BARF für Französische Bulldoggen 2026: Menge, Kosten und Umstellung
BARF für eine Französische Bulldogge heißt: rohes Fleisch, Innereien, Gemüse und Öle statt fertigem Trocken- oder Nassfutter. Die Rasse bringt dabei zwei Besonderheiten mit, die Du kennen solltest. Der kurze Fang und der kompakte Körperbau machen Portionsgröße und Konsistenz wichtiger als bei einem langschnäuzigen Hund.
Viele Frenchie-Halter landen beim Thema Rohfütterung, weil sie irgendwann nicht mehr wissen, was eigentlich im Napf liegt. Auf der Packung steht „tierische Nebenerzeugnisse“, und das war es. Wer stattdessen jede Zutat benannt haben will, kommt fast zwangsläufig bei BARF an.
BARF Kennenlern-Box
Fünf Sorten in Probiergröße, damit Du herausfindest, was Dein Frenchie verträgt.
Gerade bei einer kurznasigen Rasse mit empfindlicher Verdauung willst Du eine Sorte nach der anderen testen, nicht einen Zehn-Kilo-Vorrat auf Verdacht kaufen. Fünf mal 400 g reichen für genau diesen Test.
Die pflanzlichen Bestandteile werden nach einem patentierten Fermentationsverfahren behandelt, das Fleisch bleibt roh und wird schockgefrostet. Hergestellt in der Manufaktur von Metzgermeister Thomas Schurig in Plauen.
Passt, wenn Du nicht weißt, womit Du anfangen sollst und nichts Falsches bestellen willst.
39,95 EUR für 5 × 400 g. Grundpreis 19,98 EUR je Kilogramm. Stand August 2026.
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Warum die Frage bei einer Französischen Bulldogge anders liegt
Eine Französische Bulldogge ist ein brachycephaler Hund. Das heißt, ihr Fang ist deutlich verkürzt. Beim Fressen schluckt sie dadurch mehr Luft als ein Hund mit langer Schnauze. Das ist keine Krankheit, sondern schlicht Anatomie.
Für die Fütterung hat das zwei praktische Folgen. Erstens lohnt es sich, die Tagesration auf zwei Mahlzeiten zu verteilen statt alles auf einmal zu geben. Zweitens spielt die Konsistenz eine Rolle. Ein grob strukturierter Mix wird oft ruhiger aufgenommen als ein sehr feiner Brei, den der Hund in wenigen Sekunden wegschlingt.
Dazu kommt das Gewicht. Der Rassestandard nennt für die Französische Bulldogge 8 bis 14 kg. Das ist ein kompakter Hund mit kräftigem Rumpf. Ein paar hundert Gramm zu viel fallen hier stärker ins Gewicht als bei einem Labrador. Beim Barfen rechnest Du die Menge selbst aus, und genau das ist der Vorteil: Du hast die Portion in der Hand statt eine Fertigempfehlung auf der Tüte.
Was BARF konkret bedeutet
BARF steht für biologisch artgerechte Rohfütterung. In der Praxis besteht eine Ration aus vier Bausteinen.
- Muskelfleisch als Hauptteil
- Innereien wie Leber, Niere und Pansen
- Gemüse, meist püriert oder fein geraspelt, damit der Hund es aufschließen kann
- Öle als Fettquelle
Die gängige Aufteilung im tierischen Anteil liegt bei etwa 80 Prozent Muskelfleisch und 20 Prozent Innereien und knochigen Anteilen. Dazu kommen rund 20 bis 25 Prozent pflanzlicher Anteil, bezogen auf die Gesamtration. Das sind Richtwerte aus der Praxis, keine Naturgesetze. Sie helfen Dir, eine Ration grob einzuordnen.
Du kannst das komplett selbst zusammenstellen. Dann brauchst Du eine Waage, Zeit und einen Plan für die Nährstoffverteilung. Oder Du nimmst fertige Mixe, in denen diese vier Bausteine bereits zusammengesetzt sind. Beides ist Barfen. Der zweite Weg ist der, den die meisten Berufstätigen durchhalten.
Unsere Mixe sind vollwertige Alleinfuttermittel. Fleisch, Innereien, Gemüse und Öle sind bereits enthalten, Du musst nichts dazukaufen. Wer tiefer in die Zusammenstellung einsteigen will, findet die Grundlagen im BARF-Guide für Anfänger.
