06. März 2026

Welpenfutter wie lange? Umstellung auf Erwachsenenfutter (2026)

8 Min. Lesezeit

Welpenfutter sollte gefüttert werden, bis der Hund ausgewachsen ist: Kleine Rassen bis 9–12 Monate, mittlere bis 12–15 Monate, große Rassen bis 18–24 Monate. Die Umstellung auf Erwachsenenfutter erfolgt schrittweise über 7–10 Tage, indem man täglich mehr Adult-Futter untermischt.

Dein Welpe wächst. Die Pfoten passen nicht mehr in die ersten Schuhe, der Futternapf wird routiniert leergeschleckt — und irgendwann fragst du dich: Braucht er eigentlich noch Welpenfutter? Oder schadet das gerade mehr als es nützt?

Die Antwort ist weniger kompliziert als Google suggeriert. Aber der richtige Zeitpunkt hängt von der Rasse ab, und die Umstellung hat ein paar Fallstricke, die Durchfall und wochenlange Magen-Darm-Probleme verursachen können. Hier erfährst du, wann du umstellst, wie du es machst und welche Fehler du vermeidest.

Wie lange sollte man Welpenfutter füttern?

Bis dein Hund ausgewachsen ist. Klingt simpel — ist es auch, wenn du die Größe deines Hundes kennst. Die Wachstumsphase variiert erheblich: Ein Chihuahua ist mit 8 Monaten ausgewachsen, ein Labrador braucht 14–16 Monate, eine Deutsche Dogge bis zu 24.

Rassegröße Erwachsenengewicht Ausgewachsen mit Umstellung auf Adult
Mini (Chihuahua, Yorkie) Unter 5 kg 8–10 Monate Ab Monat 8–10
Klein (Dackel, Frenchie, Mops) 5–10 kg 10–12 Monate Ab Monat 10–12
Mittel (Beagle, Cocker, Aussie) 10–25 kg 12–15 Monate Ab Monat 12–15
Groß (Labrador, Golden Retriever) 25–40 kg 15–18 Monate Ab Monat 15–18
Riesig (Dogge, Bernhardiner) Über 40 kg 18–24 Monate Ab Monat 18–24

Welpenfutter hat einen höheren Protein- und Fettgehalt als Adult-Futter — es liefert die Energie und Baustoffe für Knochen, Muskeln und Organe. Solange der Hund wächst, braucht er das. Wenn das Wachstum abgeschlossen ist, liefert Welpenfutter zu viele Kalorien. Dann setzt er Fett an statt Muskeln aufzubauen.

Ein guter Indikator: Dein Welpe nimmt kaum noch an Größe zu, das Gewicht stabilisiert sich. Bei großen Rassen wie Labrador oder Golden Retriever ist laut dem Fachverband für Tierernährung das Knochenwachstum mit etwa 14–16 Monaten abgeschlossen — auch wenn die Muskulatur sich noch bis Monat 18–20 entwickelt. Im Zweifel wiegen: Wenn das Gewicht 3 Wochen stabil bleibt, ist der Zeitpunkt da.

Mehr zur Welpenfütterung insgesamt findest du in unserem Welpenfutter Ratgeber 2026.

Was passiert wenn man zu lange Welpenfutter füttert?

Kurzfristig: nichts Dramatisches. Langfristig: Übergewicht. Welpenfutter enthält laut Josera-Nährstofftabellen 15–20 % mehr Fett und 5–10 % mehr Protein als vergleichbares Adult-Futter. Ein ausgewachsener Hund, der monatelang Welpenfutter frisst, nimmt schlicht zu viele Kalorien auf.

Bei großen Rassen kommt ein zweites Problem dazu: Zu viel Calcium und Phosphor im Welpenfutter für große Rassen (das extra für das Knochenwachstum dosiert ist) kann bei bereits ausgewachsenen Gelenken die Belastung erhöhen. Kein akutes Risiko, aber unnötig.

Umgekehrt gilt: Lieber einen Monat zu lang Welpenfutter füttern als einen Monat zu früh umstellen. Ein Welpe, der noch wächst und Adult-Futter bekommt, erhält möglicherweise zu wenig Nährstoffe — das ist kritischer als ein paar Wochen Überschuss.

Wie stelle ich das Futter richtig um? Der 7-Tage-Plan

Nicht von heute auf morgen wechseln. Der Magen-Darm-Trakt braucht Zeit, sich an die neue Zusammensetzung anzupassen. Eine abrupte Umstellung ist der häufigste Grund für Durchfall bei jungen Hunden.

7-Tage-Umstellungsplan

Tag Welpenfutter Adult-Futter Hinweis
Tag 1–2 75 % 25 % Beobachten: Konsistenz des Kots, Appetit
Tag 3–4 50 % 50 % Bei Durchfall: Zurück auf Tag-1-Mischung
Tag 5–6 25 % 75 % Die meisten Hunde tolerieren diesen Schritt gut
Tag 7 0 % 100 % Geschafft — normaler Kotabsatz = alles gut

Empfindliche Hunde brauchen bis zu 14 Tage. Wenn dein Hund bei der 50/50-Mischung weichen Kot bekommt: Einen Schritt zurückgehen, 3 Tage warten, dann erneut steigern. Kein Stress — die Darmflora hat ihr eigenes Tempo.

