03. August 2026

BARF für den Cane Corso 2026: Menge, Kosten und Umstellung

8 Min. Lesezeit
Cane Corso im Geschirr auf einem Spaziergang im Stadtpark

Ein ausgewachsener Cane Corso frisst beim Barfen rund 800 bis 1.650 g rohes Futter am Tag, je nach Gewicht und Aktivität. Mit Rind oder Pute kostet das zwischen 263 und 542 Euro im Monat, mit Kaninchen entsprechend mehr. Diese Zahl steht bewusst am Anfang, weil sie bei dieser Rasse die eigentliche Entscheidung ist.

Bei einem 8 kg schweren Hund ist Rohfütterung eine Geschmacksfrage. Bei einem Hund mit 45 kg ist sie eine Budgetfrage. Wer das vorher weiß, fängt anders an und hört seltener nach drei Wochen wieder auf.

Bevor Du bei diesem Hund einen Monatsvorrat kaufst

BARF Kennenlern-Box

Fünf Sorten testen, bevor Du 34 Kilo im Monat bestellst.

Bei einem 45-kg-Hund ist ein Fehlkauf teuer. Zwei Kilo reichen bei ihm zwar nur zwei Tage, aber genau die zwei Tage sagen Dir, welche Sorte er annimmt, bevor die Rechnung dreistellig wird.

Die pflanzlichen Bestandteile werden nach einem patentierten Fermentationsverfahren behandelt, das Fleisch bleibt roh und wird schockgefrostet. Hergestellt in der Manufaktur von Metzgermeister Thomas Schurig in Plauen.

Passt, wenn Du die Monatsrechnung kennst und deshalb sicher sein willst, bevor Du bestellst.

39,95 EUR für 5 × 400 g. Grundpreis 19,98 EUR je Kilogramm. Stand August 2026.

Sorte für Deinen Hund finden ›

Versandkostenfrei ab 79,99 EUR. 14 Tage Widerrufsrecht. Lieferung in 2 bis 4 Werktagen.

Warum die Menge beim Cane Corso alles verändert

Die Rechenregel beim Barfen ist für jeden Hund dieselbe: 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts am Tag. Was sich ändert, ist das Ergebnis. Aus 2 Prozent werden bei einem kleinen Hund 160 g, bei einem Cane Corso rund ein Kilo.

Damit verschieben sich drei Dinge gleichzeitig. Der Preis pro Monat, der Platz im Gefrierschrank und die Zeit, die das Auftauen braucht. Alle drei sind lösbar, aber keines löst sich von selbst.

Wieg Deinen Hund, bevor Du weiterrechnest. Die Spanne innerhalb der Rasse ist groß, und ein Unterschied von 5 kg macht in der Monatsrechnung schon 30 bis 50 Euro aus. Wer den Charakter und die Haltung der Rasse noch grundsätzlich einordnen will, findet das im Cane-Corso-Ratgeber.

Wie viel Dein Cane Corso am Tag braucht

Such Dir die Zeile mit dem Gewicht Deines Hundes. Ruhige Hunde liegen eher am unteren Rand, sehr aktive am oberen.

Gewicht 2 Prozent (ruhig) 2,5 Prozent 3 Prozent (aktiv)
40 kg 800 g 1.000 g 1.200 g
45 kg 900 g 1.125 g 1.350 g
50 kg 1.000 g 1.250 g 1.500 g
55 kg 1.100 g 1.375 g 1.650 g

Das ist ein Startwert, keine feste Größe. Beobachte Deinen Hund vier Wochen lang. Die Rippen sollten sich unter leichtem Druck ertasten lassen, ohne dass sie hervorstehen. Von oben betrachtet hat ein gut konditionierter Cane Corso eine erkennbare Taille hinter dem Rippenbogen.

Teile die Tagesration auf zwei Mahlzeiten. Bei tiefbrüstigen, großen Rassen ist das die ruhigere Variante, und sie kostet Dich nur zwei Minuten mehr am Tag.

Was das im Monat kostet

Jetzt die Zahl, wegen der die meisten überhaupt suchen. Gerechnet mit 45 kg Hundegewicht und 1.125 g am Tag, also einem normal aktiven Hund in der Mitte der Tabelle.

Sorte Preis je kg 1.125 g am Tag rund im Monat
BARF-Mix Rind 10,95 EUR 12,32 EUR 370 EUR
BARF-Mix Pute 10,95 EUR 12,32 EUR 370 EUR
BARF-Mix Kaninchen 15,49 EUR 17,43 EUR 523 EUR

Preise Stand August 2026, jeweils der Kilopreis der 1-kg-Packung. Bei einem ruhigen 40-kg-Hund mit 800 g am Tag sinkt die Rechnung auf rund 263 Euro bei Rind. Bei einem sehr aktiven 55-kg-Rüden mit 1.650 g steigt sie auf rund 542 Euro.

Wir schreiben das so deutlich hin, weil die Alternative unangenehmer ist. Wer mit einer geschönten Rechnung startet, stellt nach sechs Wochen frustriert wieder um. Das ist für den Hund die schlechtere Variante als ein ehrlich geplanter Mischweg von Anfang an.

