09. März 2026

Futter Mischling 2026: Trockenfutter, Nassfutter & Tipps

8 Min. Lesezeit
Mischling neben einer hochwertigen Futterauswahl

Welches Futter für deinen Mischling passt, hängt von drei Faktoren ab: Körpergröße, Aktivitätslevel und individuelle Verträglichkeit, nicht von der Rassezugehörigkeit, die bei Mischlingen ohnehin keine klare Fütterungsempfehlung erlaubt.

„Welches Futter ist gut für meinen Mischling?" Die Frage klingt simpel. Die Antwort ist es nicht, weil jeder Mischling anders ist. Dein Labrador-Schäferhund-Mix mit 30 kg braucht anderes Futter als der Dackel-Terrier-Mix deiner Nachbarin mit 8 kg. Rassen-spezifische Futterguides helfen hier nicht weiter. Was hilft: ein systematischer Ansatz über Gewicht, Aktivität und Verträglichkeit.

Wie finde ich das richtige Futter für meinen Mischling?

Über die Körpergröße. Das ist der wichtigste Faktor, wichtiger als Alter, Rasse oder ob dein Hund mehr nach dem Vater oder der Mutter geraten ist.

Schritt 1: Größenklasse bestimmen

Endgewicht Größenklasse Futter-Typ Portionsgröße
Bis 10 kg Mini Nassfutter Glas oder BARF-Mix (kleinere Portionen) Klein, 1-2 Löffel je Mahlzeit
10-25 kg Medium Nassfutter Glas oder tiefgekühlter BARF-Mix Mittel, 1 Glas oder 200-400 g BARF-Mix
25-45 kg Maxi/Large BARF-Mix TK (große Mengen, 1-kg-Einheiten) oder Nassfutter als Ergänzung Groß, 400 g-1 kg BARF-Mix
Über 45 kg Giant BARF-Mix TK (1-kg-Einheiten) + BARF-Komponenten zum Selbstmischen Extra-groß, Ration nach Körpergewicht

Warum die Portionsgröße zählt: Kleine Hunde brauchen kleinere, häufigere Mahlzeiten. Ein 7-kg-Mischling, der zu große Portionen bekommt, belastet den Magen, besonders beim Umstieg auf BARF oder frisches Nassfutter. Große Hunde dagegen profitieren von der Sättigung durch Roh-BARF-Mixe aus einem Guss.

Schritt 2: Aktivitätslevel einschätzen

Ehrlich sein. Die meisten Hundebesitzer überschätzen die Aktivität ihres Hundes, das zeigt eine Studie der Universität Liverpool (2019), die per Beschleunigungssensor die tatsächliche Bewegung von 4.000 Hunden maß. Ergebnis: 65 % der Besitzer schätzten ihren Hund als „aktiv" ein, nur 30 % waren es tatsächlich.

Level Beschreibung Futter-Tipp
Niedrig 2x 20 Min. Spaziergang, kein Sport Nassfutter Glas, getreidefreies Alleinfutter, normierte Portionen
Mittel 1-2 Std. Bewegung, gelegentlich Apportieren/Schwimmen Nassfutter oder BARF-Mix, Portionierung nach Hersteller-Empfehlung
Hoch 3+ Std. Bewegung, Hundesport, Arbeitshund BARF-Mix TK (1 kg), ggf. Fett-Zugabe für erhöhten Energiebedarf

Testmischling Rocco (Labrador-Pointer-Mix, 26 kg, 4 Jahre) läuft täglich 1,5 Stunden, spielt zweimal die Woche Dummy-Training. Mittleres Aktivitätslevel. Mit einem getreidefrei deklarierten Alleinfutter hält er seit zwei Jahren sein Gewicht stabil. Wer die Futtermenge unverändert lässt, aber ein kalorienreicheres Futter wählt, sieht oft schon nach 6 Wochen eine Gewichtszunahme.

Mischling neben einer hochwertigen Futterauswahl

Welches Futter ist das beste für Mischlinge?

