21. März 2026

Hund trinkt viel 2026: Ursachen, Futter-Check & wann zum Tierarzt

15 Min. Lesezeit
Dackel trinkt gierig und hastig aus grossem Wassernapf uebemaessiger Durst sichtbar

Ein Hund braucht 50–100 ml Wasser pro kg Körpergewicht am Tag. Trinkt dein Hund deutlich mehr, liegt es oft am reinen Trockenfutter (nur 8 % Wasser) — Nassfutter (80 % Wasser) als Ergänzung kann das Problem lösen. Hier erfährst du, welche Trinkmenge normal ist, welche 7 Ursachen dahinterstecken und wann du zum Tierarzt musst.

Dein Hund steht alle 20 Minuten am Napf und trinkt, als hätte er gerade einen Marathon hinter sich? Der Wassernapf ist abends leer, obwohl er morgens randvoll war? Dann hast du recht, genauer hinzuschauen. Vermehrtes Trinken — von Tierärzten Polydipsie genannt — ist eines der häufigsten Symptome, das Hundehalter zum Googeln bringt. Und das ist gut so. Denn in vielen Fällen steckt hinter dem erhöhten Wasserkonsum eine einfache Ursache, die du selbst lösen kannst. In manchen Fällen aber ist es ein Frühwarnsignal, das du nicht ignorieren darfst.

Dieser Artikel gibt dir ein klares System: Wie viel ist normal? Welche 7 Ursachen stecken hinter dem Durst? Was kannst du selbst tun — und wann muss der Tierarzt ran? Dazu bekommst du eine konkrete Futter-Lösung, die bei der häufigsten Ursache (Trockenfutter) sofort hilft. Dogs Supreme liefert dir die Fakten und die passenden Produkte — ab 69,99 € versandkostenfrei.

Wie viel Wasser ist normal? Die Trinkmengen-Tabelle

Bevor du dir Sorgen machst, brauchst du eine Baseline. Die Faustformel: Ein gesunder Hund trinkt 50–100 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Die Spanne ist groß, weil Aktivität, Temperatur und Futterart den Bedarf stark beeinflussen. Ein Hund, der nur Trockenfutter bekommt, trinkt automatisch mehr als einer mit Nassfutter — weil er den Wassergehalt aus dem Futter nicht bekommt.

Körpergewicht Normale Trinkmenge / Tag Achtung ab
5 kg (Chihuahua, Yorkshire Terrier) 250–500 ml über 500 ml
10 kg (Dackel, Jack Russell) 500–1.000 ml über 1.000 ml
20 kg (Beagle, Cocker Spaniel) 1–2 Liter über 2 Liter
30 kg (Labrador, Golden Retriever) 1,5–3 Liter über 3 Liter

So misst du die Trinkmenge: Morgens den Napf mit einer abgemessenen Menge Wasser füllen (z. B. 1 Liter). Abends den Rest messen. Differenz = Trinkmenge. Mach das über 3 Tage, um einen Durchschnitt zu bekommen. Denk daran: Wasser aus Pfützen, dem Gartenteich oder dem Klo zählt auch — auch wenn es schwer zu messen ist.

Wichtig: Die Tabelle zeigt die Gesamt-Wasseraufnahme, also Trinkwasser plus Wasser aus dem Futter. Ein Hund, der Nassfutter bekommt (80 % Wassergehalt), deckt einen großen Teil seines Bedarfs bereits übers Futter. Ein Hund mit reinem Trockenfutter (8 % Wassergehalt) muss fast seinen gesamten Bedarf über den Napf decken. Das ist der entscheidende Unterschied — und oft die einfachste Erklärung für "mein Hund trinkt so viel".

7 Ursachen, warum dein Hund so viel trinkt

Erhöhter Durst hat immer eine Ursache. Manche sind harmlos und einfach zu lösen, andere brauchen den Tierarzt. Hier die sieben häufigsten — sortiert von harmlos bis medizinisch.