Unser Tipp: Mische das neue Futter unter das gewohnte im selben Napf. Nicht zwei Näpfe nebeneinander stellen — die meisten Hunde fressen dann nur das leckerere Futter und ignorieren das andere.

Wenn du von Trockenfutter auf Trockenfutter umstellst (z. B. von Josera YoungStar auf Josera SensiPlus), klappt die Umstellung erfahrungsgemäß schneller als beim Wechsel zwischen Futterarten. Der Wechsel von Nassfutter auf Trockenfutter oder umgekehrt braucht eher die vollen 10–14 Tage. Mehr zum Thema Futterarten in unserem Vergleich von Nassfutter, Trockenfutter und BARF.

Welches Adult-Futter passt nach dem Welpenfutter?

Das hängt von drei Faktoren ab: Rassegröße, Aktivitätslevel und eventuelle Unverträglichkeiten. Ein paar Orientierungspunkte:

  • Getreidefreies Welpenfutter → getreidefreies Adult-Futter: Wenn dein Welpe mit Josera YoungStar (getreidefrei, Geflügel & Kartoffel) gut gefahren ist, bleibt bei getreidefreiem Adult-Futter. Gleiche Rohstoffphilosophie, weniger Kalorien.
  • Große Rassen mit Gelenkfokus: Josera Kids fürs Wachstum, danach ein Adult-Futter mit Gelenkunterstützung. Bei großen Rassen ist das keine Spielerei, sondern Prophylaxe — HD und ED sind reale Risiken.
  • Empfindliche Verdauung: Josera Junior Lamm & Reis hat sich bei empfindlichen Welpen bewährt. Als Adult-Futter ist Josera SensiPlus (ebenfalls Ente & Reis) die logische Fortsetzung — gleich schonend, aber auf den niedrigeren Energiebedarf ausgewachsener Hunde abgestimmt.
  • Große Rassen ab 25 kg: Dr. Clauder Junior Large Breed liefert angepasste Calcium/Phosphor-Werte fürs langsame Wachstum. Die Adult-Variante von Dr. Clauder setzt diesen Ansatz fort.

Grundregel bei Dogs Supreme: Bleib möglichst in der gleichen Marke und Produktlinie. Der Wechsel von Josera Junior auf Josera Adult ist für den Hundemagen schonender als ein kompletter Markenwechsel — weil Rohstoffquellen und Herstellungsverfahren ähnlich bleiben.

Welche Fehler passieren bei der Futterumstellung am häufigsten?

Fünf Klassiker, die wir bei Dogs Supreme regelmäßig in Kundenanfragen sehen:

  1. Zu schnell umgestellt: „Er hat das Adult-Futter direkt gefressen, also hab ich komplett gewechselt." → Durchfall kommt oft erst 24–48 Stunden später, wenn die Darmflora reagiert.
  2. Zu früh umgestellt: „Mit 8 Monaten hab ich auf Adult umgestellt, er ist ja fast ausgewachsen." → Ein Labrador wächst mit 8 Monaten noch aktiv. Zu früh Adult-Futter = potenzielle Nährstofflücken.
  3. Futtermenge nicht angepasst: Welpenfutter hat mehr Kalorien pro Gramm. Wenn du die gleiche Grammzahl Adult-Futter gibst, bekommt dein Hund plötzlich weniger Energie. Bei Dogs Supreme empfehlen wir: Die Umstellungs-Tabelle auf der Verpackung des neuen Futters nutzen — nicht einfach die alte Menge übernehmen.
  4. Mehrere Änderungen gleichzeitig: Neues Futter + neues Leckerli + neue Futterzeit = dreifache Belastung für den Darm. Eins nach dem anderen.
  5. Panik bei weichem Kot: Leicht weicher Kot in den ersten 2–3 Tagen der Umstellung ist normal. Erst bei wässrigem Durchfall über mehr als 2 Tage solltest du reagieren — und dann einen Schritt im Plan zurückgehen, nicht komplett abbrechen.

Futtermenge nach der Umstellung: Wie viel Adult-Futter braucht mein Hund?

Weniger als Welpenfutter. Das überrascht viele Halter: Die Grammzahl pro Tag sinkt, weil der Energiebedarf nach dem Wachstum um 20–30 % zurückgeht. Ein 12 Monate alter Beagle, der als Welpe 250 g pro Tag bekam, braucht als Adult-Hund vielleicht nur noch 180–200 g.

Richte dich nach der Fütterungsempfehlung auf der Verpackung — und dann nach dem Körperzustand deines Hundes. Rippen fühlbar, aber nicht sichtbar? Taille von oben erkennbar? Dann passt die Menge. Fühlst du nichts mehr unter dem Fell? Reduzieren. Stehen die Rippen hervor? Erhöhen.

