03. August 2026

Futter für Englische Bulldoggen 2026: Menge, Kosten und Deklaration

8 Min. Lesezeit
Futter für Englische Bulldoggen 2026: Menge, Kosten und Deklaration

Das passende Futter für eine Englische Bulldogge ist klar deklariert, gut portionierbar und wird auf zwei Mahlzeiten verteilt. Die Rasse bringt drei Eigenheiten mit, die bei der Fütterung mehr Gewicht haben als die Frage nach der Marke: der kurze Fang, die Neigung zu Übergewicht und ein empfindlicher Magen-Darm-Trakt.

Wer nach Futter für seine Bulldogge sucht, findet vor allem Werbeversprechen. Deshalb geht es hier zuerst um Menge, Deklaration und Aufteilung. Die Sortenwahl kommt danach, und sie ist der kleinere Teil der Entscheidung.

Wenn Du herausfinden willst, worauf sie reagiert

BARF Kennenlern-Box

Fünf Sorten einzeln testen, statt im Dunkeln zu tappen.

Bei einem Hund mit empfindlicher Verdauung bringt Dir ein Futter mit acht Fleischsorten nichts. Du brauchst einzeln benannte Sorten, die Du nacheinander gibst. Genau dafür sind die fünf Beutel da.

Die pflanzlichen Bestandteile werden nach einem patentierten Fermentationsverfahren behandelt, das Fleisch bleibt roh und wird schockgefrostet. Hergestellt in der Manufaktur von Metzgermeister Thomas Schurig in Plauen.

Passt, wenn Blähungen und wechselnder Kot Dich ratlos machen und Du systematisch vorgehen willst.

39,95 EUR für 5 × 400 g. Grundpreis 19,98 EUR je Kilogramm. Stand August 2026.

Sorte für Deine Bulldogge finden ›

Versandkostenfrei ab 79,99 EUR. 14 Tage Widerrufsrecht. Lieferung in 2 bis 4 Werktagen.

Drei Eigenheiten, die bei dieser Rasse die Fütterung bestimmen

Die Englische Bulldogge ist ein brachycephaler Hund. Ihr Fang ist stark verkürzt, und beim Fressen schluckt sie dadurch mehr Luft als ein Hund mit langer Schnauze. Das ist keine Krankheit, sondern Anatomie. Praktisch heißt es: zwei kleinere Mahlzeiten statt einer großen, und lieber grob strukturiertes Futter als einen sehr feinen Brei, den sie in Sekunden wegschlingt.

Die zweite Eigenheit ist der Körperbau. Kompakt, breit, kurze Läufe. Ein paar hundert Gramm zu viel fallen bei diesem Rahmen stärker auf als bei einem hochbeinigen Hund, und sie belasten Gelenke und Atmung zusätzlich. Deshalb ist die Portionskontrolle bei dieser Rasse kein Randthema.

Die dritte betrifft die Verdauung. Viele Halter berichten von Blähungen und wechselnder Kotkonsistenz. Woran das im Einzelfall liegt, lässt sich nicht pauschal sagen. Was hilft, ist ein Futter, dessen Zutaten vollständig benannt sind. Nur dann kannst Du überhaupt herausfinden, worauf Deine Hündin oder Dein Rüde reagiert.

Wie viel Deine Bulldogge am Tag braucht

Bei Rohfütterung liegt die übliche Faustregel bei 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts. Ruhige Hunde eher am unteren Rand, sehr aktive am oberen. Wieg Deinen Hund und such die passende Zeile.

Gewicht 2 Prozent (ruhig) 2,5 Prozent 3 Prozent (aktiv)
20 kg 400 g 500 g 600 g
23 kg 460 g 575 g 690 g
25 kg 500 g 625 g 750 g
28 kg 560 g 700 g 840 g

Bei der Englischen Bulldogge würde ich eher am unteren Rand starten. Die Rasse ist selten ein Dauerläufer, und Übergewicht baut sich hier schneller auf als bei aktiveren Hunden.

Kontrolliere alle vier Wochen mit den Händen statt mit der Waage. Die Rippen sollten sich unter leichtem Druck ertasten lassen, ohne hervorzustehen. Findest Du sie nur mit Mühe, geh mit der Menge runter.

Was das im Monat kostet

Gerechnet mit 25 kg Körpergewicht und 625 g am Tag, also einem normal aktiven Hund in der Mitte der Tabelle.

Sorte Preis je kg 625 g am Tag rund im Monat
BARF-Mix Rind 10,95 EUR 6,84 EUR 205 EUR
BARF-Mix Pute 10,95 EUR 6,84 EUR 205 EUR
BARF-Mix Kaninchen 15,49 EUR 9,68 EUR 290 EUR

Preise Stand August 2026, jeweils der Kilopreis der 1-kg-Packung. Bei einem ruhigen 20-kg-Hund mit 400 g sinkt die Rechnung auf rund 131 Euro bei Rind, bei einem aktiven 28-kg-Hund mit 840 g steigt sie auf rund 276 Euro.