1. Hitze und hohe Temperaturen

Die offensichtlichste Ursache: Wenn es draußen 30 Grad sind, trinkt dein Hund mehr. Genau wie du. Hunde können nicht schwitzen (außer minimal über die Pfotenballen), sie regulieren ihre Körpertemperatur über Hecheln — und das kostet Wasser. An heißen Sommertagen kann sich der Wasserbedarf verdoppeln bis verdreifachen. Ein 20-kg-Hund, der normalerweise 1,5 Liter trinkt, kann im Hochsommer problemlos 3 Liter leeren. Das ist normal und kein Grund zur Sorge.

Was tun: Immer frisches, kühles Wasser bereitstellen. Mehrere Näpfe in der Wohnung verteilen. Auf Spaziergängen Wasser mitnehmen. Mittagshitze meiden. Wenn der erhöhte Durst nur bei Hitze auftritt und danach wieder nachlässt — alles normal.

2. Trockenfutter als alleinige Nahrung

Die am meisten unterschätzte Ursache — und gleichzeitig die am einfachsten zu lösende. Trockenfutter enthält nur rund 8 % Wasser. Nassfutter enthält rund 80 % Wasser. Das ist ein Faktor 10. Ein 20-kg-Hund, der 400 g Trockenfutter pro Tag frisst, nimmt darüber nur 32 ml Wasser auf. Derselbe Hund, der 800 g Nassfutter bekommt, nimmt 640 ml Wasser allein übers Futter auf. Der Unterschied: 608 ml — die er bei reinem Trockenfutter zusätzlich aus dem Napf trinken muss.

Viele Hundehalter wundern sich, warum ihr Hund "so viel trinkt", ohne zu bedenken, dass das Futter fast kein Wasser liefert. Der Hund kompensiert das selbstständig — sein Körper fordert das fehlende Wasser ein. Das ist kein Zeichen einer Krankheit, sondern ein Zeichen dafür, dass der Hund seinen Job macht: Flüssigkeitshaushalt regulieren.

Was tun: Nassfutter als Ergänzung zum Trockenfutter einführen. Auch eine Mischfütterung (50/50 Nass-/Trockenfutter) kann den Wasserkonsum aus dem Napf deutlich senken. Details und konkrete Produkt-Empfehlungen findest du im Abschnitt "Futter-Brücke" weiter unten. Wenn du mehr über die Unterschiede zwischen Trocken- und Nassfutter wissen willst: Unser großer Vergleich Nassfutter vs. Trockenfutter erklärt alles Schritt für Schritt.

3. Salziges Futter oder Leckerlis

Klingt banal, passiert ständig: Der Hund bekommt regelmäßig Tischreste, salzige Snacks oder Leckerlis mit hohem Natriumgehalt. Salz bindet Wasser im Körper und erzeugt Durst — bei Hunden genauso wie bei Menschen. Ein paar Scheiben Wurst hier, etwas Käse dort, die Reste vom Grillabend — über den Tag kommt einiges zusammen.

Auch manche industriellen Leckerlis enthalten überraschend viel Salz. Lies die Inhaltsstoffe — Natriumwerte über 0,5 % sind bei Snacks unnötig hoch. Kauknochen aus getrockneter Rinderhaut oder gepresste Kaustangen sind hier die bessere Wahl.

Was tun: Tischreste konsequent streichen. Auf natriumarme Leckerlis umsteigen. Der Durst normalisiert sich innerhalb von 1–2 Tagen. Einfache Sache.

4. Diabetes mellitus — Tierarzt erforderlich

Vermehrtes Trinken (Polydipsie) in Kombination mit vermehrtem Urinabsatz (Polyurie) ist eines der klassischen Frühsymptome von Diabetes beim Hund. Der Körper kann den Blutzucker nicht richtig verarbeiten, Glukose wird über den Urin ausgeschieden und zieht Wasser mit. Der Hund trinkt mehr, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Weitere Anzeichen: Gewichtsverlust trotz normalem oder gesteigertem Appetit, Mattigkeit, trübe Augen (grauer Star), häufige Harnwegsinfektionen. Diabetes tritt häufiger bei übergewichtigen Hunden, unkastrierten Hündinnen und bestimmten Rassen auf (Samojede, Australian Terrier, Zwergschnauzer, Zwergpudel).

