einhalten. Parvovirose-Behandlung kostet 1.000+ EUR. Die Impfung 50 EUR
    3. Zahnpflege. Zahnstein führt zu Zahnentzündungen, die zu Zahnextraktionen unter Narkose führen. 300-800 EUR. Ein Kauartikel oder Zahnbürste kostet 10 EUR
    4. Gewicht kontrollieren. Übergewicht verursacht Gelenkprobleme, Diabetes, Herzerkrankungen. Jedes vermeidbare Kilo ist bares Geld
    5. Gut deklariertes Futter. Billiges Futter mit Füllstoffen und Allergenen führt zu Hautproblemen, Verdauungsstörungen, Nährstoffmangel. Die Tierarztkosten übersteigen schnell die Ersparnis beim Futter
    6. Parasitenschutz nicht vergessen. Zecken übertragen Borreliose und Anaplasmose, Behandlung: 200-500 EUR. Prävention: 80 EUR/Jahr. Auch Pfotenschutz im Sommer gehört zur Prävention
    7. Zweitmeinung einholen. Vor teuren Eingriffen ist eine zweite Meinung sinnvoll und ausdrücklich Dein Recht. Manche OPs sind vermeidbar
    8. Preise vergleichen. Der GOT-Satz variiert. Landtierärzte rechnen oft im 1-2-fachen Satz ab, Stadtkliniken im 2-3-fachen. Bei planbaren Eingriffen lohnt sich ein Vergleich
    9. Rasse-spezifische Risiken kennen. Bei einem Labrador lohnt HD-Röntgen ab dem 2. Lebensjahr. Bei einem Dackel gilt der Blick auf den Rücken. Wer die Risiken seiner Rasse kennt, wird nicht kalt erwischt
    10. Notfallapotheke zu Hause. Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, Zeckenzange, Fieberthermometer. Kleine Verletzungen selbst versorgen spart den Notdienst-Besuch für 59,50 EUR

    Hundekrankenversicherung oder Rücklage, was lohnt sich?

    Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. Und ja, das ist ausnahmsweise kein Ausweich-Satz.

    Rechenbeispiel: OP-Versicherung

    Eine OP-Versicherung kostet je nach Rasse und Alter 15-40 EUR/Monat (180-480 EUR/Jahr). Nach 10 Hundejahren hast Du 1.800-4.800 EUR eingezahlt. Eine Kreuzband-OP kostet 2.500-3.500 EUR, eine Magendrehung bis zu 5.000 EUR. Wenn Dein Hund in 10 Jahren EINE große OP braucht, hat sich die Versicherung gelohnt. Braucht er keine, hast Du bezahlt ohne Gegenleistung.

    Alternative: Monatliche Rücklage

    50 EUR pro Monat auf ein separates Konto. Nach 10 Jahren: 6.000 EUR. Reicht für fast jede Not-OP. Der Vorteil: Das Geld gehört Dir. Der Nachteil: Wenn die OP im ersten Jahr kommt, hast Du erst 600 EUR angespart.

    Kriterium OP-Versicherung Monatliche Rücklage
    Schutz ab Tag 1 Ja (nach Wartezeit) Nein (erst aufbauen)
    Kosten/Monat 15-40 EUR 50 EUR (Empfehlung)
    Rückerstattung bei Nichtnutzung Nein Ja (Geld gehört Dir)
    Deckt alle OPs ab Meist ja (Ausschlüsse beachten!) Kommt auf Höhe an
    Für Rassen mit hohem OP-Risiko Sehr empfohlen Risikoreicher
    Für robuste Mischlinge Oft überdimensioniert Reicht meist aus

    Unser Standpunkt: Für Rassen mit bekannten Prädispositionen (HD beim Labrador, Bandscheibenvorfall beim Dackel, Magendrehung bei tiefbrüstigen Rassen) ist eine OP-Versicherung sinnvoll. Für gesunde Mischlinge reicht die Rücklage. Eine Vollversicherung (die auch normale Behandlungen abdeckt) lohnt sich finanziell fast nie, da zahlst Du langfristig mehr ein, als Du zurückbekommst.

    Worauf Du bei der Versicherung achten musst

    Nicht jede Versicherung ist gleich. Achte auf diese Punkte, bevor Du unterschreibst:

    • Wartezeit: Die meisten Versicherungen haben eine Wartezeit von 30-90 Tagen. In dieser Zeit bist Du nicht versichert. Manche schließen sogar Erkrankungen aus, die in der Wartezeit diagnostiziert werden, auch wenn die OP später kommt
    • Selbstbeteiligung: 20 % Selbstbeteiligung ist Standard. Bei einer 3.000 EUR OP zahlst Du also 600 EUR selbst. Manche Tarife bieten 0 % Selbstbeteiligung, dafür sind die Beiträge höher
    • Rassezuschläge: Französische Bulldoggen, Möpse und andere brachyzephale Rassen zahlen 30-50 % mehr. Manche Versicherer lehnen diese Rassen komplett ab
    • Altersgrenze: Die meisten Versicherungen nehmen keine Hunde über 7-8 Jahre auf. Wer versichern will, sollte früh anfangen
    • Ausschlüsse: Vorerkrankungen, rassetypische Erkrankungen, Zahnbehandlungen, lies das Kleingedruckte. Manche Versicherungen schließen genau die Behandlungen aus, die Du am ehesten brauchst

    Die Kombinations-Strategie

    Viele erfahrene Hundehalter fahren eine Kombination: OP-Versicherung (für den Ernstfall) plus monatliche Rücklage von 30 EUR (für normale Behandlungen). So bist Du gegen Katastrophen versichert, baust aber gleichzeitig ein Polster für den Alltag auf. Nach 5 Jahren hast Du 1.800 EUR auf der Seite, genug für die meisten normalen Behandlungen. Und die OP-Versicherung fängt den Rest ab.

