BARF für Hunde: Frischfleisch, Komponenten und der Einstieg

BARF heißt, dass dein Hund rohes Fleisch, Innereien, Knochen und pflanzliche Anteile bekommt, statt eines fertig erhitzten Futters. Du stellst die Ration selbst zusammen, und genau deshalb brauchst du zwei Dinge: die passenden Komponenten und eine Mengenangabe, die zu deinem Hund passt.

Was in die Schüssel kommt

Eine BARF-Ration besteht aus mehreren Bausteinen, und die findest du hier einzeln:

  • Fertige Mixe aus Fleisch, Innereien und Knochen, tiefgekühlt, in neun Sorten von Rind über Pute und Ente bis Pferd, Kaninchen und Rotwild. Wer mit einer einzigen Fleischsorte füttern will, findet sie hier.
  • Einzelkomponenten, wenn du selbst mischst: Muskelfleisch am Stück, Stichfleisch, grüner Pansen, Hühnerkarkasse als Knochenanteil, dazu ein Gemüse-Mix.
  • Ergänzungen wie Bierhefe, Rinderfett und Putenfett, alle in kleinen Gebinden.

Die Mixe gibt es in 200 g, 400 g und 1 kg. Kleine Portionen sind praktisch für kleine Hunde und für den Anfang, große lohnen sich, wenn Sorte und Menge feststehen.

Wie viel braucht mein Hund?

Die Menge hängt an Gewicht, Alter und Bewegung, nicht an der Sorte. Unser BARF-Rations-Rechner rechnet für den ausgewachsenen, normal aktiven Hund mit 2,0 Prozent des Körpergewichts am Tag, für Senioren mit 1,6 Prozent. Ein 20-Kilo-Hund landet damit bei rund 400 g am Tag.

Bei Welpen liegt die Menge deutlich höher und ändert sich fast wöchentlich. Rechne dort nicht mit den Werten für ausgewachsene Hunde, sondern gib Alter und Gewicht in den Rechner ein.

Der Einstieg, ohne dass es im Magen rumort

Ein Wechsel von Trocken- auf Rohfutter geschieht nicht über Nacht. Üblich ist, über ein bis zwei Wochen zu mischen und den Anteil des neuen Futters schrittweise zu erhöhen. Welcher Plan zu deinem Hund passt, zeigt dir der Futterwechsel-Navigator.

Wenn du erst einmal sehen willst, ob dein Hund das Zeug überhaupt mag, ist die BARF Kennenlern-Box ab 39,95 EUR der kleinere Schritt. Sie enthält mehrere Sorten in kleinen Portionen.

Tiefkühlversand: was er kostet

Alle Produkte dieser Kategorie außer Bierhefe kommen tiefgekühlt zu dir. Der Kühlversand kostet ab 14,50 EUR, unabhängig vom Bestellwert, und es gibt dafür keine Gratisgrenze. Das ist der Preis für die durchgehende Kühlkette bis an deine Tür. Es lohnt sich deshalb, größere Mengen auf einmal zu bestellen statt wöchentlich kleine.

Ohne Gefrierfach wird BARF schwierig. Dann ist gereiftes Nassfutter im Glas die praktischere Lösung, es braucht keine Kühlung bis zum Öffnen.

Was nicht in den Napf gehört

Beim Selbermischen landet schneller etwas im Napf, das dort nichts verloren hat, von rohem Schweinefleisch bis zu bestimmten Gemüsesorten. Welche Zutaten für Hunde ungeeignet sind, steht in unserem BARF-Lexikon.

Häufige Fragen zu BARF

Kann ich Fleisch und Gemüse einfach mischen?
Ja, die Komponenten sind dafür gedacht. Die Mixe nehmen dir die Rechnerei ab, weil Fleisch, Innereien und Knochen darin bereits zusammengestellt sind.

Wie taue ich richtig auf?
Über Nacht im Kühlschrank, nicht bei Zimmertemperatur und nicht in der Mikrowelle. Aufgetaut hält die Portion im Kühlschrank ein bis zwei Tage.

Muss ich jeden Tag BARF füttern?
Nein. Viele füttern gemischt, etwa roh am Morgen und Nassfutter am Abend. Wichtig ist, dass die Tagesmenge insgesamt passt.

Wie fange ich mit einem Welpen an?
Mit kleinen Portionen, engmaschig nachgerechnet, und ohne Knochenanteil zu übertreiben. Die Menge holst du dir aus dem Rechner, nicht aus einer Faustregel für erwachsene Hunde.