Wichtig: Diabetes ist KEINE Diagnose, die du selbst stellen kannst. Wenn dein Hund viel trinkt UND viel Urin absetzt UND dabei abnimmt — dann geh zum Tierarzt. Ein einfacher Bluttest und Urintest reichen für die Diagnose. Diabetes beim Hund ist mit Insulin gut behandelbar, wenn er früh erkannt wird.

5. Nierenerkrankung — Tierarzt erforderlich

Die Nieren filtern Abfallstoffe aus dem Blut und regulieren den Wasserhaushalt. Wenn die Nierenfunktion nachlässt — bei chronischer Niereninsuffizienz (CNI) — können die Nieren den Urin nicht mehr richtig konzentrieren. Der Hund produziert verdünnten Urin in großen Mengen und trinkt mehr, um nicht zu dehydrieren.

CNI ist eine der häufigsten Erkrankungen bei älteren Hunden. Sie entwickelt sich schleichend — oft über Monate oder Jahre — und wird erst spät bemerkt, weil Hunde Nierenprobleme lange kompensieren. Wenn vermehrtes Trinken das erste Symptom ist, das dir auffällt, sind oft bereits 60–75 % der Nierenfunktion verloren.

Weitere Anzeichen: Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, stumpfes Fell, Mundgeruch (urämisch, nach Ammoniak), Erbrechen. Bei älteren Hunden (ab 7 Jahren), die plötzlich deutlich mehr trinken, sollte eine Nierenkontrolle zum Standard gehören.

Wichtig: Lass deinen Tierarzt Blut abnehmen (Kreatinin, Harnstoff, SDMA) und den Urin untersuchen (spezifisches Gewicht). Frühzeitig erkannt, lässt sich CNI mit Nierendiät und unterstützenden Maßnahmen gut managen. Aber die Diagnose muss vom Tierarzt kommen.

6. Cushing-Syndrom (Hyperadrenokortizismus) — Tierarzt erforderlich

Beim Cushing-Syndrom produziert der Körper zu viel Cortisol — entweder durch einen Tumor in der Nebenniere oder in der Hirnanhangsdrüse. Überschüssiges Cortisol erhöht den Blutzucker und die Urinproduktion. Das Ergebnis: Der Hund trinkt und uriniert exzessiv. Cushing ist bei Hunden häufiger als viele denken und wird oft jahrelang nicht erkannt.

Typische Symptome neben dem vermehrten Trinken: Hängebauch (aufgeblähter Bauch durch Muskelschwäche und Fettumverteilung), Haarausfall (symmetrisch, oft am Rumpf), dünne Haut, Hecheln, Muskelabbau, Hautinfektionen. Betroffen sind vor allem Hunde ab 6 Jahren, bestimmte Rassen wie Pudel, Dackel, Boxer und Terrier häufiger als andere.

Wichtig: Cushing ist nicht mit einem einzelnen Bluttest diagnostizierbar. Dein Tierarzt braucht spezielle Tests (ACTH-Stimulationstest oder Low-Dose-Dexamethason-Suppressionstest). Die Behandlung ist möglich und verbessert die Lebensqualität deutlich — aber sie muss tierärztlich begleitet werden. Selbstdiagnose ist hier ausgeschlossen.

7. Medikamente

Einige Medikamente erhöhen den Durst als Nebenwirkung. Die häufigsten Übeltäter:

  • Kortison (Prednisolon, Dexamethason): Der Klassiker. Kortison steigert Durst und Appetit massiv. Hunde unter Kortisontherapie trinken oft das Doppelte bis Dreifache der normalen Menge
  • Diuretika (Furosemid, Torasemid): Entwässerungsmittel treiben Flüssigkeit aus dem Körper — logisch, dass der Hund mehr trinkt
  • Phenobarbital: Antiepileptikum, das bei vielen Hunden Polydipsie verursacht
  • Herzmedikamente: Manche Herzmittel beeinflussen den Wasserhaushalt

Was tun: NICHT eigenmächtig Medikamente absetzen oder die Dosis ändern. Wenn dein Hund unter Medikamenten deutlich mehr trinkt, sprich deinen Tierarzt darauf an. Manchmal gibt es Alternativen mit weniger Nebenwirkungen, manchmal ist der erhöhte Durst der akzeptierte Kompromiss für die Behandlung. Immer frisches Wasser bereitstellen — den Zugang zum Wasser niemals einschränken, auch wenn die Trinkmengen extrem erscheinen.