    Ein letzter Gedanke zum Thema Kosten: Teuer wird ein Hund vor allem durch verschleppte Behandlung, nicht durch die Tierarztkosten an sich. Zu lange warten aus Kostenscheu führt fast immer zu höheren Kosten am Ende. Und zu mehr Leid für den Hund. Merkst Du, dass etwas nicht stimmt: Geh zum Tierarzt. Lieber einmal zu oft als einmal zu spät.

    Prävention durch Ernährung, der unterschätzte Kostensparfaktor

    Klingt nach Verkaufsargument? Ist es nicht. Oder zumindest nicht nur. Futter mit klarer Deklaration, ausreichend Protein und ohne Füllstoffe kann Tierarztbesuche wegen Verdauungsproblemen, Hautproblemen und Allergien seltener machen. Verdauung, Haut und Gewicht sind drei der häufigsten Gründe für Tierarztbesuche. Alle drei reagieren auf die Futterqualität.

    Dazu kommt: Zahnprobleme sind eine der unterschätztesten Kostenfallen. Über 80 % aller Hunde über 3 Jahre haben Zahnstein. Was das kostet und warum tägliche Zahnpflege der billigste Hebel ist, steht oben in Tipp 3.

    Ein weiterer Hebel: Bewegung und Gewichtskontrolle. Jedes Kilo Übergewicht belastet Gelenke, Herz und Stoffwechsel. Bleibt Dein Hund auch im Sommer aktiv (Tipps dazu im Ratgeber zum aktiven Hund im Sommer), profitieren Gelenke und Kreislauf langfristig davon. Das spart langfristig hunderte bis tausende Euro.

    Die Rechnung: 10 EUR mehr pro Monat für besseres Futter = 120 EUR/Jahr. Eine einzige Behandlung wegen Futtermittelunverträglichkeit (Untersuchung + Blutbild + Spezialfutter-Beratung): 150-300 EUR. Prävention ist günstiger als Behandlung. Immer. Am ehrlichsten ist eine kurze, klar deklarierte Zutatenliste: rohes, tiefgekühltes BARF aus einer einzigen Proteinquelle, ohne Getreide und Füllstoffe. Du siehst genau, was im Napf liegt. Das reduziert die Zahl möglicher Auslöser. Wer kein Gefrierfach hat, greift zur gereiften Variante im Glas.

    Roh füttern, aber hygienisch

    Tiefkühlware durchgehend kühl halten und im Kühlschrank auftauen, nicht bei Raumtemperatur. Napf, Flächen und Hände nach jeder Mahlzeit gründlich reinigen. In Haushalten mit immungeschwächten Personen, Schwangeren oder Kleinkindern die Rohfütterung vorab ärztlich abklären (Hinweis des BVL, 2022). Bei bestehenden Erkrankungen oder Unsicherheit zur Ration berät Dein Tierarzt.

    Prävention beginnt im Napf

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    Häufige Fragen zu Tierarztkosten

    Was kostet eine Impfung beim Hund 2026?

    Die reine Impfleistung (ohne Impfstoff) kostet laut GOT 11,50 EUR im 1-fachen Satz. Mit Untersuchung, Beratung und Impfstoff landest Du typischerweise bei 50-80 EUR pro Impftermin. Jahresimpfung plus Entwurmung: 100-200 EUR.

    Was kostet eine Kastration beim Hund?

    Rüde: 150-400 EUR gesamt (OP + Narkose + Nachsorge). Hündin: 300-600 EUR gesamt. Die reinen GOT-Sätze sind deutlich niedriger (70,60 bzw. 192,00 EUR im 1-fachen Satz). Narkose, Materialien und Nachsorge kommen aber immer dazu.

    Kann ein Tierarzt mehr als den 3-fachen Satz verlangen?

    In Ausnahmefällen ja, bei besonders aufwändigen oder schwierigen Behandlungen. Das muss aber schriftlich begründet werden und der Halter muss vorher zustimmen. Im Notdienst ist der erhöhte Satz ohnehin Standard.

    Lohnt sich eine Hundekrankenversicherung?

    Für Rassen mit hohem OP-Risiko (Labrador: HD, Dackel: Bandscheibe, große Rassen: Magendrehung) ist eine OP-Versicherung sinnvoll. Für gesunde Mischlinge reicht oft eine monatliche Rücklage von 50 EUR. Vollversicherungen lohnen sich finanziell selten.

    Warum sind die Tierarztkosten seit 2022 so gestiegen?

    Die GOT-Novelle vom November 2022 hat viele Gebührensätze erhöht, teilweise um 20-60 %. Das war die erste große Anpassung seit 1999. Die Erhöhung spiegelt gestiegene Kosten für Personal, Geräte und Medikamente wider. Eine weitere Evaluierung läuft und Ergebnisse werden Ende 2026 erwartet.

    Was tun bei einer unerwartet hohen Tierarztrechnung?

    Prüfe die Rechnung: Stimmen die GOT-Positionen? Welcher Satz wurde berechnet? Bei Unklarheiten hast Du das Recht auf eine aufgeschlüsselte Rechnung. Die Landestierärztekammer kann bei Streitfällen vermitteln. Manche Praxen bieten auch Ratenzahlung an, frag direkt.

    Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Die genannten Kosten sind Richtwerte basierend auf der aktuellen GOT. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Praxis und Einzelfall abweichen.

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    Was kostet eine Impfung beim Hund 2026?
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