Vergleichen kannst Du das nur über den Preis je Kilogramm, nicht über den Packungspreis. Eine 400-g-Packung wirkt im Regal günstig und liegt beim Kilopreis deutlich höher als die Kilo-Packung derselben Sorte.

Einzeln testen statt raten ›

Woran Du ein gut deklariertes Futter erkennst

Der wichtigste Punkt steht auf der Rückseite, nicht auf der Vorderseite. Drei Dinge kannst Du selbst prüfen.

Erstens die Zusammensetzung. Liest Du dort „Rindermuskelfleisch, Pansen grün, Rinderleber“, weißt Du, was im Napf landet. Sammelbegriffe sind rechtlich zulässig, sagen Dir aber nichts über die tatsächlichen Bestandteile. Bei einem Hund mit empfindlicher Verdauung ist genau das der Unterschied zwischen Ausprobieren und Raten.

Zweitens die Zahl der Zutaten. Je kürzer die Liste, desto einfacher findest Du heraus, was nicht passt. Ein Futter mit vier Fleischsorten und acht Gemüsen ist als Ausschlussversuch unbrauchbar.

Drittens die Herkunft. Unsere Sorten kommen aus einer Manufaktur in Plauen in Sachsen. Metzgermeister Thomas Schurig verarbeitet dort jede einzelne selbst, im Handwerksbetrieb statt in der Fabrik. Die pflanzlichen Bestandteile werden nach einem patentierten Fermentationsverfahren behandelt, ähnlich dem Prinzip, das man von Sauerkraut oder Kimchi kennt. Das Fleisch bleibt roh und wird schockgefrostet.

Wie eine Ration aufgebaut ist

Eine Ration besteht aus vier Bausteinen.

  • Muskelfleisch als Hauptteil
  • Innereien, also Leber, Niere und Pansen
  • Gemüse, püriert oder fein geraspelt, damit der Hund es aufschließen kann
  • Öle als Fettquelle

Die gängige Aufteilung im tierischen Anteil liegt bei etwa 80 Prozent Muskelfleisch und 20 Prozent Innereien und knochigen Anteilen. Dazu kommen rund 20 bis 25 Prozent pflanzlicher Anteil, bezogen auf die Gesamtration. Das sind Richtwerte aus der Praxis, keine Naturgesetze.

Du kannst das selbst zusammenstellen. Dann brauchst Du eine Waage, Zeit und einen Plan. Oder Du nimmst fertige Mixe, in denen die vier Bausteine bereits enthalten sind. Beides ist Barfen, und der zweite Weg ist der, den die meisten Berufstätigen durchhalten. Wie die Innereien im Detail aufgeteilt werden, steht im Beitrag Innereien beim BARF richtig aufteilen.

Gewicht halten, ohne den Hund zu hungern

Übergewicht ist bei dieser Rasse das Thema, das im Alltag am meisten ausmacht. Zwei Kilo zu viel sind bei 25 kg immerhin acht Prozent, und sie liegen auf einem Körper, der ohnehin kompakt gebaut ist.

Der übliche Fehler passiert nicht am Napf, sondern daneben. Leckerli, Kaustreifen und der Rest vom Frühstück zählen mit. Wer die Tagesration ausrechnet und die Extras vergisst, füttert schnell 20 Prozent mehr, als er denkt.

Ein einfacher Weg: Zieh die Leckerli von der Tagesration ab, statt sie obendrauf zu geben. Nimm einen Teil des Fleisches aus der Portion und nutze ihn als Belohnung. Der Hund bekommt dieselbe Menge, aber sie ist einmal gerechnet und nicht zweimal.

Wieg außerdem in Gramm statt in Bechern. Ein Becher Trockenfutter und ein Becher Frischfutter haben völlig unterschiedliche Energiedichten, und genau daran scheitern viele Umstellungen im ersten Monat.

Was sich beim Welpen und beim Senior ändert

Die Faustregel von 2 bis 3 Prozent gilt für den ausgewachsenen Hund. Davor und danach sieht es anders aus.

Ein Welpe braucht bezogen auf sein Körpergewicht deutlich mehr, und der Anteil sinkt mit dem Alter. Wichtiger als die reine Menge ist in dieser Phase das Verhältnis der Mineralstoffe zueinander, besonders Calcium und Phosphor. Lass Dir den Rationsplan für die Wachstumsphase einmal fachlich durchrechnen, statt ihn zu schätzen.

Beim älteren Hund geht der Energiebedarf zurück, während der Eiweißbedarf bleibt. Praktisch heißt das: weniger Gesamtmenge, aber derselbe Fleischanteil. Wer nur die Portion verkleinert, nimmt dem Hund beides gleichzeitig weg.

Die Umstellung, Schritt für Schritt

Bei einem Hund mit empfindlicher Verdauung ist Tempo der häufigste Fehler. Nimm Dir die Zeit.

(1) Beginne mit einer einzigen, gut verträglichen Sorte. Rind oder Pute nehmen die meisten Hunde problemlos an.