Die Futter-Brücke: Nassfutter gegen übermäßigen Durst

Wenn du nach dem Lesen der Ursachen-Liste bei Punkt 2 genickt hast — dein Hund bekommt hauptsächlich oder ausschließlich Trockenfutter — dann ist die Lösung einfacher als du denkst. Du musst nicht das komplette Futter umstellen. Eine Mischfütterung (Trockenfutter + Nassfutter) reduziert den Wasserkonsum aus dem Napf deutlich und ist für viele Hunde die angenehmere Fütterungsart.

Warum Nassfutter hier so effektiv ist: 80 % Wassergehalt bedeutet, dass dein Hund mit jeder Mahlzeit automatisch Flüssigkeit aufnimmt. Er muss weniger trinken, der Napf steht nicht ständig leer, und nebenbei unterstützt du die Nierenfunktion — weil mehr Flüssigkeit durch das System fließt und Abfallstoffe besser ausgespült werden. Besonders bei älteren Hunden ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

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Unser Favorit für die Nassfutter-Ergänzung: Wolfsblut Wild Duck Nassfutter. Ente als einzige tierische Proteinquelle — ideal, wenn dein Hund zu Unverträglichkeiten neigt oder bereits Trockenfutter mit Ente bekommt (gleiche Proteinquelle = kein Allergie-Risiko). 10 % Protein, 5 % Fett, 80 % Feuchtigkeit. Getreidefrei, ohne künstliche Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe. Die Zusammensetzung ist clean, die Akzeptanz bei Hunden erfahrungsgemäß hoch.

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Tipp: Trockenfutter einweichen

Du willst bei Trockenfutter bleiben, aber die Flüssigkeitszufuhr erhöhen? Dann weiche das Trockenfutter mit warmem Wasser ein. 15–20 Minuten quellen lassen, bevor du es deinem Hund gibst. Das Futter nimmt Wasser auf, wird weicher und liefert deutlich mehr Feuchtigkeit pro Portion. Warmes Wasser (nicht heiß!) verstärkt außerdem den Geruch — das kann bei mäkeligen Hunden helfen. Einziger Nachteil: Eingeweichtes Futter verdirbt schneller. Was nach 30 Minuten nicht gefressen wurde, entsorgen.

Die optimale Lösung für die meisten Hunde sieht so aus: Morgens Trockenfutter (eingeweicht oder trocken), abends eine Nassfutter-Mahlzeit. So bekommt dein Hund das Beste aus beiden Welten — den Zahnabrieb vom Trockenfutter und die Feuchtigkeit vom Nassfutter. Mehr Details zum Thema Mischfütterung findest du in unserem Futter-Vergleich Nassfutter vs. Trockenfutter.

Wann zum Tierarzt? Die Red Flags bei vermehrtem Trinken

Nicht jeder Hund, der viel trinkt, ist krank. Aber es gibt klare Warnsignale, die du nicht ignorieren darfst. Wenn eines oder mehrere der folgenden Zeichen auf deinen Hund zutreffen: Tierarzt-Termin machen — nicht abwarten, nicht googeln.