Wie viel Dein Frenchie am Tag braucht
Die übliche Faustregel für ausgewachsene Hunde liegt bei 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts pro Tag. Ruhige Hunde eher am unteren Rand, sehr aktive eher am oberen. Für die Französische Bulldogge ergibt das folgende Spanne.
| Gewicht des Hundes | 2 Prozent (ruhig) | 3 Prozent (aktiv) |
|---|---|---|
| 8 kg | 160 g | 240 g |
| 10 kg | 200 g | 300 g |
| 12 kg | 240 g | 360 g |
| 14 kg | 280 g | 420 g |
Das ist ein Startwert, keine feste Größe. Beobachte Deinen Hund über zwei bis drei Wochen. Die Rippen sollten sich unter leichtem Druck ertasten lassen, ohne sichtbar hervorzustehen. Nimmt Dein Frenchie zu, gehst Du mit der Menge runter. Wird er dünner, gibst Du mehr.
Welpen und Junghunde rechnen anders. Sie brauchen bezogen aufs Körpergewicht deutlich mehr, und der Anteil verschiebt sich mit dem Alter. Wer mit einem jungen Hund startet, sollte sich die Mengen für das Welpenalter gesondert ansehen.
Was BARF für eine Französische Bulldogge im Monat kostet
Diese Frage kommt fast immer als Zweites. Sie lässt sich konkret beantworten, weil die Rechnung einfach ist: Tagesmenge mal Kilopreis mal 30.
Wir rechnen mit einem 12 kg schweren Frenchie und 300 g am Tag, also einem normal aktiven Hund im mittleren Bereich der Tabelle.
| Sorte | Preis je kg | 300 g am Tag | rund im Monat |
|---|---|---|---|
| BARF-Mix Rind | 10,95 EUR | 3,29 EUR | 99 EUR |
| BARF-Mix Pute | 10,95 EUR | 3,29 EUR | 99 EUR |
| BARF-Mix Kaninchen | 15,49 EUR | 4,65 EUR | 139 EUR |
Preise Stand August 2026. Kaninchen liegt höher, weil es ein selten gefüttertes Fleisch ist und entsprechend teurer eingekauft wird. Viele Halter mischen deshalb: Rind oder Pute als Basis, Kaninchen als Abwechslung.
Wer selbst zusammenstellt und beim Metzger einkauft, kommt günstiger weg. Dafür investiert er Zeit, Tiefkühlplatz und Planung. Unterm Strich ist das eine Entscheidung zwischen Geld und Aufwand, nicht zwischen gut und schlecht.
Vergleichen kannst Du die Angebote nur über den Preis je Kilogramm, nicht über den Packungspreis. Eine 400-g-Packung wirkt im Regal günstig und liegt beim Kilopreis oft deutlich höher als die Kilo-Packung derselben Sorte. Unsere Kennenlern-Box enthält 2 kg für 39,95 EUR, das sind 19,98 EUR je Kilogramm. Sie ist damit teurer als eine einzelne Sorte, weil Du fünf verschiedene bekommst. Für den Dauerbezug rechnest Du danach mit dem Kilopreis der Sorte, die Dein Hund am besten annimmt.
Erste Sorte für die Umstellung wählen ›Die Umstellung, Schritt für Schritt
Der häufigste Fehler ist Ungeduld. Ein Hund, der jahrelang Trockenfutter bekommen hat, braucht Zeit. So gehst Du vor.
(1) Beginne mit einer einzigen, gut verträglichen Sorte. Rind oder Pute sind dafür üblich, weil sie die meisten Hunde problemlos annehmen.
(2) Faste einen Tag oder gib nur eine kleine Menge, bevor Du wechselst. So startet der Magen leer in die neue Fütterung.
(3) Füttere die erste Woche ausschließlich diese eine Sorte. Kein Mischen mit dem alten Futter im selben Napf, das vertragen viele Hunde schlechter als einen klaren Schnitt.
(4) Beobachte den Kot. Er wird bei Rohfütterung fester und kleiner. Das ist normal und kein Grund zur Sorge.
(5) Nimm ab der zweiten Woche die nächste Sorte dazu. Danach jede Woche eine weitere, bis Du weißt, was Dein Hund gut annimmt.
Bei einer Französischen Bulldogge lohnt es sich, in dieser Phase besonders genau hinzusehen. Die Rasse zeigt Unwohlsein oft leiser als andere Hunde. Wie der Magen eines Frenchie arbeitet, haben wir im Beitrag Frenchie-Verdauung verstehen ausführlich beschrieben.
Was Du an Ausstattung wirklich brauchst
Rohfütterung scheitert selten am Futter und oft an der Logistik. Bevor Du bestellst, klär drei Dinge.