Es hängt von der Größe und dem Magen ab. Aus unserer Sicht fängt gutes Futter immer mit einer klaren Zutatenliste an: eine benannte tierische Proteinquelle an erster Stelle, ohne anonyme „tierische Nebenerzeugnisse", ohne Zuckerzusätze. Das ist das Minimum. Darüber hinaus unterscheiden sich drei Szenarien:

Profil Futter-Kategorie Warum?
Empfindlicher Mischling, Magen-/Hautprobleme, unbekannte Rassekombination Getreidefreies Alleinfutter mit einer einzigen Proteinquelle (Monoprotein: Kaninchen, Pferd oder Rotwild) Ausweichprotein reduziert das Risiko, eine bereits bekannte Unverträglichkeit auszulösen; getreidefrei minimiert einen weiteren möglichen Reizfaktor
Mittelgroßer Mischling, normal aktiv, kein Verdacht auf Unverträglichkeit Gereiftes Nassfutter im Glas oder tiefgekühlter BARF-Mix (Rind, Huhn oder Pute) Voll deklarierte Zutaten, schonend statt hocherhitzt; einfach portionierbar
Großer aktiver Mischling (25+ kg), sportlich Tiefgekühlter BARF-Mix (1-kg-Einheiten, Rind oder Pute), ggf. mit BARF-Komponenten ergänzt Höhere Menge kostengünstiger abdeckbar; roh-TK liefert Vitamine und Enzyme unverändert

Wo du schauen kannst: unsere getreidefreien Nassfutter-Sorten im Glas, Alleinfutter, voll deklariert, mit einer oder zwei Proteinquellen.

Braucht mein Mischling getreidefreies Futter?

Wahrscheinlich nicht als Pflicht, aber es schadet auch nicht. Nur etwa 1-2 % aller Hunde haben eine echte Getreideallergie (Veterinärmedizinische Universität Wien, Dermatologie-Abteilung). Die häufigsten Futterallergene laut einer Metaanalyse zu Futtermittelunverträglichkeiten beim Hund (2016): Rindfleisch (34 %), Milchprodukte (17 %), Huhn (15 %). Getreide liegt weit hinten.

Die Ausnahme: Wenn dein Mischling sich ständig kratzt, Ohrentzündungen hat oder weichen Stuhl trotz ausreichend Futter zeigt, kann eine Eliminationsdiät sinnvoll sein. Getreidefrei mit einer einzigen Proteinquelle, zum Beispiel Kaninchen oder Pferd, ist dann ein vernünftiger Ausgangspunkt, weil du gleichzeitig die häufigsten Allergene (Rind, Huhn, Getreide) meidest. Dein Tierarzt sollte eine echte Allergiediagnostik begleiten.

Wie viel Futter braucht ein Mischling pro Tag?

Die Faustregel: 2-4 % des Körpergewichts bei Nassfutter/BARF, 1-2 % bei Trockenfutter. Faustregeln sind aber grob. Genauer geht es über den Bedarfsrechner auf der Futterverpackung oder über die Portionsangaben des jeweiligen Futters, die Gewicht, Alter und Aktivität berücksichtigen.

Gewicht Wenig aktiv Normal aktiv Sehr aktiv
5 kg 100-125 g 125-175 g 175-225 g
10 kg 200-250 g 250-350 g 350-450 g
20 kg 400-500 g 500-700 g 700-900 g
30 kg 600-750 g 750-1050 g 1050-1350 g

Angaben für Nassfutter / BARF-Mix (Richtwert: 2-3,5 % des Körpergewichts). Wenn du Nassfutter und Trockenfutter mischst, die Tagesmenge entsprechend aufteilen. 100 g Nassfutter ersetzen grob 25 g Trockenfutter in der Energiebilanz.

Was ist besser: Trockenfutter, Nassfutter oder Mischfütterung?

Viele Halter schwenken auf Mischfütterung um, und das hat Gründe.

Erstens die Akzeptanz: Viele Mischlinge aus dem Tierschutz sind wählerische Fresser. Trockenfutter allein wird oft verschmäht. Frisches Nassfutter im Glas dagegen hat einen kräftigen Eigengeschmack, allein durch die voll deklarierten Zutaten ohne künstliche Aromen. Die Kombi (morgens Trockenfutter, abends Nassfutter oder BARF-Mix) funktioniert bei vielen Hunden gut.

Zweitens der Feuchtigkeitsgehalt: Reines Trockenfutter liefert wenig Feuchtigkeit, problematisch für Hunde, die wenig trinken. Nassfutter oder BARF-Mixe gleichen das aus.

Eine Einschränkung: Bei Mischlingen mit empfindlichem Magen (häufig bei Tierschutz-Hunden) kann die Kombination zweier Futtertypen anfangs Durchfall verursachen. Dann besser 2 Wochen nur eine Futtersorte, dann langsam einschleichen.

Mischling neben einer hochwertigen Futterauswahl

Worauf achte ich bei der Deklaration?

Drei Dinge. Mehr nicht.

