Fermentiertes Hundefutter: das Verfahren dahinter
Warum ein Metzgermeister aus Plauen Pflanzenanteile fermentiert, was das Patent genau schützt und was wir bewusst nicht behaupten.
Das Problem, das kaum ein Etikett erklärt
Hunde sind aus der Familie der Caniden und verdauen Fleisch mühelos. Bei Pflanzen sieht es anders aus: Deren Zellwände und langkettige Kohlenhydrate passieren den kurzen Verdauungstrakt oft weitgehend ungenutzt. Gemüse gehört in kleinen Anteilen trotzdem in den Napf, als Ballast- und Nährstoffquelle. Nur muss es dafür aufgeschlossen werden: mechanisch, thermisch oder eben durch Fermentation.
Die Antwort aus der Manufaktur
Thomas Schurig ist Metzgermeister und führt seit 2017 eine eigene Manufaktur in Plauen, Sachsen. Sein Weg: Das Fleisch bleibt roh und wird schonend schockgefrostet, die pflanzlichen Bestandteile werden nach einem von ihm entwickelten Verfahren fermentiert, bevor sie in die Mischung kommen. Auf dieses Verfahren wurde ihm das europäische Patent EP 4 014 751 erteilt, es ist seit dem 28.05.2025 in Kraft.
Das Prinzip kennst du aus deiner eigenen Küche: Sauerkraut und Kimchi sind fermentiertes Gemüse. Mikroorganismen bauen dabei Bestandteile ab, die roh schwer verdaulich wären. Genau dieser Schritt passiert hier für den Hundenapf, in beiden Linien: bei den tiefgekühlten BARF-Mixen genauso wie beim gereiften Futter im Glas.
Der Unterschied zwischen den Linien liegt im letzten Schritt. Die tiefgekühlten Mixe werden nicht erhitzt: Fleisch und fermentierte Pflanzenanteile kommen so in den Napf, wie sie die Manufaktur verlassen haben. Deshalb greifen wir zuerst zum Tiefkühl-Mix. Das Glas wird für die Haltbarkeit ohne Kühlung erhitzt und gereift, dafür steht es lagerfähig im Schrank: die Alternative für alle ohne Platz im Gefrierfach, für den Vorrat und für unterwegs.
EP 4 014 751
Europäisches Patent, erteilt am 28.05.2025
Seit 2017
Eigene Manufaktur in Plauen, Sachsen
2 Linien
Tiefgekühlt roh und gereift im Glas, beide mit fermentierten Pflanzenanteilen
Was am Napf ankommt
Muskelfleisch und Innereien von Wiederkäuern und Geflügel, vom Metzgermeister ausgesucht. Dazu ein Gemüseanteil von rund 20 bis 30 %, je nach Sorte, fermentiert statt roh untergemischt. Kein Schweinefleisch, keine Exoten, kein Zucker, kein Salz, keine Konservierung. Jede Zutat steht klar benannt in der Zusammensetzung, nachlesbar auf jeder Produktseite.
Was wir bewusst nicht behaupten
Du findest hier keine Heilversprechen. Ob ein Futter einem einzelnen Hund gut bekommt, zeigt sich am Hund, nicht am Werbetext, und gesundheitliche Fragen gehören in die Tierarztpraxis. Wir zeigen Herkunft, Zutaten und Verfahren so transparent wie möglich, die Bewertung überlassen wir dir.
Selbst ein Bild machen
Die BARF Kennenlern-Box bringt fünf Sorten mit Innereien, zusammen 2 kg, roh und schockgefrostet, mit fermentierten Pflanzenanteilen nach dem patentierten Verfahren.
BARF Kennenlern-Box ansehenMehr Werkzeuge rund um Futter und Wechsel findest du im Futterwechsel-Navigator, die Etikett-Kunde im Werkzeug Futteretikett verstehen.
Häufige Fragen zum Verfahren
Ist das ganze Futter fermentiert?
Nein, und das ist der Punkt: Fermentiert werden die pflanzlichen Bestandteile. Das Fleisch in den Tiefkühl-Mixen bleibt roh und schockgefrostet, im Glas wird die Mischung gereift.
Warum überhaupt fermentieren?
Weil Hunde pflanzliche Zellwände und langkettige Kohlenhydrate roh kaum aufschließen. Fermentation bereitet die Pflanzenanteile vor, nach demselben Prinzip wie bei Sauerkraut und Kimchi.
Was genau schützt das Patent?
Das Herstellungsverfahren für Tierfutter mit fermentiertem Pflanzenmaterial in Kombination mit tierischen Bestandteilen. Patentinhaber ist Thomas Schurig persönlich, das europäische Patent EP 4 014 751 ist seit dem 28.05.2025 erteilt.
Wo wird produziert?
In der eigenen Manufaktur in Plauen, Sachsen, unter Führung des Metzgermeisters, der jede Fleischquelle selbst auswählt.