Für ältere Hunde, die irgendwann auch das Adult-Futter hinter sich lassen, haben wir einen eigenen Ratgeber: Senior-Hundefutter Ratgeber 2026.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann darf ein Welpe Erwachsenenfutter fressen?

Wenn er ausgewachsen ist. Bei kleinen Rassen (unter 10 kg) ab 9–12 Monaten, bei mittleren Rassen (10–25 kg) ab 12–15 Monaten, bei großen Rassen (über 25 kg) ab 15–24 Monaten. Ein guter Indikator: Das Gewicht ist seit 3 Wochen stabil und die Wachstumskurve flacht sichtbar ab. Im Zweifel den Tierarzt fragen — der kann anhand von Röntgenbildern beurteilen, ob die Wachstumsfugen geschlossen sind.

Kann ich Welpen- und Erwachsenenfutter mischen?

Ja — das ist sogar der empfohlene Weg für die Umstellung. Über 7–10 Tage den Anteil des Adult-Futters schrittweise erhöhen: 25 %, dann 50 %, dann 75 %, dann 100 %. So hat die Darmflora Zeit, sich anzupassen. Dauerhaft mischen (also über Wochen) ist allerdings nicht sinnvoll, weil die Nährstoffzusammensetzung dann weder dem einen noch dem anderen Profil entspricht.

Mein Hund verweigert das neue Adult-Futter — was tun?

Häufig liegt es an der veränderten Krokettenform oder dem Geruch. Drei Tricks: Erstens, das neue Futter mit etwas warmem Wasser übergießen — das intensiviert den Geruch und macht die Kroketten weicher. Zweitens, einen Esslöffel Nassfutter untermischen. Drittens, den Napf nach 15 Minuten wegstellen, wenn er nicht frisst — kein Leckerli als Ersatz. Die meisten Hunde fressen innerhalb von 2 Mahlzeiten normal weiter.

Ist getreidefreies Welpenfutter besser als normales?

Nicht pauschal besser, aber sinnvoll bei Hunden mit Getreideunverträglichkeit oder -allergie. Getreidefreie Rezepturen wie Josera YoungStar (Geflügel & Kartoffel) ersetzen Getreide durch Kartoffel oder Süßkartoffel als Kohlenhydratquelle. Für Hunde ohne Unverträglichkeit ist hochwertiges Getreide (Reis, Hirse) absolut verträglich und eine gute Energiequelle. Die Entscheidung hängt vom individuellen Hund ab, nicht vom Trend.

Welpe hat Durchfall nach der Futterumstellung — ist das normal?

Leicht weicher Kot in den ersten 2–3 Tagen: ja, völlig normal. Die Darmflora braucht Zeit, sich an die neue Zusammensetzung anzupassen. Wässriger Durchfall oder Durchfall der länger als 3 Tage anhält: nicht normal. Dann einen Schritt im Umstellungsplan zurückgehen und 3 Tage warten. Wenn auch das nicht hilft oder der Hund zusätzlich erbricht — Tierarzt aufsuchen.

Fazit

Die Futterumstellung vom Welpen- zum Erwachsenenfutter ist kein Hexenwerk. Timing: Warten bis der Hund ausgewachsen ist (Tabelle oben). Methode: 7–10 Tage schrittweise umstellen. Futter: Möglichst in der gleichen Marke und Linie bleiben.

Wenn du unsicher bist, welches Adult-Futter am besten zu deinem Hund passt, hilft unser Welpenfutter Ratgeber bei der Orientierung. Und wenn du akut mit Durchfall nach der Umstellung kämpfst — Ruhe bewahren, einen Schritt zurück im Plan, und im Zweifel den Tierarzt fragen.

Häufig gestellte Fragen.Alle Antworten auf einen Blick.

Wie lange sollte man Welpenfutter füttern?
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Bis der Hund ausgewachsen ist: Kleine Rassen bis 9–12 Monate, mittlere bis 12–15 Monate, große Rassen bis 15–18 Monate, Riesenrassen bis 24 Monate. Indikator: Das Gewicht stabilisiert sich über 3 Wochen.

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Was passiert wenn man zu lange Welpenfutter gibt?
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Kurzfristig nichts Dramatisches, langfristig Übergewicht. Welpenfutter enthält 15–20 % mehr Fett als Adult-Futter. Bei großen Rassen kann überschüssiges Calcium die Gelenke belasten. Lieber einen Monat zu lang als zu früh umstellen.

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Wie stelle ich von Welpen- auf Erwachsenenfutter um?
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Schrittweise über 7–10 Tage: Tag 1–3 ca. 75 % Welpen + 25 % Adult, Tag 4–6 ca. 50/50, Tag 7–9 ca. 25 % + 75 % Adult, ab Tag 10 komplett. Zu schneller Wechsel verursacht oft Durchfall.

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Welches Adult-Futter nach Welpenfutter?
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Am besten bei derselben Marke und Proteinquelle bleiben. Für kleine Rassen: Josera MINI Salmon & Chicken, für mittlere: Josera Chicken & Rice, für große: Josera Optiness oder Adult Lamm & Reis.

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