  • Plötzliche, deutliche Zunahme der Trinkmenge: Dein Hund hat bisher immer normal getrunken und leert plötzlich den doppelten Napf? Plötzlichkeit ist das Alarmsignal. Schleichende Veränderungen sind schwerer zu bemerken — achte auf den Wassernapf-Pegel als täglichen Check
  • Trinkmenge über 100 ml pro kg Körpergewicht pro Tag: Ein 20-kg-Hund, der über 2 Liter pro Tag trinkt, liegt über der Norm. Über 100 ml/kg ist die Grenze, ab der Tierärzte von Polydipsie sprechen und eine Diagnostik empfehlen
  • Vermehrtes Trinken + vermehrtes Urinieren: Die Kombination Polydipsie/Polyurie ist das Leitsymptom für Diabetes, Nierenerkrankungen und Cushing. Der Hund trinkt viel UND muss ständig raus — oder hat Unfälle in der Wohnung, obwohl er stubenrein ist
  • Gewichtsverlust trotz normalem oder gesteigertem Appetit: Dein Hund frisst wie immer (oder sogar mehr) und nimmt trotzdem ab? In Kombination mit erhöhtem Durst ein starkes Signal für Diabetes oder andere Stoffwechselstörungen
  • Appetitlosigkeit + erhöhter Durst: Wenn dein Hund viel trinkt aber das Fressen verweigert, kann das auf Nierenprobleme, Lebererkrankungen oder Infektionen hindeuten
  • Erbrechen, Durchfall oder Lethargie: Begleitsymptome machen aus "wahrscheinlich harmlos" ein "lieber checken lassen". Je mehr Symptome zusammenkommen, desto dringender der Tierarzt-Besuch
  • Hund ist älter als 7 Jahre: Bei Senioren sollte eine plötzliche Veränderung im Trinkverhalten immer abgeklärt werden. Eine Blutuntersuchung (großes Blutbild + Organwerte) gibt Klarheit

Was der Tierarzt macht: Blutentnahme (Nierenwerte, Leberwerte, Blutzucker, Schilddrüse), Urinuntersuchung (spezifisches Gewicht, Glukose, Protein), Ultraschall bei Verdacht auf Organveränderungen. Die meisten Ursachen für vermehrtes Trinken lassen sich mit diesen Standard-Untersuchungen innerhalb eines Termins abklären. Vorbereitung: Bring eine frische Urinprobe mit (morgendlich aufgefangen mit einer sauberen Suppenkelle) und notiere die Trinkmenge der letzten 3 Tage. Das spart Zeit und hilft deinem Tierarzt bei der Einordnung.

FAQ: Häufige Fragen rund ums Trinkverhalten

Mein Hund trinkt viel und frisst wenig — was steckt dahinter?

Die Kombination "viel trinken, wenig fressen" kann harmlos sein — zum Beispiel bei Hitze oder nach einer anstrengenden Wanderung. Wenn es aber über mehrere Tage anhält, ohne dass eine offensichtliche Ursache vorliegt, solltest du zum Tierarzt. Nierenerkrankungen, Leberprobleme und Infektionen können genau dieses Muster zeigen. Dein Tierarzt kann mit einem Blutbild und Urintest schnell eingrenzen, ob eine organische Ursache dahintersteckt.

Sollte ich meinem Hund den Wasserzugang begrenzen, wenn er so viel trinkt?

Nein — niemals. Ein Hund, der viel trinkt, tut das aus einem Grund. Sein Körper braucht das Wasser. Wenn du den Zugang einschränkst, riskierst du eine Dehydration — und die kann lebensbedrohlich werden. Auch wenn die Trinkmengen absurd erscheinen: Wasser immer frei zugänglich lassen. Die richtige Reaktion ist, die Ursache zu finden und zu beheben, nicht das Symptom zu unterdrücken.

Trinkt mein Hund mehr, weil er nur Trockenfutter bekommt?

Sehr wahrscheinlich ja. Trockenfutter hat nur 8 % Wassergehalt, Nassfutter 80 %. Ein Hund, der ausschließlich Trockenfutter frisst, muss seinen gesamten Flüssigkeitsbedarf über den Napf decken. Das ist nicht krankhaft, aber es bedeutet hohe Trinkmengen, die Halter oft verunsichern. Die einfachste Lösung: Eine Nassfutter-Mahlzeit pro Tag einführen oder das Trockenfutter mit warmem Wasser einweichen. Mehr dazu in unserem Futter-Vergleich.

Hund trinkt plötzlich viel — ab wann ist es ein Notfall?