(2) Gib am Tag davor nur eine kleine Portion, damit der Magen leer in die neue Fütterung startet.

(3) Füttere die erste Woche ausschließlich diese eine Sorte. Kein Mischen mit dem alten Futter im selben Napf.

(4) Beobachte den Kot. Er wird bei Rohfütterung fester und kleiner. Das ist normal.

(5) Nimm ab der zweiten Woche jede Woche eine weitere Sorte dazu, bis Du weißt, was gut ankommt.

Notier Dir dabei, was Du wann gegeben hast. Bei einer Rasse, die zu Unverträglichkeiten neigt, ist dieses Protokoll später mehr wert als jede Empfehlung von außen. Ob Du roh fütterst oder kurz garst, haben wir im Beitrag BARF kochen oder roh füttern auseinandergenommen.

Notier Dir in den ersten Wochen auch, wie lange Deine Bulldogge nach dem Fressen braucht, bis sie zur Ruhe kommt. Bei kurznasigen Hunden ist das ein brauchbarer Anhaltspunkt dafür, ob Portionsgröße und Konsistenz passen. Wird sie unmittelbar nach der Mahlzeit unruhig oder hechelt stärker als sonst, sind kleinere Portionen einen Versuch wert.

Platz, Auftauen, Hygiene

Rund 19 kg im Monat brauchen als Beutel gestapelt etwa drei bis vier Schubladen eines normalen Gefrierschranks. Wer wenig Platz hat, bestellt kleinere Mengen häufiger. Die 400-g-Beutel sind dafür praktischer als die Kilo-Packung.

Eine Tagesportion braucht im Kühlschrank rund zwölf Stunden. Du legst also abends die Portion für den nächsten Tag nach unten. Bei Zimmertemperatur geht es schneller, aber dann steigt die Keimzahl an der Oberfläche. In der Mikrowelle taust Du gar nicht auf, das gart die Ränder an.

Ein eigenes Brett und ein eigenes Messer für die Rohware sparen Diskussionen in der Küche. Napf nach jeder Mahlzeit heiß ausspülen. Derselbe Umgang wie mit rohem Geflügel für Dich selbst.

Wann Du zuerst zum Tierarzt gehst

Eine Futterumstellung ist nicht immer der erste Schritt. Geh zuerst in die Praxis, wenn Dein Hund anhaltend Durchfall hat, wiederholt erbricht, deutlich abnimmt oder apathisch wirkt.

Dasselbe gilt bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit. Eine Ausschlussdiät gehört fachlich begleitet, sonst weißt Du am Ende nicht, worauf Dein Hund reagiert hat. Wie sich Unverträglichkeiten bei kurznasigen Rassen zeigen, haben wir am Beispiel der Französischen Bulldogge im Beitrag Allergien und Unverträglichkeiten beschrieben. Vieles davon gilt für die Englische Bulldogge genauso.

Dieser Beitrag beschreibt, wie Fütterung praktisch funktioniert. Er ersetzt keine tierärztliche Beratung und keine individuelle Rationsberechnung.

Tipps speziell für Französische Bulldogge-Besitzer

Rasse-spezifische Ratgeber jede Woche. Kostenlos.

Kein Spam. Jederzeit abmeldbar. Datenschutz

Häufig gestellte Fragen.Alle Antworten auf einen Blick.

Wie viel Futter braucht eine Englische Bulldogge am Tag?

Bei Rohfütterung rund 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts. Bei 20 bis 28 kg sind das etwa 400 bis 840 g am Tag. Starte eher am unteren Rand, die Rasse neigt zu Übergewicht.

Was kostet die Fütterung einer Englischen Bulldogge im Monat?

Bei 25 kg Körpergewicht und 625 g am Tag rund 205 EUR im Monat mit Rind oder Pute und rund 290 EUR mit Kaninchen. Stand August 2026.

Wie viele Mahlzeiten braucht eine Englische Bulldogge am Tag?

Zwei. Bei einem kurznasigen Hund, der beim Fressen mehr Luft schluckt, ist die Aufteilung auf zwei Mahlzeiten die ruhigere Variante als eine große Portion.

Meine Bulldogge hat oft Blähungen, hilft eine Futterumstellung?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Ein Futter mit vollständiger Deklaration hilft Dir herauszufinden, worauf der Hund reagiert. Bei anhaltenden Beschwerden gehört das in die tierärztliche Praxis.

Wie lange dauert die Umstellung auf Rohfütterung?

Vier bis sechs Wochen, bis alle Sorten eingeführt sind und sich der Kot stabilisiert hat. Beginne mit einer Sorte und nimm jede Woche eine weitere dazu.

Brauche ich für eine Englische Bulldogge eine Gefriertruhe?

Für einen Monatsvorrat von rund 19 kg wird es im normalen Gefrierschrank eng. Wer wöchentlich statt monatlich bestellt, kommt mit dem Gefrierfach aus.

Deine Frage steht nicht dabei?

Schreib uns, wir antworten meist am selben Werktag.

Frage an uns stellen