Zwei Tage testen statt 34 Kilo raten ›

Drei Wege, die Kosten zu senken, ohne die Qualität zu opfern

Es gibt drei Stellschrauben, und keine davon heißt „billigeres Fleisch kaufen“.

Die erste ist die Sortenwahl. Rind und Pute liegen bei uns beide bei 10,95 EUR je Kilogramm, Kaninchen bei 15,49 EUR. Kaninchen ist ein selten gefüttertes Fleisch und entsprechend teurer im Einkauf. Als Basis nimmst Du die günstigere Sorte, das seltene Fleisch hebst Du Dir für Abwechslung oder für den Fall auf, dass Dein Hund etwas nicht verträgt.

Die zweite ist die Packungsgröße. Die 1-kg-Packung kostet je Kilogramm deutlich weniger als die 200-g-Packung. Bei einem Hund, der ohnehin über ein Kilo am Tag frisst, gibt es keinen Grund für kleine Einheiten, außer beim ersten Ausprobieren.

Die dritte ist der Mischweg. Niemand zwingt Dich zu hundert Prozent Rohfütterung. Viele Halter großer Hunde geben eine Mahlzeit roh und eine als Fertigfutter mit klarer Deklaration. Der Hund bekommt trotzdem frisches Fleisch, die Monatsrechnung halbiert sich fast, und Du hältst es länger durch. Das ist keine Notlösung, sondern eine bewusste Entscheidung.

Wie Du die Rechnung mit Deiner bisherigen Fütterung vergleichst

Die 370 Euro wirken hoch, solange sie allein stehen. Setz sie ins Verhältnis, bevor Du entscheidest.

Rechne nach, was Du heute im Monat für Futter ausgibst, inklusive Leckerli und Zusätze. Viele Halter großer Hunde landen dabei schon bei 120 bis 200 Euro, ohne es je zusammengezählt zu haben. Die Differenz zur Rohfütterung ist dann kleiner, als die nackte Zahl vermuten lässt.

Rechne außerdem in Kilo statt in Packungen. Ein Sack Trockenfutter hält bei einem 45-kg-Hund deutlich kürzer als bei einem 10-kg-Hund, und genau das übersieht man beim Blick auf den Packungspreis. Der Kilopreis ist die einzige Größe, die sich über Futterarten hinweg vergleichen lässt.

Der Welpe ist der heikle Teil

Beim ausgewachsenen Hund ist die Rechnung einfach. Beim Cane Corso im Wachstum ist sie es nicht.

Ein Welpe dieser Größenordnung legt in den ersten Monaten enorm zu. In dieser Phase kommt es nicht nur auf die Menge an, sondern auf das Verhältnis der Mineralstoffe zueinander, besonders Calcium und Phosphor. Zu viel ist hier genauso ungünstig wie zu wenig, und bei großen Rassen fällt eine Fehlversorgung stärker ins Gewicht als bei kleinen.

Unsere klare Empfehlung: Lass Dir den Rationsplan für die Wachstumsphase von einer Tierärztin oder einer ernährungsberatenden Fachperson durchrechnen. Das kostet einmalig etwas und ist die günstigste Versicherung, die Du in diesem Lebensabschnitt kaufen kannst. Wie die einzelnen Bestandteile grundsätzlich zusammenspielen, steht im BARF-Guide für Anfänger.

Woran Du bei dieser Menge auf Qualität achtest

Wer im Monat 34 kg Fleisch kauft, sollte drei Dinge prüfen können. Alle drei siehst Du selbst, ohne Laborbericht.

Erstens die Deklaration. Findest Du dort „Rindermuskelfleisch, Pansen grün, Rinderleber“, ist die Sache klar. Du weißt dann, was im Napf landet. Sammelbegriffe sind rechtlich erlaubt, sagen Dir aber nichts über die Zusammensetzung.

Zweitens die Kühlkette. Rohware wird schockgefrostet und bleibt es bis zu Dir. Ware, die zwischendurch angetaut und wieder eingefroren wurde, erkennst Du an Eiskristallen im Beutel und an verklumpten Stellen.

Drittens die Herkunft. Wer im Monat 34 kg einkauft, will wissen, wer das verarbeitet hat. Bei uns ist es Metzgermeister Thomas Schurig, der in Plauen in Sachsen eine eigene Manufaktur führt. Die pflanzlichen Bestandteile werden dabei nach einem patentierten Fermentationsverfahren behandelt, ähnlich dem Prinzip, das man von Sauerkraut oder Kimchi kennt. Das Fleisch bleibt roh und wird schockgefrostet.

Wie sich Fleisch, Innereien und Knochen aufteilen

Die gängige Aufteilung im tierischen Anteil liegt bei etwa 80 Prozent Muskelfleisch und 20 Prozent Innereien und knochigen Anteilen. Dazu kommen rund 20 bis 25 Prozent pflanzlicher Anteil, bezogen auf die Gesamtration. Das sind Richtwerte aus der Praxis, keine Naturgesetze.