Ein Notfall wird es, wenn Begleitsymptome dazukommen: Erbrechen, Apathie, aufgeblähter Bauch, Blut im Urin, Zusammenbruch. "Nur" vermehrtes Trinken ohne weitere Symptome ist selten ein akuter Notfall — aber es gehört zeitnah abgeklärt. Faustregel: Wenn dein Hund über 100 ml pro kg Körpergewicht pro Tag trinkt (also ein 20-kg-Hund über 2 Liter), ist ein Tierarzt-Termin innerhalb der nächsten 1–2 Tage sinnvoll. Bei Begleitsymptomen: sofort.

Mein Welpe trinkt sehr viel — ist das normal?

Welpen trinken relativ zu ihrem Körpergewicht oft mehr als erwachsene Hunde. Ihre Nieren reifen noch, sie sind aktiver und wachsen. Moderate Viel-Trinker unter Welpen sind meist völlig gesund. ABER: Welpen dehydrieren auch schneller als erwachsene Hunde. Wenn ein Welpe extrem viel trinkt UND gleichzeitig Durchfall, Erbrechen oder Lethargie zeigt — sofort zum Tierarzt. Bei Welpen ist das Zeitfenster kleiner.

Hilft ein Trinkbrunnen, damit mein Hund mehr trinkt?

Ein Trinkbrunnen kann Hunde motivieren, die zu WENIG trinken — das fließende Wasser weckt Neugier und schmeckt durch die Filterung frischer. Wenn dein Hund aber VIEL trinkt, löst ein Brunnen das Problem nicht. Er macht nur die Wasseraufnahme bequemer. Trinkbrunnen sind sinnvoll bei Hunden, die zu wenig trinken, nicht bei denen, die zu viel trinken. Die Ursache für übermäßigen Durst liegt woanders — beim Futter oder beim Tierarzt.

Empfehlung bei erhöhtem Durst durch Trockenfutter

Wolfsblut Probierpaket Nassfutter — 3 Sorten zum Testen

80 % Feuchtigkeit pro Dose — dein Hund nimmt automatisch mehr Wasser über die Nahrung auf und muss weniger aus dem Napf trinken. Drei getreidefrei Sorten mit hohem Fleischanteil, ohne künstliche Zusatzstoffe. Der einfachste Weg, um herauszufinden ob Nassfutter den Durst deines Hundes normalisiert. Ab 69,99 € versandkostenfrei bei Dogs Supreme.

Vermehrtes Trinken beim Hund ist in den meisten Fällen kein Grund zur Panik — aber immer ein Grund, genauer hinzuschauen. Die drei häufigsten Auslöser (Hitze, Trockenfutter, Salz) kannst du selbst in den Griff bekommen. Bei allem, was darüber hinausgeht — Diabetes, Niere, Cushing, Medikamente — ist dein Tierarzt der richtige Ansprechpartner. Beobachte die Trinkmenge über 3 Tage, schreib sie auf, und geh mit diesen Zahlen in die Praxis. Das ist keine Überreaktion. Das ist verantwortungsvolle Hundehaltung.

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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei vermehrtem Trinken in Kombination mit Begleitsymptomen, plötzlicher Zunahme oder Trinkmenge über 100 ml/kg/Tag suche bitte einen Tierarzt auf. Die Futter-Empfehlungen basieren auf allgemeinen Erfahrungswerten — jeder Hund ist individuell, und dein Tierarzt kennt deinen Hund am besten.

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Häufigste Ursachen: Hitze, reines Trockenfutter, Diabetes oder Nierenprobleme. Bei plötzlicher Zunahme: Tierarzt.

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Ja — TF hat nur 8% Wasser. Nassfutter (80%) als Ergänzung reduziert den Trinkbedarf.

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Ja — 80% Wassergehalt. Wolfsblut Nassfutter bei Dogs Supreme ideal als Ergänzung.

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Kann auf Diabetes oder Nierenprobleme hindeuten. Tierarzt aufsuchen für Blutbild und Urintest.

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Über 100 ml/kg/Tag = IMMER Tierarzt. Bei Begleitsymptomen (Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust) sofort.

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