1. Proteinquelle an erster Stelle. „Huhn", „Ente", „Lachs", nicht „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse". Wenn die erste Zutat nicht klar benannt ist, Finger weg.

2. Vollständig deklarierte Zutaten. Jede Zutat einzeln aufgeführt statt als Sammelposition. Das ist der Unterschied zwischen ehrlichem Futter und Marketingverpackung. Nassfutter im Glas mit benannten Innereien (Leber, Herz, Magen), benanntem Gemüsemix und benannten Ölen ist hier ein Maßstab.

3. Keine Zuckerzusätze. Zucker, Karamell, Sirup kommt in billigem Futter vor, hat im Hundefutter nichts verloren. Macht den Hund zwar futterbegeistert, aber langfristig übergewichtig.

Mischling aus dem Tierschutz: Besondere Futter-Herausforderungen

Etwa 30 % der Mischlinge in Deutschland kommen aus dem Tierschutz, viele aus Rumänien, Spanien oder Griechenland. Diese Hunde bringen oft Futter-Probleme mit, die Rassehund-Besitzer nicht kennen.

Untergewicht bei Ankunft. Viele Tierschutz-Mischlinge kommen mit 10-20 % Untergewicht an. Der Instinkt sagt: viel füttern. Falsch. Ein ausgehungerter Magen verträgt keine großen Mengen. Starte mit 60 % der normalen Tagesration, aufgeteilt auf 4-5 kleine Mahlzeiten, und steigere über 2-3 Wochen auf die volle Menge. Das sogenannte Refeeding-Syndrom, gefährliche Elektrolyt-Verschiebungen nach langer Unterernährung, ist bei Hunden seltener als beim Menschen, aber nicht unmöglich.

Futter-Aggression. Hunde, die um Futter kämpfen mussten, verteidigen ihren Napf. Kein Erziehungsproblem, ein Überlebensmuster. Alleine füttern, Napf nicht wegnehmen, feste Futterzeiten einhalten. Das löst sich bei 80 % der Hunde innerhalb von 3-6 Monaten.

Unbekannte Allergien. Im Tierschutz wurde gefüttert, was da war. Du weißt nicht, ob dein Mischling auf Huhn, Getreide oder Rind reagiert. Deshalb unser Rat: Starte mit einem Single-Protein-Futter (eine tierische Proteinquelle), beobachte 6 Wochen, dann erst erweitern. Ein getreidefreies Alleinfutter mit Kaninchen oder Pferd als einziger Proteinquelle eignet sich als Einstieg, weil du damit sowohl Getreide als auch die häufigsten Fleischallergene (Rind, Huhn) ausschließt. Zu unseren getreidefreien Monoprotein-Sorten (Kaninchen, Pferd, Rotwild).

Welche typischen Fütterungsfehler passieren bei Mischlingen?

Drei Fehler sehen wir bei Dogs Supreme besonders häufig in Kundengesprächen mit Mischlings-Besitzern:

Futter nach Rasse-Vermutung wählen. „Sieht aus wie ein Labrador, also Labrador-Futter." Das Problem: Mischlinge haben oft einen völlig anderen Stoffwechsel als die Rasse, der sie äußerlich ähneln. Ein Hund, der wie ein Labrador aussieht, aber Windhund-Anteile hat, verbrennt Kalorien deutlich schneller. Immer nach Gewicht und Aktivität füttern, nie nach Optik.

Zu viele Proteinquellen gleichzeitig. Lachs-und-Huhn-und-Lamm-Futter klingt abwechslungsreich. Wenn der Hund dann Durchfall bekommt, weißt du nicht, welche Proteinquelle das Problem ist. Starte mit einer Single-Protein-Sorte, dann gezielt erweitern.

Leckerli-Kalorien vergessen. Ein mittelgroßer Mischling, der seine Tagesration bekommt und zusätzlich mehrere Leckerlis am Tag frisst, nimmt schnell 10-15 % mehr Kalorien zu sich als geplant. Leckerlis von der Tagesration abziehen, nicht obendrauf.

Häufig gestellte Fragen

Brauchen Mischlinge spezielles Futter?

Nein. Es gibt kein „Mischlings-Futter", und das ist auch nicht nötig. Mischlinge werden nach Körpergröße, Aktivitätslevel und individuellen Bedürfnissen gefüttert, genau wie Rassehunde. Der Vorteil: Mischlinge sind genetisch diverser und damit oft weniger anfällig für rassetypische Futtermittelunverträglichkeiten als inzucht-anfällige Reinrassige.

Wie stelle ich das Futter bei einem Tierschutz-Mischling um?