Tiefkühlplatz. Ein 12 kg schwerer Frenchie frisst rund 9 kg im Monat. Als Beutel gestapelt sind das etwa zwei bis drei Schubladen eines normalen Gefrierschranks. Wer in einer Stadtwohnung mit Kühl-Gefrier-Kombination lebt, bestellt besser kleinere Mengen häufiger. Die 400-g-Beutel sind dafür praktischer als die Kilo-Packung.
Auftauen. Eine Tagesportion braucht im Kühlschrank etwa zwölf Stunden. Du legst also abends die Portion für den nächsten Tag nach unten. Bei Zimmertemperatur geht es schneller, aber dann steigt die Keimzahl an der Oberfläche. In der Mikrowelle taust Du gar nicht auf, das gart die Ränder an.
Hygiene. Ein eigenes Brett und ein eigenes Messer für die Rohware sparen Diskussionen in der Küche. Napf nach jeder Mahlzeit heiß ausspülen. Das ist derselbe Umgang, den Du mit rohem Hühnerfleisch für Dich selbst pflegst, nicht mehr und nicht weniger.
Die drei häufigsten Fehler beim Start
Der erste ist zu schnelles Tempo. Wer in der ersten Woche gleich vier Sorten durchprobiert, weiß bei einer Reaktion nicht, welche es war. Eine Sorte pro Woche klingt langsam und spart Dir am Ende Wochen.
Der zweite ist die Menge nach Gefühl. 300 g sehen im Napf nach wenig aus, gerade neben der gewohnten Trockenfutter-Portion, die deutlich mehr Volumen hat. Wieg die ersten vier Wochen ab. Danach hast Du das Auge dafür.
Der dritte betrifft speziell die Französische Bulldogge. Viele Halter geben die Tagesration in einer Mahlzeit, weil es im Alltag einfacher ist. Bei einem Hund, der ohnehin viel Luft schluckt, ist die Aufteilung auf morgens und abends die ruhigere Variante.
Woran Du gute Rohware erkennst
Rohes Fleisch für den Hund unterscheidet sich in drei Punkten, und alle drei kannst Du selbst prüfen.
Erstens die Deklaration. Steht dort „Rindermuskelfleisch, Pansen grün, Rinderleber“, weißt Du genau, was Du fütterst. Sammelbegriffe sind erlaubt, aber sie sagen Dir nichts.
Zweitens die Kühlkette. Rohware wird schockgefrostet und bleibt es bis zu Dir. Angetaute Ware, die wieder eingefroren wurde, erkennst Du an Eiskristallen im Beutel.
Drittens die Herkunft. Hinter unseren Mixen steht kein Werk, sondern eine Manufaktur: Metzgermeister Thomas Schurig verarbeitet in Plauen in Sachsen jede Sorte selbst. Er verarbeitet jede Sorte selbst. Die pflanzlichen Bestandteile werden dabei nach einem patentierten Fermentationsverfahren behandelt, ähnlich dem Prinzip, das man von Sauerkraut oder Kimchi kennt. Das Fleisch bleibt roh und wird schockgefrostet.
Ob Du roh fütterst oder kochst, ist übrigens eine eigene Frage mit eigenen Argumenten. Wir haben sie im Beitrag BARF kochen oder roh füttern auseinandergenommen.
Wann Du zuerst zum Tierarzt gehst
Es gibt Situationen, in denen eine Futterumstellung nicht der erste Schritt ist. Geh zuerst in die Praxis, wenn Dein Hund anhaltend Durchfall hat, wiederholt erbricht, deutlich abnimmt oder apathisch wirkt.
Dasselbe gilt bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit. Eine Ausschlussdiät gehört fachlich begleitet, sonst weißt Du am Ende nicht, worauf Dein Hund reagiert hat. Welche Lebensmittel für eine Französische Bulldogge grundsätzlich tabu sind, findest Du in der Übersicht Was eine Französische Bulldogge essen darf.
Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Beratung. Er beschreibt, wie Rohfütterung praktisch funktioniert, nicht wie eine Erkrankung behandelt wird.
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Häufig gestellte Fragen.Alle Antworten auf einen Blick.
Braucht eine Französische Bulldogge spezielles BARF?
Wie viel BARF braucht eine Französische Bulldogge am Tag?
Was kostet BARF für eine Französische Bulldogge im Monat?
Ab wann kann ich einen Frenchie-Welpen barfen?
Wie lange dauert die Umstellung auf BARF?
Muss ich das Fleisch vorher abkochen?
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