Bei einem Hund dieser Größe fällt eine Verschiebung stärker auf als bei einem kleinen. Zu viel Leber über mehrere Tage merkst Du am Kot, zu viel Knochenanteil ebenfalls. Deshalb ist ein fertig zusammengestellter Mix für den Alltag die ruhigere Variante: die Aufteilung steckt bereits drin, Du musst sie nicht jede Woche neu treffen.

Wer selbst zusammenstellen will, findet die Aufteilung der Innereien im Detail im Beitrag Innereien beim BARF richtig aufteilen. Für die Knochen gilt eine eigene Regel, dazu steht alles unter Rohe Knochen sicher füttern.

Platz, Auftauen, Hygiene

Bei dieser Menge wird Logistik zum Thema. Drei Punkte klärst Du besser vor der ersten Bestellung.

Tiefkühlplatz. Rund 34 kg im Monat brauchen als Beutel gestapelt etwa eine halbe Gefriertruhe. Eine normale Kühl-Gefrier-Kombination reicht dafür nicht. Wer keine Truhe hat, bestellt wöchentlich statt monatlich.

Auftauen. Über ein Kilo braucht im Kühlschrank rund 24 Stunden. Du legst also immer die Portion für übermorgen nach unten. Bei Zimmertemperatur geht es schneller, aber dann steigt die Keimzahl an der Oberfläche. In der Mikrowelle taust Du gar nicht auf, das gart die Ränder an.

Hygiene. Ein eigenes Brett, ein eigenes Messer, Napf nach jeder Mahlzeit heiß ausspülen. Derselbe Umgang wie mit rohem Geflügel für Dich selbst.

Die Umstellung, Schritt für Schritt

Ein großer Hund reagiert auf einen zu schnellen Wechsel oft deutlicher als ein kleiner. Nimm Dir die Zeit.

(1) Starte mit einer gut verträglichen Sorte. Rind oder Pute nehmen die meisten Hunde problemlos an.

(2) Gib am Tag davor nur eine kleine Portion, damit der Magen leer in die neue Fütterung startet.

(3) Füttere die erste Woche ausschließlich diese eine Sorte, ohne das alte Futter im selben Napf zu mischen.

(4) Beobachte den Kot. Er wird fester und kleiner. Das ist normal.

(5) Nimm ab der zweiten Woche jede Woche eine weitere Sorte dazu, bis Du weißt, was ankommt.

Ob Du das Fleisch roh gibst oder kurz garst, ist eine eigene Frage mit eigenen Argumenten. Wir haben sie im Beitrag BARF kochen oder roh füttern auseinandergenommen.

Wann Du zuerst zum Tierarzt gehst

Eine Futterumstellung ist nicht immer der erste Schritt. Geh zuerst in die Praxis, wenn Dein Hund anhaltend Durchfall hat, wiederholt erbricht, deutlich abnimmt oder apathisch wirkt.

Dasselbe gilt bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit und bei jedem Welpen im Wachstum. Dieser Beitrag beschreibt, wie Rohfütterung praktisch funktioniert und was sie kostet. Er ersetzt keine tierärztliche Beratung und keine individuelle Rationsberechnung.

Weil dein Hund es verdient

Jede Woche 1 Tipp, der deinen Hund glücklicher macht. Kostenlos, kein Spam.

Kein Spam. Jederzeit abmeldbar. Datenschutz

Häufig gestellte Fragen.Alle Antworten auf einen Blick.

Wie viel BARF braucht ein Cane Corso am Tag?

Rund 2 bis 3 Prozent seines Körpergewichts. Bei 40 bis 55 kg sind das etwa 800 bis 1.650 g am Tag. Ruhige Hunde liegen am unteren Rand, sehr aktive am oberen.

Was kostet BARF für einen Cane Corso im Monat?

Bei 45 kg Körpergewicht und 1.125 g am Tag rund 370 EUR im Monat mit Rind oder Pute und rund 523 EUR mit Kaninchen. Stand August 2026.

Kann ich meinen Cane Corso nur teilweise barfen?

Ja. Eine Mahlzeit roh und eine als Fertigfutter ist bei großen Hunden verbreitet und senkt die Monatskosten fast um die Hälfte. Der Hund bekommt trotzdem frisches Fleisch.

Brauche ich für einen Cane Corso eine Gefriertruhe?

Für einen Monatsvorrat ja, das sind rund 34 kg. Wer wöchentlich bestellt, kommt mit dem Gefrierfach einer normalen Kühl-Gefrier-Kombination aus.

Wie lange dauert die Umstellung auf BARF?

Vier bis sechs Wochen, bis alle Sorten eingeführt sind und sich der Kot stabilisiert hat. Beginne mit einer Sorte und nimm jede Woche eine weitere dazu.

Ist Barfen beim Cane Corso Welpen riskant?

Es verlangt mehr Sorgfalt, vor allem beim Verhältnis von Calcium und Phosphor. Lass den Rationsplan für die Wachstumsphase fachlich durchrechnen.

Deine Frage steht nicht dabei?

Schreib uns, wir antworten meist am selben Werktag.

Frage an uns stellen