Langsam. Über 10-14 Tage schrittweise das alte Futter durch das neue ersetzen (Tag 1-3: 75 % alt / 25 % neu, dann 50/50, dann 25/75). Tierschutz-Hunde haben oft empfindliche Mägen durch wechselnde Fütterung im Shelter. Bei Durchfall: Tempo rausnehmen, 3 Tage bei der aktuellen Mischung bleiben, erst dann weiter umstellen.

Ist teures Futter wirklich besser als günstiges?

Nicht automatisch. Der Preis korreliert mit dem Fleischanteil und der Zutatentransparenz, aber ein günstiges Futter kann besser sein als ein teures Marketing-Produkt. Entscheidend ist die Deklaration: Proteinquelle klar benannt, Rohprotein ausreichend hoch, keine Zuckerzusätze, keine anonymen „tierischen Nebenerzeugnisse". Bei Dogs Supreme führen wir kein Billig-Futter. Wer nach Deklarations-Qualität sucht, landet schnell bei frischem Nassfutter im Glas oder tiefgekühltem BARF.

Wie erkenne ich, ob mein Mischling das Futter verträgt?

Vier Zeichen: fester, geformter Kot (nicht breiig, nicht hart), glänzendes Fell ohne Schuppen, kein übermäßiges Kratzen, und stabile Energie über den Tag. Gibt dein Hund nach der Futterumstellung mehr als 3-mal am Tag Kot ab oder ist der Stuhl dauerhaft weich, passt das Futter wahrscheinlich nicht. Mindestens 4 Wochen testen, bevor du wechselst. Der Darm braucht Zeit.

Mischling entspannt sich zufrieden in warmem Nachmittagslicht

Fazit

Für Mischlinge gibt es keine Rasse-Empfehlung, aber einen klaren Entscheidungsweg: Größenklasse bestimmen, Aktivität ehrlich einschätzen, bei Empfindlichkeit eine Single-Protein-Schonkost starten. Gutes Futter erkennst du an der Deklaration: benannte Proteinquellen, klar aufgelistete Zutaten, ohne Zuckerzusätze. Wer seinen empfindlichen Mischling auf eine neue, saubere Futtergrundlage stellen will, findet bei uns getreidefreie Optionen mit Kaninchen, Pferd oder Rotwild als Monoprotein. Zu unseren getreidefreien Sorten.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Auffälligkeiten konsultiere bitte deinen Tierarzt.

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Häufig gestellte Fragen.Alle Antworten auf einen Blick.

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Nein. Es gibt kein „Mischlings-Futter" — und das ist auch nicht nötig. Mischlinge werden nach Körpergröße, Aktivitätslevel und individuellen Bedürfnissen gefüttert, genau wie Rassehunde. Der Vorteil: Mischlinge sind genetisch diverser und damit oft weniger anfällig für rassetypische Futtermittelunverträglichkeiten als Inzucht-anfällige Reinrassige.

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Langsam. Über 10–14 Tage schrittweise das alte Futter durch das neue ersetzen (Tag 1–3: 75 % alt / 25 % neu, dann 50/50, dann 25/75). Tierschutz-Hunde haben oft empfindliche Mägen durch wechselnde Fütterung im Shelter. Bei Durchfall: Tempo rausnehmen, 3 Tage bei der aktuellen Mischung bleiben, erst dann weiter umstellen.

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Ist teures Futter wirklich besser als günstiges?
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Nicht automatisch. Der Preis korreliert mit dem Fleischanteil und der Zutatentransparenz, aber ein 3-Euro-pro-Kilo-Futter kann besser sein als ein 8-Euro-Marketing-Produkt. Entscheidend ist die Deklaration: Proteinquelle klar benannt, Rohprotein 22–28 %, keine Zuckerzusätze, keine anonymen „tierischen Nebenerzeugnisse". Bei Dogs Supreme führen wir bewusst keine Billig-Marken — das günstigste Futter im Sortiment liegt bei ca. 4 Euro pro Kilo.

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Wie erkenne ich, ob mein Mischling das Futter verträgt?
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Vier Zeichen: fester, geformter Kot (nicht breiig, nicht hart), glänzendes Fell ohne Schuppen, kein übermäßiges Kratzen, und stabile Energie über den Tag. Gibt dein Hund nach der Futterumstellung mehr als 3-mal am Tag Kot ab oder ist der Stuhl dauerhaft weich, passt das Futter wahrscheinlich nicht. Mindestens 4 Wochen testen, bevor du wechselst — der Darm braucht Zeit.

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